• 09.06.1999, 10:50:06
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  • OTS0108

Kautz: Aktuelle Studie belegt Horror-Verkehrssituation im Süden Niederösterreichs

Sozialdemokraten fordern umfassendes Maßnahmenbündel in der Verkehrspolitik

St. Pölten, (SPI) - "Der Süden Wiens ist derzeit mit einer
Spitzenbelastung von bis zu 760.000 Kraftfahrzeugen pro Tag (allein
zwischen Vösendorf und Inzersdorf passieren täglich 175.000 Fahrzeuge
die A2 - das ist ein Vielfaches des Verkehrsaufkommens der
sogenannten "Transithölle Brenner-Autobahn") an der Grenze der
zumutbaren Belastung angelangt. Nun belegt eine bisher unter
Verschluß gehaltene Studie im Auftrag des Landes Niederösterreichs,
daß bis zum Jahr 2015 der Verkehr um rund ein Drittel auf täglich 1,1
Millionen Fahrzeuge ansteigen wird. Damit ist der Verkehrsinfarkt
vorprogrammiert, die Lebensqualität der Menschen wird weiter abnehmen
und die Folgekosten der täglichen Staus werden sich vervielfachen",
befürchtet der Neunkirchner SP-Landtagsabgeordnete Herbert Kautz.****

"Wie weit allerdings dieses Szenario von den Verkehrsverantwortlichen
des Landes Niederösterreich ernst genommen zu werden scheint,
dokumentiert schon die Tatsache, daß im NÖ Landtag in den vergangenen
Monaten mehrere Aktuelle Stunden zum Thema "Verkehrspolitik"
stattgefunden haben, NÖ-Landesverkehrsreferent Erwin Pröll es aber
offenbar nicht der Mühe wert gefunden hat, diese Studie dem Landtag
zu präsentieren oder das Landesparlament über die Ergebnisse zu
informieren. Die Studie zeigt auch klar, daß der öffentliche Verkehr
mit seinem derzeitigen Angebot nicht einmal in der Lage ist, die
jährlichen Verkehrszuwachsraten abzufangen. Vielmehr ist in den
letzten Jahren zu beobachten, daß es sogar zu Anteilsverlusten des ÖV
kommt. Damit die Region südlich von Wien in Zukunft nicht vollkommen
und endgültig im Verkehr erstickt, sind weitreichende Ausbaumaßnahmen
im öffentlichen Verkehr, im Nahverkehr, bei der bestehenden
Straßen-Infrastruktur, aber auch im Bereich der Raumordnung
notwendig.

In Anbetracht der Studie fordern die NÖ Sozialdemokraten daher ein
umfassendes Sofort-Maßnahmenpaket:

Kreuzungsfreie Führung der Badener Bahn inkl. Taktverdichtung sowie
Einbindung der Badener-Bahn in das Wiener U-Bahn-Netz
Taktverdichtung auf der Südbahn bis Payerbach-Reichenau
Schaffung eines vernetzten Bus-Zubringerverkehrs zu den
Verkehrsknotenpunkten
Verlängerung der Wiener U-Bahn - auch oberirdisch - bis zumindest
Mödling
Vierspuriger Ausbau der Südautobahn bis Wiener Neustadt
Im Bereich der Raumordnung:
Verstärkte Berücksichtigung der verkehrspolitischen Erfordernisse im
Rahmen von Betriebsansiedelungen und der Konzeption der
Siedlungsstruktur
Schaffung zusätzlicher "Betriebsansiedelungszentren" in
Zusammenarbeit mit der Eco-Plus, beispielsweise im Raum Wiener
Neustadt und Neunkirchen - Stichwort: Arbeitsplätze sollen zu den
Menschen kommen
Raumordnungspolitische Entlastung des unmittelbaren Wiener Umlandes
Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Wien und NÖ in
Verkehrsfragen

"Tausende Menschen verlieren Tag für Tag wertvolle Zeit, wertvolle
Arbeits- und auch Freizeit im Stau, beim Warten auf den nächsten
Anschluß oder im Schritttempo auf der Autobahn. Tausenden Bürgern
wird ihre Lebensqualität immer mehr beschnitten und Hunderte
ansässige Betriebe haben durch die alltägliche Verkehrssituation
Betriebserschwernisse zu tragen, ja die Wirtschaft sieht das
tägliche Verkehrschaos zunehmend als Standortnachteil. Rascher
Handlungsbedarf ist gegeben - wir müssen jetzt handeln, um den
prognostizierten Szenario auch nur einigermaßen begegnen zu können",
so Abg. Kautz abschließend.
(Schluß) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200/2794

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