Bauer: Naturschutz am Weg in das dritte Jahrtausend

Fachkonferenz am 17. und 18. Juni in Rabenstein

St.Pölten (NLK) - Am Donnerstag, 17. und Freitag, 18. Juni, findet unter dem Titel "Naturschutz am Weg ins dritte Jahrtausend" im Steinschalerhof in Rabenstein im Pielachtal eine Fachkonferenz mit internationaler Beteiligung statt. Veranstalter ist die Naturschutzabteilung des Landes Niederösterreich. Landesrat Dr. Hannes Bauer wird morgen und am Freitag anwesend sein und auch das neue niederösterreichische Naturschutzkonzept offiziell "in Betrieb" nehmen: Auf der Basis einer eigenen Internet-Homepage werden über alle Landschaftsräume Niederösterreichs Informationen und Ziele gegeben. Damit soll der Naturschutz für die Bürger, für die Wirtschaft und auch für die Fachwelt transparenter und offener gestaltet werden. "Mit dem Naturschutzkonzept soll dem Zusammenspiel der Interessensgruppen eine neue konstruktive Dynamik verliehen werden. Man darf dem Naturschutz sozusagen in die Karten schauen und ihn mitgestalten", sagte dazu heute der niederösterreichische Naturschutzreferent.

"Der Naturschutz ist Partner der Bauern, der Gemeinden, der Schulen, der Jäger und vieler anderer Gruppen in der Gestaltung und Entwicklung unserer Landschaft", beschrieb Bauer die heutige Situation der Arbeit. "Beim Naturschutz stellt unsere Generation nur ein Glied in einer langen Kette dar, was uns eine große Verpflichtung für die nächste Generation auferlegt. Und ich bin stolz, daß in Niederösterreich die Naturschutzarbeit mit besonderem Engagement und Erfolg betrieben wird. So liegen von den 30 österreichischen Naturparken 21 in Niederösterreich. Wir unterzeichneten als einziges Bundesland zwei Nationalparkabkommen. Mehr als 200 Millionen Schilling im Jahr werden in Niederösterreich für Maßnahmen von der Naturpflege bis hin zu LIFE-Projekten aufgewendet. Von den für Österreich vergebenen EU-Mitteln für den Naturschutz fließen rund zwei Drittel in unser Bundesland", merkte Bauer an, der auch den vielen Bürgerbewegungen und Vereinen sowie dem Engagement der Jugend den Dank aussprach.

Die zweitägige Fachtagung zeigt Niederösterreichs Kompetenz im Bereich des Naturschutzes. Über 120 Teilnehmer besuchen die Fachtagung, in der auch namhafte Referenten anderer Länder sprechen. Keith Kirby aus Großbritannien berichtet über die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft. Peter Gajdos aus der Slowakei umschreibt die Naturschutz-Zielsetzungen der nächsten Jahre in seinem Land. Reinhard Lentner aus Tirol erläutert, wie und mit welchen Instrumentarien in Tirol Naturschutz und Raumordnung kooperieren, und Johannes Kunisch legt mit Helga Gamerith das Naturschutz-Leitbild Oberösterreichs dar. Georg Grabherr betont in seinen Ausführungen, daß Naturschutz-Erfolgserlebnisse der letzten Jahre den aktuellen Handlungsbedarf des Naturschutzes nicht zudecken dürfen. Die Monotonisierung der Landschaft nehme weiter zu, die Probleme beim Schutz der Arten und Lebensräume sind nicht kleiner geworden.

Niederösterreich beteiligt sich an allen zur Verfügung stehenden Programmen schon jetzt in einem hohen Ausmaß und ist österreichweit Spitzenreiter: Rund 45 Millionen Schilling werden in Niederösterreich jährlich für Naturschutzleistungen der Bauern im ÖPUL abgegolten. In Zukunft werden diese Maßnahmen deutlich ausgebaut. Über 450 Millionen Schilling konnten an LIFE-Mitteln lukriert werden, davon stammen rund 170 Millionen Schilling aus der EU. Noch offen ist, wie die Ausgleichszahlungen für Naturschutzauflagen im Rahmen der ländlichen Entwicklung abgegolten werden.

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