- 03.05.1999, 09:32:14
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A10: ohne Tunnelausbau drohen schon bald Dauerstaus!
WK-Präsident Puttinger fordert Einem auf, Ausbau der 2. Tunnelröhren auf der TAB nicht zu behindern
SALZBURG (HKS). "Der Bau der zweiten Tunnelröhren auf der
Tauernautobahn (TAB) ist unumgänglich. Ich fordere
Verkehrsminister Einem auf, sich dieser überaus wichtigen
Baumaßnahme nicht weiter zu verschließen!" Dies stellte der
Präsident der Salzburger Wirtschaftskammer, Abg. z. NR KommR Dkfm.
Dr. Günter Puttinger, am Montag, 3. Mai, mit Vehemenz fest.
Dr. Puttinger bezieht sich dabei auf eine kürzlich erfolgte Absage
des österreichischen Verkehrsministers an das Land Salzburg, den
Bau der zweiten Tunnelröhren in den sog. "Masterplan" aufzunehmen,
in dem das österreichische Straßen- und Schienennetz bis zum Jahr
2015 vorausgeplant wurde.
Die Wirtschaftskammer Salzburg hatte Landeshauptmann Dr. Franz
Schausberger gebeten, an Einem heranzutreten, um bei einer vor
kurzem angekündigten Überarbeitung des Masterplanes die zweiten
Tunnelröhren wenigstens langfristig vorzusehen. Einems Antwort auf
das Ersuchen der Landesregierung, die das Projekt in ihr
Arbeitsübereinkommen aufgenommen hat, war eine glatte Abfuhr: die
Überarbeitung des Masterplanes sei nur redaktioneller Art, es gebe
keine neuen Erkenntnisse, die ein Abgehen von der ablehnenden
Haltung rechtfertigen würden, stellte der Verkehrsminister lapidar
in einem Antwortschreiben an den Landeshauptmann fest.
Tauerntunnel wird zum verkehrstechnischen Risikofaktor
"Dies kann die Wirtschaft auf keinen Fall akzeptieren", betonte
Dr. Puttinger: "Einem verschließt die Augen vor der Realität und
den möglichen Gefahren, die ein stetig steigendes
Verkehrsaufkommen in einer einzigen Tunnelröhre mit sich bringt."
Jährlich steigt die Verkehrsfrequenz auf der Tauernautobahn um
acht bis 10%. Die Umweltbelastung und die Unfallgefahr werden im
Tunnel durch den Gegenverkehrsbetrieb immer höher. Unfälle haben
im Tunnel mit steigender Verkehrsbelastung möglicherweise
unabsehbare katastrophale Auswirkungen, wie jüngst in der Schweiz
zu erleben war. Die zweiten Tunnelröhren zu verhindern, würde
somit ein grob fahrlässiges Handeln gegen die Verkehrssicherheit
bedeuten.
Salzburg ist mit seinem Anliegen übrigens nicht allein. Auch das
Land Kärnten fordert massiv den Ausbau des Katschbergtunnels. "Was
dem Land Steiermark mit dem Plabutsch-Tunnel zugestanden wurde,
der jetzt eine zweite Tunnelröhre bekommt, muß auch für Salzburg
und seiner Hauptverkehrsachse Tauernautobahn ermöglicht werden",
forderte der Salzburger Wirtschaftskammerpräsident. Die zweiten
Tunnelröhren müßten in die Prioritätenreihung des
Lückenschlußprogrammes unverzüglich aufgenommen werden. Komme es
nicht zum baldigen Ausbau, werde die Tauernautobahn, eine der
europäischen Hauptverkehrsachsen, im Dauerstau ständiger
Blockabfertigungen versinken. Dies sei weder der
Transportwirtschaft noch der Bevölkerung zuzumuten, erklärte Dr.
Puttinger.
Rückfragehinweis: Wirtschaftskammer Salzburg
Presseabteilung
Tel.: 0662/8888 DW 345
[email protected]
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