ARBÖ: Mit dem 125ccm-Motorrad ins Ausland?

Wien (ARBÖ) - Sommerzeit - Zweiradzeit. Viele
Führerscheinbesitzer der Klasse B nennen auch eine 125ccm-Maschine ihr eigen und genießen damit ab und zu die "zweirädrige Freiheit". Ob damit auch Auslandsfahrten durchgeführt werden dürfen, darüber informieren die ARBÖ-Experten.

Stolze Lenker von 125ccm-Maschinen dürfen derzeit nur in Österreich und in Italien unterwegs sein, denn national erteilte Berechtigungen, wie das Lenken von Krafträdern mit einem Führerschein der Klasse B unter bestimmten Voraussetzungen, werden von anderen Staaten (auch von EU-Mitgliedern) nicht automatisch anerkannt. Nach Auskunft des Verkehrsministeriums wird bis dato dieser Code nur von Italien akzeptiert. ARBÖ-Experte Dipl.Ing. Martin Ognar: "Daher ist das Lenken eines Kraftrades mit maximal
125 ccm Hubraum mit einem B-Führerschein nur in Österreich und Italien erlaubt."

Der ARBÖ faßt noch einmal die wichtigsten Aspekte zusammen, die man für das Lenken der 125er-Maschinen wissen muß:

* Seit 1. November 1997 dürfen Führerscheinbesitzer der Klasse B auch Krafträder mit einem Hubraum von nicht mehr als 125 ccm und einer Motorleistung von maximal 11 kW lenken.

* Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
1. 5jähriger Besitz einer gültigen Lenkberechtigung der Klasse B 2. abgelaufene Probezeit
3. Bestätigung über praktische Fahrübungen im Ausmaß von sechs Stunden (diese werden in einigen Bundesländern direkt vom ARBÖ angeboten, in den übrigen erhalten ARBÖ-Mitglieder Vergünstigungen bei ausgewählten Fahrschulen). Die erforderliche Bestätigung wird nach Kursende ausgefolgt. Nach Überprüfung der Voraussetzungen erhält man von der Behörde einen neuen "EU-Führerschein", versehen mit dem Eintrag des dafür vorgesehenen Zahlencodes 111, womit man zum Lenken dieser Krafträder berechtigt wird. Dabei ist
anzumerken, daß generell dreistellige Codes im "EU-Führerschein" nur nationale Gültigkeit haben, während zweistellige Codes international gelten.

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