- 26.05.1999, 12:31:37
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Mutter des Kindes von Omofuma fordert Verurteilung der Polizisten. - Die Mutter im NEWS-Interview: "Marcus sprach perfekt
Deutsch und war nie aggressiv." Vorausmeldung zu NEWS Nr. 21/27.5.99
Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS spricht Ines Mahou, die deutsche
Mutter des Kindes des vor vier Wochen ums Leben gekommenen
nigerianischen Schubhäftlings, über ihre Beziehung zu Marcus
Omofumas. Die Deutsche aus Halle an der Saale wird in den nächsten
Tagen nach Wien kommen und Klage auf lebenslangen Unterhalt der 3
1/2jährigen Franziska einbringen. Ines Mahou zu NEWS: "Es geht mir
nicht ums Geld. Ich brauche keine Almosen. Mir geht es vielmehr
darum, daß ich meiner Tochter später, wenn sie einmal verstehen kann,
daß ihr Vater wie ein Tier verschnürt in den Tod abgeschoben wurde,
sagen kann, daß ich etwas getan habe. Ich will, daß die Polizisten
und ihre Vorgesetzten verurteilt werden." Sie schildert ihren
ehemaligen Partner als "Ruhe in Person": "Er war immer entspannt, ist
nie laut gewesen, ich habe an ihm niemals aggressive Züge
kennengelernt." Er hätte schwer an seinem Asthma gelitten. Frau
Mahou: "Daß die Polizisten nichts von dieser Krankheit gemerkt haben
wollen, verstehe ich nicht."
Noch in dieser Woche wird Anwalt Georg Zanger in Wien für Ines
Mahou und ihre Tochter Klage gegen die drei Beamten der
Fremdenpolizei einbringen. Er fordert, daß die Polizisten dazu
verurteilt werden, an Omofumas Tochter lebenslang Unterhalt zu
bezahlen. Parallel zu dieser Klage schließt sich der Anwalt dem
Verfahren des Landesgerichts Korneuburg als Privatbeteiligter an -
für Franziska und auch für die in Nigeria lebenden Eltern von Marcus
Omofuma.
Rückfragehinweis: Sekretariat NEWS Chefredaktion
Tel.: 01/21312/103
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