Keine Weiterverwendungspflicht nach Beendigung der Vorlehre

OGH schließt sich Rechtsmeinung der Wirtschaftskammer an

pwk - Arbeitgeber, die Personen im Rahmen einer Vorlehre im Sinne des õ 8 b BAG beschäftigen, sind nicht verpflichtet, diese Personen nach Beendigung des Vorlehrverhältnisses gemäß õ 18 Abs 1 BAG weiterzuverwenden. Mit dieser Entscheidung hat sich der OGH im Feststellungsverfahren gegen den ÖGB und die BAK der Rechtsmeinung der Wirtschaftskammer angeschlossen. "Wir hoffen, daß diese Entscheidung eine vermehrte Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für Vorlehrlinge zur Folge haben wird", betont Alfred Duschanek, Leiter der Abteilung für Bildungspolitik und Wissenschaft in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Die bis 31.12.2002 befristet eingeführte Vorlehre ist eine Ausbildungsmöglichkeit für benachteiligte Jugendliche, die wenig Chancen auf eine erfolgreiche Aufnahme eines Lehrverhältnisses haben. Die Vorlehre soll nicht nur für ein späteres Dienstverhältnis qualifizieren, sondern wesentlich auch der Erleichterung der Aufnahme in ein Regellehrverhältnis dienen. Grundsätzlich sind Personen, die im Rahmen einer Vorlehre ausgebildet werden, hinsichtlich der arbeits- und sozialrechtlichen Bestimmungen Lehrlingen gleichgestellt. Von dieser Gleichstellung sind jedoch Regelungen nicht erfaßt, die nach Inhalt und Zweck ausschließlich auf das Lehrverhältnis, nicht aber auf die Vorlehre angewendet werden können. Das Entstehen einer 4-monatigen Weiterverwendungspflicht setzt voraus, daß das Lehrverhältnis durch den Ablauf der Lehrzeitdauer oder infolge erfolgreicher Ablegung der Lehrabschlußprüfung während des Lehrverhältnisses geendet hat.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

BW-Abteilung
Tel.: 50105/4072Dr. Georg Piskaty

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/SCHLUß