• 05.06.1999, 12:58:29
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Europa-Forum Wachau 1999

Pröll: Die Globalisierungsfalle vermeiden und der Mentalitätsfalle entkommen

Göttweig (NLK) - Unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Dr. Erwin
Pröll und Vizekanzler und Bundesminister Dr. Wolfgang Schüssel wird
an diesem Wochenende unter dem Titel "Europa 2000: Eine Union für die
Bürger, eine Union mit globaler Verantwortung" das Europa-Forum
Wachau 1999 in Stift Göttweig abgehalten. Pröll bemerkte dabei, daß
sich die hochkarätige Diskussionsrunde in fünf Jahren zu einer
Selbstverständlichkeit für alle entwickelt habe, denen die Zukunft
des Kontinents am Herzen liege. Niederösterreich sei durch seine
geopolitische Lage als Brücke zu den Ländern Ostmitteleuropas
besonders prädestiniert, gemeinsam im Dialog mit anderen den Weg in
die Zukunft zu definieren. ****

Der Titel der Veranstaltung signalisiere die Notwendigkeit,
globale Verantwortung wahrzunehmen und den Anspruch auf Bürgernähe
nicht zu verlieren und so dem Gemeinwohl der Mitmenschen zu dienen,
ohne die Identität und Eigenständigkeit der Regionen preiszugeben. In
Niederösterreich bestimme insbesondere die anstehende Erweiterung die
Zukunftsperspektive. Dabei müsse man selbst initiativ werden, Chancen
optimieren und Risiken minimieren. Die Ressourcen auf die es ankomme,
um die Globalisierungsfalle zu vermeiden und der Mentalitätsfalle zu
entkommen, seien initiative Menschen, Optimismus, Ideenreichtum und
Tatkraft.

Der Ostflügel des Hauses Europa sei nun reif für die
Revitalisierung. Niederösterreich könne optimistisch und selbstbewußt
den Weg vom Grenz- und Kernland antreten. Mit dem NÖ Fitneßprogramm,
mit den Investitionen in Infrastruktur und dem sich entwickelnden
neuen Markt von 400 Millionen Menschen werde Niederösterreich so
stark, daß es den Nachbarn ein guter Partner mit starken Regionen im
Sinne des Landes sein könne. Europa habe nur dann eine Chance, wenn
es starke Regionen gebe, in denen auf die Bürger nicht vergessen
werde. Niederösterreich werde auf dem Weg in das nächste Jahrtausend
dabei ein guter und konstruktiver Partner bleiben.

Zum Thema "Europa 2000: Demokratische Legitimität und politische
Kontrolle" sagte Dr. Pavol Hamzik, Vizepremier der slowakischen
Republik, ein Beitritt dürfe nicht aus Selbstzweck geschehen, sondern
müsse einen Mehrwert für alle Beteiligten darstellen. Die Slowakei
sei unaufhaltsam auf dem Weg in Richtung Demokratie, EU und NATO. Dr.
Lothar Späth, Ministerpräsident a.D. des Landes Baden-Württemberg,
führte an, es gebe zur EU in Europa keine Alternative. Europa dürfe
nicht rückentwickelt werden. Die Wettbewerbsfähigkeit könne aber
nicht auf Europa beschränkt bleiben, sei doch Europa als Markt durch
die Globalisierung längst überholt.

(Schluß)

Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2180

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