• 14.06.1999, 09:16:56
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  • OTS0308

Zwischenbilanz der Rotkreuz-Hilfe - Schwerpunkte sind Österreich-Camp und Lieferung von Lebensmittelpaketen=

Wien (OTS) - Neben der Leitung des Flüchtlingslagers im
Österreich-Camp, in dem rund um die Uhr 50 Rotkreuz-Mitarbeiter im
Einsatz sind, entsendet das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) 98.000
Lebensmittelpakete im Wert von 12,8 Mio. Schilling in das
Krisengebiet. In Shkodra (Nordalbanien) unterstützt das ÖRK das
Suppenküchenprogramm des regionalen Roten Kreuzes. Um die
Blutversorgung aufrecht zu erhalten, wurden dem Roten Kreuz
Mazedonien Blutbeutel und Transfusionsgeräte im Wert von über 500.000
Schilling zur Verfügung gestellt.

48.000 Lebensmittelpakete, sogenannte "Individual Food Parcels", sind
nach Albanien geliefert worden, wo sie durch das Internationale Rote
Kreuz verteilt werden. "Jedes Paket beinhaltet acht Kilo Mehl und 10
Kilo gemischte Nahrungsmittel. Damit ist das Überleben einer Person
einen Monat lang gesichert", erklärt Bernhard Jany, Sprecher des
Österreichischen Roten Kreuzes. Weitere 50.000 Lebensmittelpakete des
Österreichischen Roten Kreuzes im Wert von 6,3 Mio. Schilling werden
vom Internationalen Roten Kreuz an die hilfsbedürftige Bevölkerung in
Jugoslawien verteilt. Nach Mazedonien wurden bereits 9.300 Blutbeutel
für Blutabnahmen, diverses Transfusionsmaterial und Laborartikel
entsendet. "Das Mazedonische Rote Kreuz war mit der Bitte an uns
herangetreten, Sie bei der Blutversorgung der Bevölkerung zu
unterstützen", so Jany.

Für das Österreich-Camp wurden 15 LKWs im Wert von jeweils 300.000
Schilling mit Versorgungsgütern für die Flüchtlinge nach Albanien
entsandt. Neben den rund 50 Rotkreuz-Helfern, die mit den Bereichen
Logistik, Telekommunikation, Trinkwasseraufbereitung und Feldküche
betraut sind, haben fünf Mitarbeiter des Jugendrotkreuzes gemeinsam
mit kosovarischen Kollegen die pädagogische Betreuung der Kinder und
Jugendlichen im Camp übernommen. "Täglich unterrichten 34
kosovarische Lehrer die Kinder im Camp, um den versäumten
Schulunterricht nachholen", berichtet Jany. Das Österreich-Camp wird
nun aus dem öffentlichen Netz mit Strom versorgt. Das örtliche
Energieversorgungs-Unternehmen, SESA, hat die Finanzierung des
Stromverbrauches des Österreich-Camps zugesagt. Die Verkabelung und
die Beleuchtungsmasten für die Wege und Plätze im Camp wurden von der
EVN und Wienstrom gemeinsam zur Verfügung gestellt.

Das Österreichische Rote Kreuz ersucht weiterhin um Spenden auf das
Konto von "Nachbar in Not - Kosovo: Österreicher helfen" PSK-Konto:
76 00 111.

Rückfragehinweis: ÖRK-Pressestelle

Mag. Bernhard Jany
Tel.: (01) 58 900/151
www.redcross.or.at

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