Kautz: Aktuelle Studie belegt Horror-Verkehrssituation im Süden Niederösterreichs

Sozialdemokraten fordern umfassendes Maßnahmenbündel in der Verkehrspolitik

St. Pölten, (SPI) - "Der Süden Wiens ist derzeit mit einer Spitzenbelastung von bis zu 760.000 Kraftfahrzeugen pro Tag (allein zwischen Vösendorf und Inzersdorf passieren täglich 175.000 Fahrzeuge die A2 - das ist ein Vielfaches des Verkehrsaufkommens der sogenannten "Transithölle Brenner-Autobahn") an der Grenze der zumutbaren Belastung angelangt. Nun belegt eine bisher unter Verschluß gehaltene Studie im Auftrag des Landes Niederösterreichs, daß bis zum Jahr 2015 der Verkehr um rund ein Drittel auf täglich 1,1 Millionen Fahrzeuge ansteigen wird. Damit ist der Verkehrsinfarkt vorprogrammiert, die Lebensqualität der Menschen wird weiter abnehmen und die Folgekosten der täglichen Staus werden sich vervielfachen", befürchtet der Neunkirchner SP-Landtagsabgeordnete Herbert Kautz.****

"Wie weit allerdings dieses Szenario von den Verkehrsverantwortlichen des Landes Niederösterreich ernst genommen zu werden scheint, dokumentiert schon die Tatsache, daß im NÖ Landtag in den vergangenen Monaten mehrere Aktuelle Stunden zum Thema "Verkehrspolitik" stattgefunden haben, NÖ-Landesverkehrsreferent Erwin Pröll es aber offenbar nicht der Mühe wert gefunden hat, diese Studie dem Landtag zu präsentieren oder das Landesparlament über die Ergebnisse zu informieren. Die Studie zeigt auch klar, daß der öffentliche Verkehr mit seinem derzeitigen Angebot nicht einmal in der Lage ist, die jährlichen Verkehrszuwachsraten abzufangen. Vielmehr ist in den letzten Jahren zu beobachten, daß es sogar zu Anteilsverlusten des ÖV kommt. Damit die Region südlich von Wien in Zukunft nicht vollkommen und endgültig im Verkehr erstickt, sind weitreichende Ausbaumaßnahmen im öffentlichen Verkehr, im Nahverkehr, bei der bestehenden Straßen-Infrastruktur, aber auch im Bereich der Raumordnung notwendig.

In Anbetracht der Studie fordern die NÖ Sozialdemokraten daher ein umfassendes Sofort-Maßnahmenpaket:

Kreuzungsfreie Führung der Badener Bahn inkl. Taktverdichtung sowie Einbindung der Badener-Bahn in das Wiener U-Bahn-Netz Taktverdichtung auf der Südbahn bis Payerbach-Reichenau
Schaffung eines vernetzten Bus-Zubringerverkehrs zu den Verkehrsknotenpunkten
Verlängerung der Wiener U-Bahn - auch oberirdisch - bis zumindest Mödling
Vierspuriger Ausbau der Südautobahn bis Wiener Neustadt
Im Bereich der Raumordnung:
Verstärkte Berücksichtigung der verkehrspolitischen Erfordernisse im Rahmen von Betriebsansiedelungen und der Konzeption der Siedlungsstruktur
Schaffung zusätzlicher "Betriebsansiedelungszentren" in Zusammenarbeit mit der Eco-Plus, beispielsweise im Raum Wiener Neustadt und Neunkirchen - Stichwort: Arbeitsplätze sollen zu den Menschen kommen
Raumordnungspolitische Entlastung des unmittelbaren Wiener Umlandes Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Wien und NÖ in Verkehrsfragen

"Tausende Menschen verlieren Tag für Tag wertvolle Zeit, wertvolle Arbeits- und auch Freizeit im Stau, beim Warten auf den nächsten Anschluß oder im Schritttempo auf der Autobahn. Tausenden Bürgern wird ihre Lebensqualität immer mehr beschnitten und Hunderte ansässige Betriebe haben durch die alltägliche Verkehrssituation Betriebserschwernisse zu tragen, ja die Wirtschaft sieht das tägliche Verkehrschaos zunehmend als Standortnachteil. Rascher Handlungsbedarf ist gegeben - wir müssen jetzt handeln, um den prognostizierten Szenario auch nur einigermaßen begegnen zu können", so Abg. Kautz abschließend.
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