• 14.05.1999, 09:14:23
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  • OTS0038

Österreichs Exporte in den Arabischen Raum wachsen kräftig

Erdölimporte hingegen um ein Drittel gesunken - Handelsbilanz 1998 um 5,3 Mrd.S für Österreich verbessert

pwk - Im Handel mit den arabischen Staaten Asiens und Afrikas ist
es Österreich 1998 gelungen, einen Überschuß von 2,5 Mrd. Schilling
zu erzielen, obwohl im Jahr davor mit einem Passivum von 2,8
Mrd.Schilling bilanziert wurde, stellt Wirtschaftskammer-
Nahostreferent Fritz Langer fest. Die österreichischen Lieferungen in
den Arabischen Raum, die sich schon seit zwei Jahren im Aufwärtstrend
befinden, erhöhten sich um 17 Prozent auf 10,5 Mrd. Schilling.
Gleichzeitig gingen die Importe aus dieser Region (überwiegend Erdöl
und Erdölderivate) um fast ein Drittel auf rund acht Mrd. Schilling
zurück. ****

Die wichtigsten österreichischen Absatzmärkte im Arabischen Raum
sind Saudi-Arabien mit einem Exportwert von knapp drei Mrd.
Schilling, die Vereinigten Arabischen Emirate und Ägypten mit je rund
1,5 Mrd. Schilling sowie Libyen, Algerien, der Libanon und Syrien.

Den Aufschwung der österreichischen Exporte, die vorwiegend aus
Maschinen und Fahrzeugen, bearbeiteten Waren und chemischen
Erzeugnissen bestehen, führt Langer vor allem auf die
Konjunkturbelebung und die verstärkte Investitionstätigkeit in den
erdölproduzierenden Ländern zurück.

Besondere Marktchancen würden sich auch durch die
Privatisierungspolitik und die Diversifizierungsbemühungen der
einzelnen Staaten ergeben, sowie durch deren ehrgeizige
Entwicklungsprojekte, vor allem im Ausbau der Infrastruktur.

Nicht zuletzt seien für die steigenden Exportzahlen auch die
verstärkten Bemühungen der österreichischen Firmen maßgebend, welche
krisenbedingte Auftragsausfälle in Asien und Osteuropa im Arabischen
Raum wenigstens zum Teil wettmachen wollen.

Der trotz steigender Tendenz immer noch niedrige Anteil des
Arabischen Raumes an den österreichischen Gesamtexporten (1,35
Prozent) liegt, so Langer, weit unter den tatsächlichen Möglichkeiten
für den Warenaustausch und könnte noch stark ausgebaut werden.
Gravierend sei der Ausfall des ehemals wichtigen österreichischen
Absatzmarktes Irak. Im Rahmen des UN-Programmes "Oil-for-Food" sei es
jedoch möglich gewesen, Medikamente, medizinischen Bedarf,
Grundnahrungsmittel und Ersatzteile für Ölförder- und
Transportanlagen im Gesamtwert von rund 100 Mio S zu liefern.
(Schluß) RL
Rückfragehinweis: Dr. Fritz Langer

WKÖ/AW
Tel. 50105/DW 4389

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