Telekom-Control-Kommission vergibt 4. GSM-Konzession um 1,35 Mrd. ATS

Tele.ring erwirbt GSM-Konzession für Österreich - Marktgerechter Erlös erzielt - 4. Handybetreiber soll ab 2000 für Wettbewerb sorgen

Wien (OTS) - Der 4. Handybetreiber für Österreich steht fest: "Das Unternehmen Tele.ring Telekom Service GmbH & Co KG hat heute die vierte österreichweite Mobilfunkkonzession zum Preis von 1,35 Milliarden Schilling erworben", dies gab die Telekom-Control-Kommission im Anschluß an das von ihr organisierte Vergabeverfahren bekannt. Tele.ring stehen ab sofort 2x14,8 MHz aus dem Frequenzband DCS 1800 zur Verfügung. Sie sind damit das zweite Mobilfunkunternehmen in Österreich, das ausschließlich im 1800-Spektrum funken wird.

Den Konzessionsauflagen entsprechend muß Tele.ring bis Ende des Jahres 2000 ein funktionstüchtiges Netz in ganz Österreich aufbauen und wird - mehr als von der Telekom-Control-Kommission gefordert, nämlich - mindestens 90% der Bevölkerung erreichen. Hohe technische Qualitätsstandards und zufriedenstellende Kundenbetreuung sind in den Auflagen festgeschrieben. Die Konzession gilt für das gesamte österreichische Bundesgebiet und wird bis zum 31. Dezember 2019 erteilt.

"Unser Ziel war es, den besten Nutzer für diese bundesweite GSM-Konzession zu ermitteln und dafür einen marktgerechten Preis zu erzielen. Und das ist uns gelungen", so Dr. Eckhard Hermann, Vorsitzender der Telekom-Control-Kommission. "Das in der Ausschreibung festgelegte Mindestgebot von 1 Milliarde Schilling wurde deutlich übertroffen." Der Erlös der Konzession fließt der Republik zu und wird für Forschungsprojekte im Technologiebereich eingesetzt.

Festnetzkonzession für Tele.ring

Die Tele.ring Telekom Service GmbH & Co KG hat von der Telekom-Control-Kommission bereits zwei Konzessionen im Festnetzbereich erhalten, und zwar am 23. Jänner 1998 für das Anbieten von Sprachtelefonie und für Mietleitungen. Unter dem Markennamen 1012 Privat ist das Unternehmen vor allem als Verbindungsnetzbetreiber seit 10.12.1998 aktiv.

UMTS - "EU-Fahrplan wird eingehalten"

Die nächste große Entwicklung im Mobilfunk-Segment sind die Mobilfunksysteme der dritten Generation (UMTS). Zu diesem Thema wird die Telekom-Control-Kommission noch vor dem Sommer ein Konsultationsverfahren abhalten, um zu allen Fragen rund um UMTS Meinungen und Antworten der Telekom-Anbieter und der Industrie zu einzuholen. Bis Herbst sollen, so der ehrgeizige Plan, die Vergaberegeln geklärt sein, sodaß entsprechend dem Zeitplan der EU bis Ende 2002 die neuen UMTS-Anbieter ihren Betrieb aufnehmen können.

Die Telekom-Control-Kommission

Die Telekom-Control-Kommission ist ein weisungsungebundenes Organ, das aufgrund des Telekommunikationsgesetzes im Oktober 1997 eingesetzt wurde. Ihr gehören ein Richter (Vorsitz) und Mitglieder mit einschlägigen technischen, ökonomischen und juristischen Kenntnissen an.

Die Telekom-Control-Kommission bilden: Dr. Eckhard Hermann, Senatspräsident des Oberlandesgerichts Wien Dkfm. Dr. Oskar Grünwald, Vorsitzender im Aufsichtsrat OMV AG Univ.Prof. DI Dr. Gottfried Magerl, Institut für elektrische Meßtechnik, TU-Wien,

Als Ersatzmitglieder: Dr. Wolfgang Schramm, Richter am Oberlandesgericht Wien Dkfm. Alfred Reiter, Generaldirektor der Investkredit AG DI Mag. Georg Donaubauer, Vereinigung österreichischer Industrieller

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