Vorläufiger gerichtlicher Schlussstrich unter Konsum-Debakel

GPA-Vorsitzender über Konsum-Urteil befriedigt

Wien (GPA/ÖGB). Als ein Signal der Rechtsstaatlichkeit
insbesondere im Sinne der rund 17.000 ehemaligen Konsumbeschäftigten und der mehreren Hunderttausenden GenossenschafterInnen des Konsums bezeichnete der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Hans Sallmutter, in einer ersten Reaktion die heutigen Schuldsprüche im Prozess gegen den ehemaligen Konsummanager Gerharter und seine Mitangeklagten. ++++

Hier gehe es nicht darum, Rache zu üben oder billigen Emotionen zu folgen, begründete Sallmutter seine Reaktion; aber es wäre unverständlich und den Mitgliedern der GPA wie auch den KonsumgenossenschafterInnen nicht kommunizierbar gewesen, wenn ihr ehemaliger Spitzenmanager auf Grund eines Freispruches die Ausgleichsquote von 50 Prozent der 53 Millionen Schilling an Entschädigung hätte beziehen können, während sie aber weitgehend leer ausgegangen waren.

Mit dem Urteil sei es möglich, nunmehr auch für die Betroffenen des Debakels einen vorläufigen Schlussstrich unter diesen größten Ausgleich der zweiten Republik zu ziehen, so Sallmutter, dessen Gewerkschaft auch die Handelsangestellten vertritt. Die
Solidarität der Gewerkschaft der Privatangestellten liege bei den "kleinen Leuten", die vom Konsumzusammenbruch betroffen sind und nicht bei den verantwortlichen Managern, schloss Sallmutter. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Bac-)

ÖGB, 25. Mai 1999 Nr. 230

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