Höger: Feuerwehrmänner müssen Spezialisten sein

FF St. Veit/Triesting feiert 125-Jahr-Jubiläum

St. Pölten (SPI) Als die Freiwillige Feuerwehr St. Veit vor 125 Jahren gegründet wurde, konnte sie einem Großbrand nicht viel mehr entgegensetzen, als ihre Bereitschaft, das Eigentum oder sogar das Leben ihrer Nachbarn zu retten. Damals war vor allem die Gefahr eines Brandes der Grund, warum man Vorbereitungen für den Ernstfall traf. Heute ist die Brandbekämpfung gegenüber den technischen Einsätzen schon vielfach in den Hintergrund getreten : Pro Jahr werden in Niederösterreich etwa achtmal mehr technische Einsätze als Brandeinsätze durchgeführt. Die Feuerwehrmänner unserer Zeit müssen also in immer noch ansteigenden Maße Spezialisten sein. Auch die Ausrüstung muß diesen neuen Anforderungen angepaßt werden, erklärte Landeshauptmann-Stellvertreter Samstag bei der 125-Jahr-Feier der Freiwilligen Feuerwehr St. Veit an der Triesting. "Nicht dem Wandel der Zeit unterworfen war in diesen 125 Jahren der Idealismus der Feuerwehrmänner, die zu jeder Stunde bereit sind, zu retten, zu bergen und zu helfen. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, müssen viele Stunden der Freizeit geopfert werden, da nur intensive Übungen und ständige zusätzliche Ausbildungen das notwendige Können für die Einsätze und damit oft nicht nur die Rettung der Hilfesuchenden, sondern auch die so wichtige eigene Sicherheit bringen", betonte Höger.

"Unverzichtbare Grundlage ist und bleibt aber die Kameradschaft, die ich selbst viele Jahre miterleben durfte, die mich bis heute geprägt hat und aus der Freundschaften entwachsen sind, die ein Leben lang halten", unterstrich der Landeshauptmann-Stellvertreter, selbst gebürtiger St. Veiter. Diese Kameradschaft zeigt sich auch beim Sammeln von Spenden oder dem Veranstalten von Festen bemüht, ohne die unser Feuerwehrwesen trotz aller Förderungen nicht finanzierbar wäre – wie auch bei uns in St. Veit : Über 10.000 freiwillige Arbeitsstunden und 4 Millionen Schilling an von den Kameraden eingesammelten Spenden stecken im neuen Feuerwehrhaus, für das auch die Stadt Berndorf 6 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt hat. "Wenn heute immer wieder davon geredet wird, es gäbe keine Solidarität mehr, so beweist das neue Feuerwehrhaus in St. Veit das genaue Gegenteil", stellte Höger klar.

"Und genau deshalb kommt den Feuerwehren auch eine so große Aufgabe weit über den Brandbekämpfungs- und Sicherheitsbereich hinaus zu :
Sie sind unverzichtbarer Teil des kommunalen Lebens, fester Bestandteil der Identität und des Selbstverständnisses ihrer Gemeinden und ein Hort von Kamerad- und Freundschaft, der unsere Jugend prägt", schloß Höger.
(Schluß) nk/wb

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