• 16.06.1999, 09:57:18
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  • OTS0062

ÖGJ: Betriebe nicht aus der Ausbildungs-Pflicht entlassen

Übernahme von Lehrlings-Lohnkosten keine sinnvolle Lösung

Wien (ÖGB). Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) hält die
gestern vom Kollegium der Kärntner Landesregierung beschlossene
Übernahme der Lohnkosten für Lehrlinge im ersten Lehrjahr im
Ausmaß von zwei Monatslöhnen für keine langfristige Problemlösung
und für einen nicht sinnvollen Alleingang eines Bundeslandes.++++

"In den vergangenen zwei Jahren wurden bundesweit zahlreiche
finanzielle Anreize für Ausbildungsbetriebe und einige Reduktionen
der Schutzmaßnahmen geschaffen. 620 Millionen Schilling an
Förderungen und Ersparnisse für die Betriebe von insgesamt etwa
1,6 Milliarden Schilling sind genug", so Albert Maringer,
Vorsitzender der ÖGJ, und weiter: "Die Betriebe dürfen nicht aus
ihrer Pflicht entlassen werden. Qualitativ hochwertige Ausbildung
hat eben ihren Preis." Um die Situation am österreichischen
Lehrstellenmarkt dauerhaft zu lösen sei - so die ÖGJ - eine
langfristige Methode, wie ein Lastenausgleich zwischen
ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben notwendig.(zm)

ÖGB, 16. Juni 1999 Nr. 291

Rückfragehinweis: ÖGJ-Öffentlichkeitsarbeit

Mag. Martina Zowack
Tel. (01) 534 44/310 Dw.

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