Ingvar Kamprad erhält Verdienstorden der Republik Polen

Wien (OTS) - Dem IKEA-Gründer Ingvar Kamprad wurde vom polnischen Präsidenten, Aleksander Kwasniewski, das "Commander's Cross of Merit of the Polish Republic" verliehen. Die Zeremonie fand gestern im polnischen Präsidentsschaftspalast in Warschau statt. Ingvar Kamprad wird für sein= en persönlichen Beitrag an der wirtschaftlichen Entwicklung Polens sowie sein soziales Engagement über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren hinweg geehrt.

"Polen ist meine zweite Heimat", so Ingvar Kamprad. Die einzigartige Auszeichnung kann sowohl polnischen als auch ausländischen Staatsbürger= n verliehen werden, deren Arbeit einen positiven sozialen, kulturellen oder politischen Einfluß auf Polen hatte bzw. zu einer Intensivierung der Beziehungen zwischen Polen und anderen Staaten beitrug.

Background

Ingvar Kamprad und IKEA in Polen

Polen war das erste Land außerhalb Skandinaviens in dem IKEA Anfang der 60er Jahre Einkäufe tätigte. Die beiden Länder sind einander freundschaftlich verbunden. Polen kam IKEA zu Hilfe, als ein Boykott der schwedischen Lieferanten die Produktion lahmzulegen drohte. Zur gleichen Zeit wuchs IKEA: Das Unternehmen benötigte mehr Lieferanten und begann sich daher auch im Ausland danach umzusehen.

Ingvar Kamprad besuchte Polen das erste Mal am 21. Januar 1961. Einen Tag nach seiner Ankunft unterschrieb er bereits den ersten Lieferauftrag. Seitdem sind die Aufträge von ursprünglich SEK 69.000 auf mittlerweile SEK 2,5 Milliarden gestiegen, was nur die Exporte aus Polen betrifft. Die Investitionen in die Einrichtungshäuser bewegen sich gleichfalls in Milliardenhöhe. Heute hat IKEA in Warschau, Poznan, Gdansk, Wroclaw und Krakau Einrichtungshäuser, in Warschau sogar zwei. Aus den ursprünglich= en sechs hat sich ein Netz von mehr als 160 Lieferanten entwickelt.

Heute stammen insgesamt beinahe 15 Prozent aller IKEA-Einkäufe aus Polen.

Bis dato wurden mehr als drei Millionen "IVAR" Regale, zwei Millionen "BILLY" Regale und zwei Millionen "ÖGLA" Stühle für IKEA Kunden auf der ganzen Welt exportiert.

"Die langjährige Kooperation mit IKEA hat uns neue Arbeitsverfahren gezeigt und wie wir unsere Produktionen effizienter durchführen und Kosten sparen können. Wir haben langfristige Verträge über große Vo= lumen zu niedrigen Preisen unterzeichnet," betont Janusz Sliwakowski, Geschäftsführer der FAMEK S.A. Möbelfabrik in Radomsk, Polen.

Nach dem Fall der Berliner Mauer drohte die staatlich unterstützte osteuropäische Industrie zusammenzubrechen. Von einem Tag auf den anderen wurde der Zloty beinahe wertlos. Die Preise in den Verträgen waren in der alten Währung vereinbart und den polnischen Herstellern drohten daher enorme Verluste, manchmal sogar der Konkurs. "Eine Delegation von Vertretern der Möbel-Exportindustrie reiste daraufhin zu Ingvar Kamprad und konfrontierte ihn mit der Situation. Dieser sah die bevorstehende Katastrophe und IKEA akzeptierte bis zu 40 Prozent höhere Kosten. Gemeinsam konnten so die Geschäftsbeziehungen mit den Möbellieferanten aufrechterhalten werden", erläutert Jan Musiolik, Landeschef von IKEA Polen.

Gerade in einem instabilen Umfeld benötigt IKEA loyale und verläßliche Lieferanten. IKEA kaufte daher 1991 das Unternehmen "Swedwood" in Smaland. Dieses erwarb frühere Staats- und Kollektivunternehmen in Ost-Europa, auch in Polen, und modernisierte diese. Swedwood investierte bis dato mehr als 300 Millionen SEK in Polen und beschäftigt mehr als 2800 Mitarbeiter. 98 Prozent der Produktion geht in den Export. Als Teil der Investition in diesen Industriezweig wird auch Wissen über Rohstoffe, Wälder und deren Erhaltung vermittelt.

Polens Bedeutung für IKEA ist fast unbezahlbar. Erst durch die enge Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung, die nun seit über 40 Jahren andauert, konnte IKEA seinen heutigen Status erreichen.

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