Stadt Wien Mitarbeiter sollen mehr aufs Auto verzichten

Svihalek präsentiert Fortsetzung des "Mobilitätmanagement: Wiener Magistrat"

Wien, (OTS) Umwelt- und Verkehrsstadtrat Fritz Svihalek hat
am Montag im Rahmen eines Fototermins angekündigt, das im Vorjahr von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) gestartete
Pilotprojekt "Mobilitätsmanagement: Wiener Magistrat" heuer auszuweiten. Sinn des Projektes ist es, möglichst viele
Mitarbeiter des Magistrats zu motivieren, verstärkt auf Fahrten
mit dem Auto zu verzichten und stattdessen mit umweltfreundlichen Dienstfahrzeugen und öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Svihalek: "Möglichst viele Mitarbeiter sollen bei ihren Dienstwegen, genauso wie auf dem Weg zur Arbeit, vom Auto auf Fahrräder, Elektrofahrzeuge, verbrauchsarme Moped- oder Motorradroller und natürlich die Öffis umsteigen."

Seit einem Jahr erfolgreich läuft das Mobilitätsmanagement bereits in der MA 22 - Umweltschutz, MA 32 - Haustechnik, MA 36 -Technische Gewerbeangelegenheiten. Heuer erhalten drei weitere Dienststellen, die viele Wege mit dem Auto zurücklegen müssen (MA 12 - Sozialamt, die MA 46 - Verkehrsorganisation und die Stadtbaudirektion/Garagenkoordination), umweltfreundliche Motorroller als Alternative. Mit der Durchführung des Projekts und den begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen wurde das Verkehrsplanungsbüro Trafico beauftragt.

Beim Fototermin wurden der Wiener Umweltschutzabteilung jene vierzehn umweltfreundlichen Fahrzeuge übergeben, die im Rahmen des Mobilitätsmanagements heuer eingesetzt werden. Und zwar: vier Elektrofahrräder der Firmen Gameco und Pollanka, fünf 50 ccm Kat-Mopeds und zwei 125 ccm Motorradroller von Suzuki Austria, ein Peugeot-Elektroroller der Firma Thalinger sowie zwei Elektroautos und zwar ein "Peugeot 106 electric" und ein "Peugeot Partner electric" von Peugeot Austria.

Optimale Bedingungen für umweltfreundliche Fahrzeuge im Magistrat schaffen

Hauptziel des "Mobilitätmanagement: Wiener Magistrat" ist es, eine geeignete Infrastruktur und optimale Bedingungen zu schaffen, damit möglichst viele Mitarbeiter das Auto stehen lassen und umweltfreundlichere Fortbewegungsmittel wählen. Mobilitätsbeauftragte kümmern sich um alle Fragen und Anliegen im Zusammenhang mit der Verkehrsmittelwahl. Zu Beginn der Aktion
wurden alle Bediensteten der beteiligten Abteilungen über ihr Mobilitätsverhalten befragt. Wiederholt wird die Befragung nach Abschluß des Pilotprojektes, im Herbst 1999. Dann wird man wissen, ob die verbesserten Rahmenbedingungen und die verstärkte Sensibilisierung für umweltfreundliche Fahrzeuge das Mobilitätsverhalten der Magistratsbediensteten verändert haben und wieviele Dienstfahrten vom Auto auf Öffis, Fahrräder, verbrauchsarme Motorroller oder Elektromobile verlagert werden konnten.

Erste Verbesserungsmaßnahmen wurden bereits umgesetzt

Die Palette der Maßnahmen reicht von der Anschaffung neuer Dienstfahrräder, zusätzlichen Fahrradabstellanlagen bis hin zur Motivation, Dienstreisen noch öfter mit der Bahn zu absolvieren. Mit der ÖBB wird derzeit ein Kooperationsmodell ausgearbeitet, um dienstliche Bahnreisen zu günstigeren Konditionen anbieten zu können. Das Plus für die Stadt: Sie spart Geld beim Dienstreisebudget.

