Apotheker zum Schulschluß: Prüfungsangst nicht kritiklos mit Medikamenten bekämpfen

Wien (OTS) - Rechtzeitig zur Prüfungszeit vor Schulschluß warnt die Apothekerkammer davor, Schulprobleme, also etwa Prüfungsstreß und Prüfungsangst, kritiklos mit Medikamenten zu behandeln. Dazu der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Herbert Cabana:
"Es geht darum, den vernünftigen Gebrauch von Medikamenten vom Mißbrauch klar abzugrenzen. Es gibt Kinder, die regelmäßig Arzneimittel brauchen, etwa Asthmatiker. Gefährlich kann es werden, wenn die Eltern, oder die Schüler selbst, versuchen, Prüfungsstreß mit Beruhigungsmitteln oder mit Ecstasy-Tabletten und Alkohol zu bekämpfen. Das kann schnell zu Abhängigkeiten führen."

Gerade Kinder und Jugendliche müssen lernen mit Streßsituationen aus eigener Kraft fertig zu werden. Dazu brauchen sie unsere Zuwendung und Unterstützung. Mißbräuchlich verwendet können Arzneimittel, Alkohol oder andere Mittel als Einstiegsdrogen in spätere Suchtgiftabhängigkeit führen. Denn diese Jugendlichen haben gelernt, so Cabana, daß unangenehme Gefühle in bestimmten Situationen durch das Schlucken von derartigen Mitteln kurzfristig vermieden werden können.

Besorgte Eltern sollten daher folgende Fragen für ihr Kind beantworten:

1. Zeigt Ihr Kind in Streßsituationen (z.B. Prüfungen) Auffälligkeiten oder wird es häufig krank?

2. Fällt auf, daß Ihr Kind häufig zu Medikamenten oder Mitteln (Energydrinks, Alkohol, unkontrollierter Gebrauch von Vitaminpräparaten, Alkohol, Nikotin, ...) greift, von denen es aufputschende oder beruhigende Wirkung erwartet?

Präsident Cabana: "Wenn Sie als Eltern nach Beantwortung dieser Fragen den Eindruck haben, daß Ihr Kind gefährdet ist abhängig zu werden, wenden Sie sich an einen Fachmann. Fragen Sie Ihren Apotheker, der Ihnen kostenlos und anonym weiterhelfen kann oder wenden Sie sich an die schulpsychologischen Beratungsstellen der Landesschulräte!"

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