Tumpel: Investitionen für den Bahnausbau ausweiten

Wien (OTS) – Eine Beschleunigung der Investitionen in die europäische Verkehrsinfratsruktur fordert AK Präsident Herbert Tumpel. Er begrüße die Aufstockung der Mittel für diese Investitionen durch den EU-Rat am Kölner Gipfel, "aber Mittel versprechen genügt nicht, jetzt muß zu bauen begonnen werden". Bei der Überarbeitung der Projektliste solle vor allem der Bahn Priorität eingeräumt werden, so Tumpel. Es sei zwar notwendig, Mittel für die Sicherheit im Straßenverkehr bereitzustellen. Aber die Verkehrsgelder nur in den Bau von Straßentunnels zu stecken wäre "kurzsichtig". Notwendig sei vielmehr ein Ausbau der europäischen und österreichischen Schienennetze, um den Lkw-Verkehr – und nicht nur Gefahrenguttransporte – so viel wie möglich von der Straße weg zu bekommen. Gerade im Hinblick auf die Osterweiterung müsse in die Eisenbahn investiert werden – ansonsten drohe Österreich zu einem Straßentransitland nicht nur auf der Nord-Süd Route sondern auch in West-Ost Richtung zu
werden. ****

Der Verkehrstrend in Europa sei besorgniserregend, so Tumpel. Das Volumen des Güterverkehrs betrage rund 1,6 Milliarden Tonnenkilometer, von denen drei Viertel auf der Straße transportiert würden. Die Folge: Der alpenquerende Transit sei
seit 1980 um 150 Prozent gestiegen. Gleichzeitig wird von der EU für die nächsten zehn Jahre eine Verdoppelung des Ost-West Transits prognostiziert.

Damit Österreich nicht zur Lkw-Verkehrshölle werde, müsse dringend in das Schienennetz investiert werden. Zur Osterweiterung erklärt Tumpel, daß in den Nachbarländern der Schienenanteil am Transport derzeit noch sehr hoch sei. Eine Angleichung an das europäische "Niveau" – Verlagerung auf die Straße - wäre in diesem Fall für Österreich katastrophal. Daher müsse rechtzeitig in die Alternative Bahn investiert werden.

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