Eine der wichtigsten und umweltfreundlichsten
Mobilitätsformen ist natürlich das Gehen. So wird im Rahmen des Projektes versucht, das unmittelbar fußläufig erreichbare Gebiet rund um die Amtshäuser zu verbessern, zum Beispiel indem neue Zebrastreifen und Fahrbahn-Mittelteiler angelegt oder Gehsteige vorgezogen werden. Durch solche Maßnahmen wird das Queren der Fahrbahn für Fußgänger einfach leichter.

Auch für den Radverkehr wird einiges getan: Sieben neue Dienstfahrräder wurden gekauft und den am Pilotprojekt beteiligten Dienststellen zur Verfügung gestellt. Außerdem wird versucht, die Radfahreinrichtungen so zu optimieren, daß man Amtsgebäude ohne große Umwege erreichen kann. Davon profitieren nicht nur die Mitarbeiter dieser Dienststellen, sondern auch die Kunden, die per Rad kommen. So wurde zum Beispiel erreicht, daß die Radfahr-Verbindung zum Döblingersteg (Brücke für Radfahrer und Fußgänger im 19. Bezirk), nun so angelegt wird, daß man auch das Amtshaus Muthgasse direkt erreichen kann. Vor der Umweltschutzabteilung
wurde eine neue Fahrradabstellanlage mit vier Bügeln errichtet. Denn viele Mitarbeiter der MA 22 sind heute bereits mit dem
Fahrrad unterwegs. Übrigens: Mit den neuen Radfahrbügeln hat Wien bereits insgesamt 1.400 Stück davon.

Auf Dienstwegen verstärkt mit umweltfreundlichen Fahrzeugen unterwegs.

Zweiter Schwerpunkt im "Mobilitätsmanagement Wiener Magistrat": Stadt Wien Mitarbeiter bekommen verstärkt die Möglichkeit umweltfreundliche Fahrzeuge auf ihren Dienstwegen oder auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause auszuprobieren. Möglich wird das durch Sponsoren, die der Umweltschutzabteilung
die heute offiziell übergebenen vierzehn Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung stellen.

4 Elektrofahrräder, unterschiedlicher Systeme, werden von den Firmen Gameco und Pollanka zur Verfügung gestellt. Mit einer Höchtgeschwindigkeit von 20 km/h, ausschließlich im Elektrobetrieb gefahren, erweisen sich diese Elektrofahrräder nicht nur im Kurzstreckenbetrieb als hilfreich. Sollte bei einer durchschnittlichen Reichweite von 25 km der Akku leer sein, kann
wie mit einem normalen Rad weitergefahren werden. Die Reichweite kann natürlich erhöht werden indem man, auch wenn das Rad elektrisch fährt, leicht mitstrampelt.

Suzuki Austria beteiligt sich an der Aktion mit fünf umweltfreundlichen 50 ccm Kat-Mopeds und zwei 125 ccm Motorradrollern. Bei den Mitarbeitern sind diese Fahrzeuge
besonders beliebt. Kein Wunder: Selbst in Staus kommt man damit schneller voran. Die kleinen, wendigen Fahrzeuge passen auch in
jede noch so kleine Parklücke. Durch den geringen Spritverbrauch belasten auch weniger Schadstoffe die Luft.

Von der Firma Thalinger, dem Importeur einspuriger Peugeot Roller, stammt der Elektroroller Scoot´elec. Vom Aussehen her, ist er von einem "normalen", bezinbetriebenen Roller nicht zu unterscheiden. Doch unterwegs ist man damit völlig geräuschlos und ohne Schadstoffe zu verursachen.

Ebenfalls fast lautlos sind die beiden Elektroautos von
Peugeot Austria: der Peugeot 106 electric und der Peugeot Partner electric. Denn wenn es schon ein Auto sein muß, dann fährt man mit Elektroautos immer noch am umweltfreundlichsten. Mit einer Reichweite von ca. 80 km sind diese Elektroautos auch für längere Strecken geeignet. Mit dem Peugeot Partner können aufgrund seiner Bauweise und seinem Fassungsvermögen sogar größere Transporte erledigt werden. (Schluß) ma

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