Mutter des Kindes von Omofuma fordert Verurteilung der Polizisten. - Die Mutter im NEWS-Interview: "Marcus sprach perfekt

Deutsch und war nie aggressiv." Vorausmeldung zu NEWS Nr. 21/27.5.99

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS spricht Ines Mahou, die deutsche Mutter des Kindes des vor vier Wochen ums Leben gekommenen nigerianischen Schubhäftlings, über ihre Beziehung zu Marcus Omofumas. Die Deutsche aus Halle an der Saale wird in den nächsten Tagen nach Wien kommen und Klage auf lebenslangen Unterhalt der 3 1/2jährigen Franziska einbringen. Ines Mahou zu NEWS: "Es geht mir nicht ums Geld. Ich brauche keine Almosen. Mir geht es vielmehr darum, daß ich meiner Tochter später, wenn sie einmal verstehen kann, daß ihr Vater wie ein Tier verschnürt in den Tod abgeschoben wurde, sagen kann, daß ich etwas getan habe. Ich will, daß die Polizisten und ihre Vorgesetzten verurteilt werden." Sie schildert ihren ehemaligen Partner als "Ruhe in Person": "Er war immer entspannt, ist nie laut gewesen, ich habe an ihm niemals aggressive Züge kennengelernt." Er hätte schwer an seinem Asthma gelitten. Frau Mahou: "Daß die Polizisten nichts von dieser Krankheit gemerkt haben wollen, verstehe ich nicht."

Noch in dieser Woche wird Anwalt Georg Zanger in Wien für Ines Mahou und ihre Tochter Klage gegen die drei Beamten der Fremdenpolizei einbringen. Er fordert, daß die Polizisten dazu verurteilt werden, an Omofumas Tochter lebenslang Unterhalt zu bezahlen. Parallel zu dieser Klage schließt sich der Anwalt dem Verfahren des Landesgerichts Korneuburg als Privatbeteiligter an -für Franziska und auch für die in Nigeria lebenden Eltern von Marcus Omofuma.

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