- 16.06.1999, 10:49:56
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Bauer: Naturschutz am Weg in das dritte Jahrtausend
Fachkonferenz am 17. und 18. Juni in Rabenstein
St.Pölten (NLK) - Am Donnerstag, 17. und Freitag, 18. Juni, findet
unter dem Titel "Naturschutz am Weg ins dritte Jahrtausend" im
Steinschalerhof in Rabenstein im Pielachtal eine Fachkonferenz mit
internationaler Beteiligung statt. Veranstalter ist die
Naturschutzabteilung des Landes Niederösterreich. Landesrat Dr.
Hannes Bauer wird morgen und am Freitag anwesend sein und auch das
neue niederösterreichische Naturschutzkonzept offiziell "in Betrieb"
nehmen: Auf der Basis einer eigenen Internet-Homepage werden über
alle Landschaftsräume Niederösterreichs Informationen und Ziele
gegeben. Damit soll der Naturschutz für die Bürger, für die
Wirtschaft und auch für die Fachwelt transparenter und offener
gestaltet werden. "Mit dem Naturschutzkonzept soll dem Zusammenspiel
der Interessensgruppen eine neue konstruktive Dynamik verliehen
werden. Man darf dem Naturschutz sozusagen in die Karten schauen und
ihn mitgestalten", sagte dazu heute der niederösterreichische
Naturschutzreferent.
"Der Naturschutz ist Partner der Bauern, der Gemeinden, der
Schulen, der Jäger und vieler anderer Gruppen in der Gestaltung und
Entwicklung unserer Landschaft", beschrieb Bauer die heutige
Situation der Arbeit. "Beim Naturschutz stellt unsere Generation nur
ein Glied in einer langen Kette dar, was uns eine große Verpflichtung
für die nächste Generation auferlegt. Und ich bin stolz, daß in
Niederösterreich die Naturschutzarbeit mit besonderem Engagement und
Erfolg betrieben wird. So liegen von den 30 österreichischen
Naturparken 21 in Niederösterreich. Wir unterzeichneten als einziges
Bundesland zwei Nationalparkabkommen. Mehr als 200 Millionen
Schilling im Jahr werden in Niederösterreich für Maßnahmen von der
Naturpflege bis hin zu LIFE-Projekten aufgewendet. Von den für
Österreich vergebenen EU-Mitteln für den Naturschutz fließen rund
zwei Drittel in unser Bundesland", merkte Bauer an, der auch den
vielen Bürgerbewegungen und Vereinen sowie dem Engagement der Jugend
den Dank aussprach.
Die zweitägige Fachtagung zeigt Niederösterreichs Kompetenz im
Bereich des Naturschutzes. Über 120 Teilnehmer besuchen die
Fachtagung, in der auch namhafte Referenten anderer Länder sprechen.
Keith Kirby aus Großbritannien berichtet über die erfolgreiche
Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft. Peter Gajdos
aus der Slowakei umschreibt die Naturschutz-Zielsetzungen der
nächsten Jahre in seinem Land. Reinhard Lentner aus Tirol erläutert,
wie und mit welchen Instrumentarien in Tirol Naturschutz und
Raumordnung kooperieren, und Johannes Kunisch legt mit Helga Gamerith
das Naturschutz-Leitbild Oberösterreichs dar. Georg Grabherr betont
in seinen Ausführungen, daß Naturschutz-Erfolgserlebnisse der letzten
Jahre den aktuellen Handlungsbedarf des Naturschutzes nicht zudecken
dürfen. Die Monotonisierung der Landschaft nehme weiter zu, die
Probleme beim Schutz der Arten und Lebensräume sind nicht kleiner
geworden.
Niederösterreich beteiligt sich an allen zur Verfügung stehenden
Programmen schon jetzt in einem hohen Ausmaß und ist österreichweit
Spitzenreiter: Rund 45 Millionen Schilling werden in Niederösterreich
jährlich für Naturschutzleistungen der Bauern im ÖPUL abgegolten. In
Zukunft werden diese Maßnahmen deutlich ausgebaut. Über 450 Millionen
Schilling konnten an LIFE-Mitteln lukriert werden, davon stammen rund
170 Millionen Schilling aus der EU. Noch offen ist, wie die
Ausgleichszahlungen für Naturschutzauflagen im Rahmen der ländlichen
Entwicklung abgegolten werden.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312
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