CSA-Sprecher Waldstein: Der ORF als Systemerhalter

Wien (OTS) - Heftige Kritik übt CSA-Sprecher Carl-Albrecht Waldstein an der Praxis des ORF, den Spitzenkandidaten der CSA für die Europawahl am 13.Juni, Karl Habsburg, nicht zu den Diskussionsrunden bzw. zur Pressestunde einzuladen: "Wo bleibt hier das Objektivitätskriterium, wenn ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk nur alte Parteien in seine Europa-Sendungen aufnimmt?".

ORF-Informationsintendant Hannes Leopoldseder hatte in einem Telefongespräch mit Habsburg-Pressesprecher Rainhard Kloucek gemeint, es sei eben Politik des ORF nur Parteien, die bereits im Parlament vertreten sind, in solche Sendungen aufznehmen.

"Der Inforamtionsintendant ignoriert dabei, daß die CSA mit Karl Habsburg und Klaus Lukas bereits zwei Mandartare im europäischen Parlament hat. Weder Herr Strohmayer vom LIF noch Hans-Peter Martin von der SPÖ haben ein Mandat. Aber offenbar gilt im ORF der Technokraten-Grundsatz: Die Partei ist alles, der Mandatar gilt nichts".

Waldstein erinnert in diesem Zusammenhang an die Gründung des LIF aus einer anderen bestehenden Partei. Damals hatte der ORF erstaunlicher weise kein Problem damit die LIF-Repräsentantin -obwohl noch nicht mit ihrer neuen Partei gewählt - in die Diskussionsrunden einzuladen.

"Demokratie" so Carl-Albrecht Waldstein, "lebt von Veränderung. Ich erwarte mir von einem öffentlich-rechtlichen Sender, daß er neue Entwicklungen berücksichtigt und sich nicht zum Systemerhalter des bestehnden Parteienproporz degradieren läßt.

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