Sacher: NÖ Musikschulgesetz ist beschlußreif

Dienst- und besoldungsrechtliche Bestimmungen mit der Personalvertretung akkordiert

St. Pölten, (SPI) - Die derzeitige Situation in der niederösterreichischen Musikschullandschaft ist unbefriedigend: Ohne Strukturreform mittels eines neuen Musikschulgesetzes würde ein weiteres Sparprogramm sowie eine weitere Deckelung der Landeszuschüsse unweigerlich bevorstehen, was zu einem Qualitätsabfall führen würde und die Kostenschere würde sich für die schulerhaltenden Gemeinden, die Vereine und die Eltern weiter öffnen. Im Schuljahr 1997/98 wurden in Niederösterreich an den von den Gemeinden und Gemeindeverbänden geführten Musikschulen rund 3.000 Lehrkräfte mit einer Gesamtwochenstundenanzahl von rund 33.000 Stunden beschäftigt.****

"In diesem Bereich wird es zu einer deutlichen Neuorientierung kommen. Mit der Schaffung eines eigenen Entlohnungsschemas für Musikschullehrer, das höhere Anfangsbezüge und in späterer Folge eine Abflachung der Gehaltskurve vorsieht, wird allgemein gesellschaftlichen Erfordernissen - mehr Geld für Berufsanfänger -Rechnung getragen. Die Erhöhung der Lehrverpflichtung um zwei Wochenstunden mag zwar für die Berufsgruppe Grund zum Unmut geben, diese Maßnahme stellt sich bei näherer Betrachtung hauptsächlich als Angleichung auf eine ohnehin betriebene Praxis. Dezidiert muß auch festgestellt werden, daß alle Bestimmungen nur für neueintretende MusikschullehrerInnen gilt, bereits bestehende Verträge werden nicht geändert, wobei jedoch für alle bereits in einem Vertragsverhältnis stehenden die Möglichkeit besteht, auf die neuen Bestimmungen zu optieren", informiert SP-Landtagsabgeordneter Ewald Sacher, im Verhandlungsteam der SPÖ zum neuen Musikschulgesetz, über die nun beschlußreife Fassung des neuen Musikschulgesetzes, welches dem NÖ Landtag in der Sitzung am 24. Juni zur Beschlußfassung vorliegen wird.

"Die dienst- und besoldungsrechtlichen Auswirkungen wurden in entsprechenden Verhandlungen mit der Gewerkschaft diskutiert, wobei auch Übereinstimmung erzielt werden konnte. Besonders positiv ist auch zu vermerken, daß das sozialdemokratische Anliegen einer Steigerung des Landesbeitrages im Neuentwurf Rechnung getragen wird. Erstmals wird es nächstes Jahr - nach vielen Jahren der Stagnation -eine 10prozentige Steigerung der Landesförderung geben", so Sacher weiter. Mit der neuen Gliederung der Musikschulen wird für alle Beteiligten Land, Gemeinden, Lehrkräfte - eine funktionelle und transparente Organisation geschaffen, die einerseits effizienteres Lernen und Lehren ermöglicht, andererseits aber auch dem Spargedanken für die Schulerhalter und die Eltern Rechnung trägt. Die aktuellen Probleme auf der Kostenseite werden damit sicherlich bereinigt. (Schluß) fa

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