Muzik: Nach Serviceverschlechterungen durch ÖBB und NÖVOG - Weinviertler Pendler sind verärgert

Pröll und NÖVOG lassen den Weinviertler Nahverkehr langsam sterben

St. Pölten, (SPI) - Drei Schnellzüge werden aufgelassen, nur
einer wird als Ersatz wieder in den Fahrplan eingeführt. Die
NÖVOG (Niederösterreichische Verkehrs-Organisations-
Gesellschaft) verspricht moderne Zugsgarnituren, zum Einsatz
kommen total veraltete und sicherheitstechnisch bedenkliche Fahrzeuge ohne jedweden Komfort und Bequemlichkeit. "Die stark frequentierte Strecke von Wien Süd nach Marchegg wird für den Pendlerverkehr offensichtlich langsam aber sicher aufgegeben", befürchtet der Weinviertler SP-Landtagsabgeordnete und Verkehrssprecher Hans Muzik. "NÖ-Landesverkehrsreferent Erwin Pröll und sein ehemaliger Mitarbeiter, ÖBB-Personenverkehrsdirektor Gerhard Stindl, ehemaliger NÖVOG-Chef
und enger Berater von Landeshauptmann Erwin Pröll, engen das Angebot für die Pendler im Nahverkehr immer mehr ein. Auf Dauer werden viele ein Ausweichen auf die überfüllten Straßen in Erwägung ziehen - denn Reisezeiten von bis zu drei Stunden und unzumutbares Wagenmaterial ist für viele nicht mehr akzeptabel",
so Muzik.****

Diese Politik der ÖVP ist an sich nicht verwunderlich. So ließ Landesverkehrsreferent Erwin Pröll am vergangenen Mittwoch über die "Krone" ausrichten: "Der Personenverkehr (Bahn; Anm. d.Red.) stagniert und nimmt von Jahr zu Jahr ab." "Darauf sind Sie
stolz, Herr Landeshauptmann? Dafür sind Sie verantwortlich! Dies ist das Ergebnis Ihrer völlig falschen Verkehrspolitik, die die ÖVP in den letzten Jahrzehnten in Niederösterreich praktiziert. Fast 300.000 Pendler müssen dafür tagtäglich die Zeche zahlen. Entweder sie stecken im Stau völlig überlasteter Straßen, oder sie darben im Winter bei großer Kälte und im Sommer bei unerträglicher Hitze in veralteten Eisenbahnwaggons", kritisiert Muzik.

"Es ist einfach ein Skandal, daß Pröll und die NÖVOG Verkehrsleistungen und Züge einfach abbestellen, ohne Ersatz anzubieten. "Selbstverständlich sind die ÖBB gerne bereit, zusätzliche Leistungen zu erbringen. Dafür sind jedoch eine entsprechende Bestellung durch das Land Niederösterreich bzw.
die NÖVOG nötig" hieß es in einer Aussendung der ÖBB vom 27. Mai 1999. "Wann werden Sie endlich Bestellungen für zusätzliche Zugsverbindungen abgeben? Wann werden Sie sich mit ihrem
ehemaligen Mitarbeiter, ÖBB-Vorstandsdirektor Stindl, endlich
für Verbesserungen im NÖ-Nahverkehr einsetzen. Wann nehmen Sie endlich Verantwortung wahr", so der SP-Mandatar in Richtung Landesverkehrsreferent Erwin Pröll.
(Schluß) fa

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