Baby Point als neue Servicestelle für junge Mütter im AKH

Wien, (OTS) Im Allgemeinen Krankenhaus (AKH) steht jungen Müttern ab 1. Juli 1999 ein eigener Baby Point zur Erledigung von Behördenwegen zur Verfügung, berichteten am Mittwoch in einem Pressegespräch die Personalstadträtin Mag. Renate Brauner, Sozialstadträtin Grete Laska und Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder. Dieses Pilotprojekt der Stadtverwaltung dient dazu, wie betont wurde, den jungen Müttern während des Aufenthaltes im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien u.a. die Beurkundung der Geburt des Kindes gleich nach der Geburt und ohne zusätzliche Behördenwege zu ermöglichen.

Brauner: Baby Point AKH als Modellversuch für Österreich

Für ganz Österreich vorbildlich, so Personalstadträtin Brauner, steht den Wöchnerinnen im AKH der Baby Point, als Außenstelle des Standesamtes Innere Stadt, mit insgesamt zwei Beamtinnen (eine Standesbeamtin und eine Kanzleibedienstete) mit einem eigenen Büro in der Zeit von 7.30 bis 15.30 Uhr zur Verfügung. Brauner weiter: "Die KundInnenfreundlichkeit geht teils soweit, dass Mitarbeiterinnen des Baby Points auch ans Wöchnerinnenbett kommen, um die vorbereiteten Dokumente zu finalisieren" (siehe Ablaufschema zum Baby Point).****

Sie sieht darin einen weiteren größeren Schritt der Wiener Stadtverwaltung Richtung Bürgernähe und Kundenfreundlichkeit - und dies ohne zusätzliches Personal und ohne wesentliche Kosten.

Rieder: Perfektes Service für junge Mütter

Für Wiens Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder geht das AKH
mit dem Baby-Point einen vorbildlichen Weg: "Für die jährlich rund 3.000 Frauen, die im AKH entbinden, stellt dieses Service eine entscheidende Hilfe dar."

"Gerade in den ersten Tagen nach der Geburt eines Kindes ist der Weg zum Standesamt für junge Mütter oft nur schwer möglich. Der Baby-Point hilft den Müttern, diese Phase ruhiger und somit
mit mehr Zeit für das Kind und sich selbst durchleben zu können", so Rieder.

Laska: Werdende Mütter zeitgerecht über Leistungen informieren

Mit der Einrichtung des Baby Point im Wiener AKH, betont die Wiener Sozialstadträtin Laska, hat Wien im dichten sozialen Netzwerk für junge Mütter einen zusätzlichen Knoten geknüpft.

Laska: "In den Ämtern für Jugend und Familie wird man die werdenden Mütter bei der Anmeldung des Wäschepaketes auf die Leistungen der Stadtverwaltung und dieses besonderen Serviceangebotes hinweisen."

Baby Point: Beurkundung von Namen; Geburtsurkunden, Vaterschaftsänderungen

Die Dependance des Standesamtes ist künftig gefragt, wenn es darum geht,
o die Geburt und den Namen des Kindes zu beurkunden,
o Geburtsurkunden und Staatsbürgerschaftsnachweise auszustellen,
o die Erklärung über die Anerkennung der Vaterschaft zu beurkunden

bzw. diese in die Geburtsurkunden einzutragen.
o und gegenbenenfalls (bei unehelicher Geburt) auch den

Kindesnamen in den Namen des Vaters umschreiben zu lassen.

Es wird jedoch speziell betont, dass die beiden
letztgenannten Leistungen die gleichzeitige Anwesenheit von Vater und Mutter im Krankenhaus erfordern.

Um dies zur vollen Zufriedenheit der jungen Mütter erledigen zu können, appelliert die zuständige Magistratsabteilung MA 61, alle notwendigen Unterlagen und Dokumente wie beispielsweise Geburts- oder Heiratsurkunden der Eltern, Meldezettel, Staatsbürgerschaftsnachweise der Eltern, für MigrantInnen einen Reisepass etc. mitzubringen.

Von den jährlich 3.300 Geburten im AKH betreffen rund 35 Prozent Migrantinnen, so Brauner. Als Service auch für diese Kundinnengruppe soll eine umfassende Infobroschüre, die auch in Englisch, Serbisch, Kroatisch und Türkisch verfasst sein wird, und auf den Standesämtern, in den Jugendämtern der Stadt Wien bei er Anmeldung von Wäschepaketen und auch bei der Geburtsanmeldung im AKH usw. aufliegen wird, detailliert Auskunft über die jeweils erforderlichen Dokumente geben.

Diese Informationen plus die anstehenden Kosten für die Ausstellung der diversen Nachweise gibt das Standesamt Wien-Innere Stadt unter der Telephonnummer 40134-08580.

Abschließend betonten die Politiker, dass man die Einrichtung des Baby Point im AKH auch als Initialzündung versteht. "Hier könnten sich auch andere - etwa die Bundespolizeidirektion Wien
bis hin zu den Krankenkassen mitansiedeln - und damit den
Kundinnen zusätzliche Behördenwege ersparen", so Brauner. (Schluß) wb

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