Europa-Forum Wachau 1999

Pröll: Die Globalisierungsfalle vermeiden und der Mentalitätsfalle entkommen

Göttweig (NLK) - Unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Vizekanzler und Bundesminister Dr. Wolfgang Schüssel wird an diesem Wochenende unter dem Titel "Europa 2000: Eine Union für die Bürger, eine Union mit globaler Verantwortung" das Europa-Forum Wachau 1999 in Stift Göttweig abgehalten. Pröll bemerkte dabei, daß sich die hochkarätige Diskussionsrunde in fünf Jahren zu einer Selbstverständlichkeit für alle entwickelt habe, denen die Zukunft des Kontinents am Herzen liege. Niederösterreich sei durch seine geopolitische Lage als Brücke zu den Ländern Ostmitteleuropas besonders prädestiniert, gemeinsam im Dialog mit anderen den Weg in die Zukunft zu definieren. ****

Der Titel der Veranstaltung signalisiere die Notwendigkeit, globale Verantwortung wahrzunehmen und den Anspruch auf Bürgernähe nicht zu verlieren und so dem Gemeinwohl der Mitmenschen zu dienen, ohne die Identität und Eigenständigkeit der Regionen preiszugeben. In Niederösterreich bestimme insbesondere die anstehende Erweiterung die Zukunftsperspektive. Dabei müsse man selbst initiativ werden, Chancen optimieren und Risiken minimieren. Die Ressourcen auf die es ankomme, um die Globalisierungsfalle zu vermeiden und der Mentalitätsfalle zu entkommen, seien initiative Menschen, Optimismus, Ideenreichtum und Tatkraft.

Der Ostflügel des Hauses Europa sei nun reif für die Revitalisierung. Niederösterreich könne optimistisch und selbstbewußt den Weg vom Grenz- und Kernland antreten. Mit dem NÖ Fitneßprogramm, mit den Investitionen in Infrastruktur und dem sich entwickelnden neuen Markt von 400 Millionen Menschen werde Niederösterreich so stark, daß es den Nachbarn ein guter Partner mit starken Regionen im Sinne des Landes sein könne. Europa habe nur dann eine Chance, wenn es starke Regionen gebe, in denen auf die Bürger nicht vergessen werde. Niederösterreich werde auf dem Weg in das nächste Jahrtausend dabei ein guter und konstruktiver Partner bleiben.

Zum Thema "Europa 2000: Demokratische Legitimität und politische Kontrolle" sagte Dr. Pavol Hamzik, Vizepremier der slowakischen Republik, ein Beitritt dürfe nicht aus Selbstzweck geschehen, sondern müsse einen Mehrwert für alle Beteiligten darstellen. Die Slowakei sei unaufhaltsam auf dem Weg in Richtung Demokratie, EU und NATO. Dr. Lothar Späth, Ministerpräsident a.D. des Landes Baden-Württemberg, führte an, es gebe zur EU in Europa keine Alternative. Europa dürfe nicht rückentwickelt werden. Die Wettbewerbsfähigkeit könne aber nicht auf Europa beschränkt bleiben, sei doch Europa als Markt durch die Globalisierung längst überholt.

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