Greenpeace fordert Dioxin-Maßnahmen- Paket

Greenpeace: Lebensmittel dürfen nicht zur Müllkippe für Gifte werden

Wien (OTS) - Greenpeace forderte heute von der österreichischen Bundesregierung ein Dioxin-Maßnahmenpaket, mit dem konkrete Schritte gegen die schleichende Vergiftung von Umwelt und Lebensmitteln mit Dioxinen und anderen gefährlichen Dauergiften gesetzt werden. Nach Greenpeace müsse diese einen Vorstoß in der EU zum Verbot von gefährlichen Chemikalien setzen, ein rasches Dioxin-Ausstiegsprogramm für die EU und Österreich entwickeln und umsetzen, EU-weit verbindliche Grenzwerte für Dioxin in Futtermittel beschließen, sowie ein umfassendes, lückenloses Kontrollsystem aufbauen. 'Unsere Lebensmittel dürfen nicht zur Müllkippe für Umweltgifte wie Dioxine und PCBs werden. Nur wenn diese Dauergifte verboten werden, wird unsere Umwelt und Nahrung vor ihnen sicher sein. Die derzeitigen Gesetze und Überprüfungen reichen dazu bei weitem nicht aus', erklärte Greenpeace Chemiker Dr. Thomas Belazzi.

Bereits vor einem Jahr fanden sich in Milch und Fleisch in mehreren EU-Ländern erhöhte Dioxinkonzentrationen. Grund dafür waren Futtermittel, die stark Dioxin-haltigen Kalk- Beimischungen (in Zitrus-Presslingen aus Abfällen der Orangensaftproduktion) aus Brasilien enthielten. Als Dioxinquelle wurde ein brasilianisches Tochterunternehmen des belgischen Chlorproduzenten Solvay erkannt. 100.000 Tonnen dieser Futtermittellieferung liegen noch immer in elf EU-Staaten konfiziert auf Lager. Die EU-Kommission hat bis heute dazu noch keinen Abschlußbericht veröffentlicht. Greenpeace wirft den österreichischen Behörden vor, aus diesem Skandal keine Konsequenzen gezogen und ihre Kontrollpflichten klar vernachlässigt zu haben.

Greenpeace fordert daher: Einevorsorgende EU-Chemikalienpolitik, die u.a. rasche EU-weite Verbote von gefährlichen Chemikalien möglich macht.Minister Bartenstein muß sich am EU- Umweltministerrat nächste Woche in Brüssel dafür einsetzen. einDioxin-Ausstiegsprogramm für Österreich und die EU. Die Art der Dioxinquellen ist vielfältig und reicht von der Produktion von chlororganischen Verbindungen zu Stahlwerken, von Müllverbrennungsanlagen bis zu Chlorprodukten wie PVC. einenraschen Abschluß der internationalen Verhandlungen für ein weltweites Protokoll zum Verbot von Umweltgiften wie Dioxin einerasche Umsetzung der seit Jahren von der EU verschleppten Verbote von anderen Umweltgiften wie Chlor- und Brom-Flammschutzmitteln und Chlorpestiziden, die sich ebenfalls in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern Aufbaueines lückenlosen Dioxin-Kontollsystems in Österreich Beschlußvon strengen Grenzwerten für Dioxin und anderen Umweltgiften in Futtermitteln

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Thomas Belazzi, Chemie-Experte, Greenpeace

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