- 25.05.1999, 14:33:48
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- OTS0177
Vorläufiger gerichtlicher Schlussstrich unter Konsum-Debakel
GPA-Vorsitzender über Konsum-Urteil befriedigt
Wien (GPA/ÖGB). Als ein Signal der Rechtsstaatlichkeit
insbesondere im Sinne der rund 17.000 ehemaligen
Konsumbeschäftigten und der mehreren Hunderttausenden
GenossenschafterInnen des Konsums bezeichnete der Vorsitzende der
Gewerkschaft der Privatangestellten, Hans Sallmutter, in einer
ersten Reaktion die heutigen Schuldsprüche im Prozess gegen den
ehemaligen Konsummanager Gerharter und seine Mitangeklagten. ++++
Hier gehe es nicht darum, Rache zu üben oder billigen Emotionen zu
folgen, begründete Sallmutter seine Reaktion; aber es wäre
unverständlich und den Mitgliedern der GPA wie auch den
KonsumgenossenschafterInnen nicht kommunizierbar gewesen, wenn ihr
ehemaliger Spitzenmanager auf Grund eines Freispruches die
Ausgleichsquote von 50 Prozent der 53 Millionen Schilling an
Entschädigung hätte beziehen können, während sie aber weitgehend
leer ausgegangen waren.
Mit dem Urteil sei es möglich, nunmehr auch für die Betroffenen
des Debakels einen vorläufigen Schlussstrich unter diesen größten
Ausgleich der zweiten Republik zu ziehen, so Sallmutter, dessen
Gewerkschaft auch die Handelsangestellten vertritt. Die
Solidarität der Gewerkschaft der Privatangestellten liege bei den
"kleinen Leuten", die vom Konsumzusammenbruch betroffen sind und
nicht bei den verantwortlichen Managern, schloss Sallmutter. Das
Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Bac-)
ÖGB, 25. Mai 1999 Nr. 230
Rückfragehinweis: GPA
Dr. Tom Schmid
Tel. (01) 313 93/523 Dw.
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