- 14.06.1999, 14:19:18
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Das Waldviertel auf dem Weg zur Topregion
Präsentation von Modellprojekten bei der Waldviertel-Enquete
St.Pölten (NLK) - Eine Enquete des "Club Niederösterreich"
informierte heute in Eggenburg über jene Projekte, die unmittelbare
Folge des Milliarden-Fitnessprogrammes für das Grenzland sind. Nach
dem Einleitungsreferat von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, das sich
- wie berichtet - mit den Grundzügen der Entwicklung nach der
Grenzöffnung und mit den sich daraus ergebenden politischen und
wirtschaftlichen Konsequenzen beschäftigte, referierten Experten über
wichtige Bereiche der Entwicklung.
Dr. Richard Plitzka berichtete über die Vorschläge der
Landesgesellschaft ECO PLUS für die Förderung von strategischen
Schlüsselprojekten im industriell-gewerblichen und touristischen
Bereich. Gefragt sind qualitätvolle Projekte mit Anstoßwirkung für
Regionalentwicklungen. Hofrat Dipl.Ing. Fridolin Hietel präsentierte
Projekte aus dem landwirtschaftlichen Bereich. Hier sollen Mittel
eingesetzt werden, um biogene Rohstoffe herzustellen und verschiedene
Initiativen zu vernetzen, um unnötige Konkurrenz zu vermeiden.
Realisiert werden vor allem Kooperationen zwischen Landwirtschaft und
Gewerbe, Tourismus und Agrarindustrie. Mag. Barbara Komarek befaßte
sich mit EU-Regionalpolitik in Niederösterreich. Mit Unterstützung
der EU sollten die strukturschwachen Landesteile wirksame Impulse für
eine dynamische Entwicklung erhalten. Im Rahmen der Agenda 2000 werde
von 2000 bis 2006 das "Kohäsionsziel" Abbau der wirtschaftlichen
und sozialen Disparitäten verfolgt. Zur "telematischen
Musterregion" soll das Waldviertel werden. Darüber berichtete Josef
Mayerhofer vom Waldviertelmanagement. Ein regionaler
Internet-Provider wurde ins Leben gerufen, ebenso eine Waldviertler
Datenbank mit Informationen aus den Bereichen Landwirtschaft,
Wirtschaft und Tourismus. Flächendeckend werden Telestuben
eingerichtet. Dir. Adolf Kastner, Landesbeauftragter für das
Waldviertel, zeigte den Reichtum des Landes an Naturstoffen auf, die
für Pharmapräparate verwendet werden. Mag. Ewald Volk vom
EU-Regionalmanagement Waldviertel legte die Konzeption des
grenzüberschreitenden ACCESS Industrial Park Gmünd - Ceske Velenice
dar. Dort können, weltweit einmalig, Unternehmen an einem
Betriebsstandort die spezifischen Standortvorteile zweier Länder in
Anspruch nehmen. Die Grenze verläuft mitten durch den
Wirtschaftspark. Mit "Tourismusstrategien für das Waldviertel"
befaßte sich Franz Gruber von der Tourismusregion Waldviertel.
Aufgrund internationaler Entwicklungen gebe es für das Waldviertel
eine neue Situation und neue Konkurrenzen. Die Chancen der Region
liege im Kurzurlaub, bei den Nächtigungen sei der Anteil des
Waldviertels noch relativ gering. Die weitere Konzeptentwicklung sei
im Gange. Mit der Gründung der Waldviertel Tourismus GmbH wurden
marktnahes Agieren und hohe Professionalität möglich. Das Waldviertel
wird zur Marke in Wirtschaft und Landwirtschaft.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200-2174
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