Keusch: Donauraum soll unverwechselbares Profil erhalten

Maßnahmen für Tourismus, Wirtschaft und Natur im "Lebensraum" Donauraum

St. Pölten, (SPI) - "Im Europa der Zukunft haben Staats- und Ländergrenzen nicht mehr jene Bedeutung als in früheren Zeiten. Ein Europa der Zukunft ist ein Europa der Regionen, eines Zusammenwachsens von Regionen, die wirtschafts-, sozial-, aber vor allem kulturpolitisch das Gemeinsame vor das vielleicht ohnehin wenig vorhandene Trennende stellen. Auch der Donauraum ist eine solche "grenzüberschreitende” Region über Staats- und Ländergrenzen hinweg. Der Donauraum, die Bevölkerung und die politische Entwicklung haben viel gemeinsames - eine jahrhundertelange gemeinsame Geschichte, eine ähnliche Kultur, ja sogar gemeinsame Familienbande knüpften sich seit Jahrzehnten über politische Grenzen. Die Menschen wissen vom Gleichklang ihrer Interessen, diese Entwicklung ist nicht mehr staatspolitisch motiviert, sondern sie ist vielmehr Ausdruck eines neuen Bewußtseins der Regionen, die innerhalb eines wachsenden Europas einen viel höheren Stellenwert genießen als Staatsgrenzen", so der Amstettner SP-Landtagsabgeordnete Eduard Keusch.****

Die Lebensgrundlagen der Bewohner des Donauraumes sind im Hinblick auf Einkommensmöglichkeiten und Lebensqualität über eine verträgliche wirtschaftliche und vorrangig touristische Nutzung abzusichern und auszubauen. Dazu ist es notwendig, verstärkt gezielte Investitionen zu fördern und gleichzeitig eine Abkehr von der "Fördergießkanne" einzuleiten. Künftig muß daher gewährleistet sein, daß neben der strikten Projektförderung auch entsprechende Infrastrukturleistungen bzw. Investitionen allgemeiner Natur (Erschließung von Tourismus-Hoffnungsgebieten, Umsetzung von bereits vorliegenden Konzepten, etc.) verstärkt gefördert werden. Vielfach bedarf es nämlich einer Initialzündung, um Tourismusbetriebe zu entsprechenden Investitionen zu animieren.

Weiters wird es zur Einrichtung sogenannter "Destinationsmanagements" kommen, um Tourismuspolitik professioneller - und damit schlagkräftiger, weil direkter - betreiben zu können. Viele fertige Konzepte mit hoffnungsvollen Tourismusressourcen - beispielsweise das "Donauraumkonzept" - liegen bereits vor und müssen nur noch umgesetzt werden. Dazu muß man aber von der bisherigen Politik des "schlichten Verwaltens" des Tourismus abgehen und über ein professionelles, ergebnisverantwortliches Management innovativ tätig sein. Als Beispiel sei hier der "Altarm Greifenstein" angeführt, der sich zu einem wirklichen Freizeitdorado entwickelt hat. "Landschaftliche Schönheit allein wird zu einem prosperierenden Donauraum genauso wenig beitragen wie ein hemmungsloses Ausbeuten der landschaftlichen Ressourcen oder ein ungebremster Massentourismus. Es gilt die Strukturen im Donauraum nachhaltig zu verbessern und zu entwickeln, gleichzeitig aber die Interessen der Bevölkerung, der Landwirtschaft und der Wirtschaft abzustimmen und zusammenzuführen", so Abg. Keusch weiter.

Möglichkeiten der überregionalen und gemeinsamen Vermarktung bestehen beispielsweise im Tourismus für die Wachau, den Strudengau und die Donauschiffahrt in ihrer Gesamtheit. Auch der noch fertig auszuführende Donauradweg bzw. Reitwege sind solche Projekte, die gemeinsam und regional zu sehen sind. Initiativen von engagierten Unternehmern, wie der Sportboothafen der Firma Raderbauer zeigen, wie es gehen kann und in Zukunft verstärkt erfolgen soll. Sinnvolle wirtschaftliche Projekte - wie beispielsweise das Ennshafen-Projekt mit angeschlossenem Betriebsgebiet - konnten bereits erfolgreich positioniert werden. Eine gute wirtschaftliche Entwicklung erfordert grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die Stärke der Landschaft am Strom liegen im
Tourismus, verbunden mit dem Kulturangebot. Zu forcieren ist u.a. die Weiterentwicklung der Infrastruktur, der Telekommunikation und der Verkehrswege. Notwendig ist weiters eine Vereinheitlichung von Auflagen, Bestimmungen und Gesetzen sowie die Zusammenarbeit in der Raumordnung.
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