Das neue römische Museum in Unterlaa

Wien, (OTS) Das Gebiet um Unterlaa im 10. Bezirk ist alter römischer Siedlungsboden. Im Mittelalter bildeten eine Kirche und ein Hospiz des Malteserordens den Mittelpunkt des örtlichen
Lebens. In der Kirche fand man eingemauert den Grabstein eines gewissen Devomarus, der in römischer Zeit ein großes Anwesen besaß. Der Stein wurde zwar schon im Jahr 1909 entdeckt, aber erst in den letzten 30 Jahren erfolgten intensivere Nachforschungen und systematische Grabungen.

Ihre Ergebnisse wurden nun im neuen römischen Museum (Domus Devomari) zusammengefaßt, das am Montag durch Bürgermeister Dr. Michael Häupl eröffnet wurde. Damit, so der Bürgermeister, "haben die Wiener Museen ein Juwel dazubekommen und der Bezirk ist um
eine Attraktion reicher geworden. Bei der hier stehenden Kirche
St. Johann handelt es sich um eine der ältesten Kirchen im Stadtgebiet. Das Geschichtsbewußtsein erfährt damit eine wichtige Förderung."

Das Museum liegt an der Klederinger Straße (Autobuslinie
17 A) nordöstlich der Kirche St. Johann unmittelbar hinter den wiederaufgemauerten Fundamenten des ehemaligen
Malteserspitals.****

Das Museumsgebäude ist zwischen den römischen Häusern 3 und 4 gelegen und wird im Norden durch das über Haus 1 (Bezeichnung der Grabungen) errichtete Kirche begrenzt. Auf dieser archäologisch untersuchten Fläche fand sich der große öffentliche Platz, der mit römischem Ziegelsplitt und mit Steinen ausgelegt war, wodurch sich der Ring wieder schließt, weil das Museum als Zentrum der Öffentlichkeit gerade auf diesem Platz errichtet wurde. Die Exponate reichen von kleinen Gegenständigen des täglichen Gebrauchs und Schmuckstücken bis zu Bauteilen aus dem 1. bis
4. Jahrhundert nach Christus.

An der Eröffnung nahmen zahlreiche Mandatare teil, an der Spitze die Abgeordnete zum Nationalrat Brunhilde Fuchs und die Vorsteherin des 10. Bezirks, Hermine Mospointner, die in ihren Begrüßungsworten daran erinnerte, daß mit diesem Bauwerk "Favoriten der Stadt Wien ein Museum geschenkt hat." Auch leitende Beamte der Wiener Museumsverwaltung, an der Spitze Hofrat Dr. Günter Düriegl, waren gekommen. (Schluß) pz/bs

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