A10: ohne Tunnelausbau drohen schon bald Dauerstaus!

WK-Präsident Puttinger fordert Einem auf, Ausbau der 2. Tunnelröhren auf der TAB nicht zu behindern

SALZBURG (HKS). "Der Bau der zweiten Tunnelröhren auf der Tauernautobahn (TAB) ist unumgänglich. Ich fordere
Verkehrsminister Einem auf, sich dieser überaus wichtigen Baumaßnahme nicht weiter zu verschließen!" Dies stellte der Präsident der Salzburger Wirtschaftskammer, Abg. z. NR KommR Dkfm. Dr. Günter Puttinger, am Montag, 3. Mai, mit Vehemenz fest.
Dr. Puttinger bezieht sich dabei auf eine kürzlich erfolgte Absage des österreichischen Verkehrsministers an das Land Salzburg, den Bau der zweiten Tunnelröhren in den sog. "Masterplan" aufzunehmen, in dem das österreichische Straßen- und Schienennetz bis zum Jahr 2015 vorausgeplant wurde.
Die Wirtschaftskammer Salzburg hatte Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger gebeten, an Einem heranzutreten, um bei einer vor kurzem angekündigten Überarbeitung des Masterplanes die zweiten Tunnelröhren wenigstens langfristig vorzusehen. Einems Antwort auf das Ersuchen der Landesregierung, die das Projekt in ihr Arbeitsübereinkommen aufgenommen hat, war eine glatte Abfuhr: die Überarbeitung des Masterplanes sei nur redaktioneller Art, es gebe keine neuen Erkenntnisse, die ein Abgehen von der ablehnenden Haltung rechtfertigen würden, stellte der Verkehrsminister lapidar in einem Antwortschreiben an den Landeshauptmann fest.

Tauerntunnel wird zum verkehrstechnischen Risikofaktor
"Dies kann die Wirtschaft auf keinen Fall akzeptieren", betonte
Dr. Puttinger: "Einem verschließt die Augen vor der Realität und den möglichen Gefahren, die ein stetig steigendes
Verkehrsaufkommen in einer einzigen Tunnelröhre mit sich bringt." Jährlich steigt die Verkehrsfrequenz auf der Tauernautobahn um
acht bis 10%. Die Umweltbelastung und die Unfallgefahr werden im Tunnel durch den Gegenverkehrsbetrieb immer höher. Unfälle haben im Tunnel mit steigender Verkehrsbelastung möglicherweise unabsehbare katastrophale Auswirkungen, wie jüngst in der Schweiz zu erleben war. Die zweiten Tunnelröhren zu verhindern, würde somit ein grob fahrlässiges Handeln gegen die Verkehrssicherheit bedeuten.
Salzburg ist mit seinem Anliegen übrigens nicht allein. Auch das Land Kärnten fordert massiv den Ausbau des Katschbergtunnels. "Was dem Land Steiermark mit dem Plabutsch-Tunnel zugestanden wurde,
der jetzt eine zweite Tunnelröhre bekommt, muß auch für Salzburg und seiner Hauptverkehrsachse Tauernautobahn ermöglicht werden", forderte der Salzburger Wirtschaftskammerpräsident. Die zweiten Tunnelröhren müßten in die Prioritätenreihung des Lückenschlußprogrammes unverzüglich aufgenommen werden. Komme es nicht zum baldigen Ausbau, werde die Tauernautobahn, eine der europäischen Hauptverkehrsachsen, im Dauerstau ständiger Blockabfertigungen versinken. Dies sei weder der
Transportwirtschaft noch der Bevölkerung zuzumuten, erklärte Dr. Puttinger.

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