- 24.04.1999, 14:04:50
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- OTS0083
Gerechte Gehälter für Spitalsärzte keine Utopie
Derzeit "Drei-Klassen-System" bei Entlohnung
Wien (GdG/ÖGB) "Gerechte Gehälter für die Spitalsärzte sind
keine Utopie". Diese Meinung vertrat die Ärztereferentin der
Gewerkschaft der Gemeindebediensteten (GdG), Dr. Sabine
Oberhauser, heute, Samstag, bei einer Podiumsdiskussion der
Vereinigung Spitalsärzte in Wien. ++++
"In Wien gibt es drei Klassen von Ärzten bei der Entlohnung,"
kritisierte die Gewerkschafterin. Die drei Klassen teilen sich
folgendermaßen auf: Ärzte in Krankenanstalten der
Sozialversicherungsträger, der Stadt Wien und Ordensspitäler.
Oberhauser: "Ein in Facharztausbildung befindlicher Turnusarzt
verdient in einem bestimmten Ordensspital bei sieben Nachtdiensten
rund 20.000 S Brutto". In Anspielung an bestimmte Vorfälle der
vergangenen Wochen in einem kirchlichen Pflegeheim meinte die
Gewerkschafterin: "Bei der Gemeinde Wien hat man wenigstens den
Vorteil, dass man, wenn man Missstände aufdeckt, wenigstens nicht
gekündigt wird." Oberhauser regte einen Kündigungsschutz jene an,
die "sich trauen, Missstände auch aufzuzeigen".
Auf Initiative Oberhauser findet in wenigen Tagen bereits die
dritte Gesprächsrunde über eine Reform des Gehaltsschemas für die
Ärzte in den Spitälern und Pflegeheimen der Stadt Wien statt.
Dabei geht es um die Übernahme des Gehaltsschema der Ärzte in den
Spitälern der Sozialversicherungsträger. Oberhauser: "Wir wollen
die stufenweise Angleichung. Das können wir, wenn wir gemeinsam
genügend Druck erzeugen, auch erreichen." (ff)
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