Das Waldviertel auf dem Weg zur Topregion

Präsentation von Modellprojekten bei der Waldviertel-Enquete

St.Pölten (NLK) - Eine Enquete des "Club Niederösterreich" informierte heute in Eggenburg über jene Projekte, die unmittelbare Folge des Milliarden-Fitnessprogrammes für das Grenzland sind. Nach dem Einleitungsreferat von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, das sich - wie berichtet - mit den Grundzügen der Entwicklung nach der Grenzöffnung und mit den sich daraus ergebenden politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen beschäftigte, referierten Experten über wichtige Bereiche der Entwicklung.

Dr. Richard Plitzka berichtete über die Vorschläge der Landesgesellschaft ECO PLUS für die Förderung von strategischen Schlüsselprojekten im industriell-gewerblichen und touristischen Bereich. Gefragt sind qualitätvolle Projekte mit Anstoßwirkung für Regionalentwicklungen. Hofrat Dipl.Ing. Fridolin Hietel präsentierte Projekte aus dem landwirtschaftlichen Bereich. Hier sollen Mittel eingesetzt werden, um biogene Rohstoffe herzustellen und verschiedene Initiativen zu vernetzen, um unnötige Konkurrenz zu vermeiden. Realisiert werden vor allem Kooperationen zwischen Landwirtschaft und Gewerbe, Tourismus und Agrarindustrie. Mag. Barbara Komarek befaßte sich mit EU-Regionalpolitik in Niederösterreich. Mit Unterstützung der EU sollten die strukturschwachen Landesteile wirksame Impulse für eine dynamische Entwicklung erhalten. Im Rahmen der Agenda 2000 werde von 2000 bis 2006 das "Kohäsionsziel" Abbau der wirtschaftlichen und sozialen Disparitäten verfolgt. Zur "telematischen Musterregion" soll das Waldviertel werden. Darüber berichtete Josef Mayerhofer vom Waldviertelmanagement. Ein regionaler Internet-Provider wurde ins Leben gerufen, ebenso eine Waldviertler Datenbank mit Informationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wirtschaft und Tourismus. Flächendeckend werden Telestuben eingerichtet. Dir. Adolf Kastner, Landesbeauftragter für das Waldviertel, zeigte den Reichtum des Landes an Naturstoffen auf, die für Pharmapräparate verwendet werden. Mag. Ewald Volk vom EU-Regionalmanagement Waldviertel legte die Konzeption des grenzüberschreitenden ACCESS Industrial Park Gmünd - Ceske Velenice dar. Dort können, weltweit einmalig, Unternehmen an einem Betriebsstandort die spezifischen Standortvorteile zweier Länder in Anspruch nehmen. Die Grenze verläuft mitten durch den Wirtschaftspark. Mit "Tourismusstrategien für das Waldviertel" befaßte sich Franz Gruber von der Tourismusregion Waldviertel. Aufgrund internationaler Entwicklungen gebe es für das Waldviertel eine neue Situation und neue Konkurrenzen. Die Chancen der Region liege im Kurzurlaub, bei den Nächtigungen sei der Anteil des Waldviertels noch relativ gering. Die weitere Konzeptentwicklung sei im Gange. Mit der Gründung der Waldviertel Tourismus GmbH wurden marktnahes Agieren und hohe Professionalität möglich. Das Waldviertel wird zur Marke in Wirtschaft und Landwirtschaft.

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