Euro verlangt neue Marketing- und Vertriebskonzepte

WKÖ-Vizepräsident Haiden auf den österreichischen Notaren- Tagen in Salzburg: Euro-Information für KMU weiterhin wichtig

PWK - "Die neue gemeinsame Europa-Währung verlangt bei den Unternehmen nicht nur eine Umstellung der EDV und des Rechnungswesens, sie erfordert zumeist auch neue Marketing- und Vertriebskonzepte", erklärte Rene Alfons Haiden, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Österreich, bei den österreichischen Notaren-Tagen, die derzeit in Salzburg stattfinden. Die Umstellung auf den Euro ist weit mehr als ein rein technischer Prozeß. Vertriebspolitik, Mitarbeiterschulung und Kundeninformation sind wesentliche Bereiche, die von den heimischen Betrieben in ihr Gesamt-Umstellungskonzept miteinbezogen werden müssen. ****

Die Umstellung auf den Euro hat wesentlichen Einfluß auf das Image des Unternehmens und somit auch auf die Positionierung im Kreise der Mitbewerber, betonte Haiden. Aufgrund dieser für das gesamte Unternehmen entscheidenden Bedeutung der Euro-Umstellung ist das Abwägen der Chancen und Risiken auch zumeist "Chefsache" geworden. D.h. daß die Betriebsinhaber direkt in diesen Prozeß miteingebunden sind bzw. sein sollten.

Haiden wies darauf hin, daß insbesondere bei Klein- und Mittelbetrieben durch die Umstellung auch eine Analyse der von ihnen abgeschlossenen Verträge erforderlich ist. Grundsätzlich sei die Einführung des Euro kein Anlaß für Änderungen, da bei Verträgen die über den 31. Dezember 2001 hinaus gelten, als Währung sowohl der Euro als auch der Schilling vereinbart werden kann. "Es ist allerdings eine schriftliche Mitteilung über die jeweiligen Beträge, spätestens bis Ende Dezember 2001 erforderlich, wenn der Abschluß dieser Verträge vor dem 1. Jänner 1999 erfolgt ist", so Haiden.

"Eine Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich im Vorjahr hat ergeben, daß 46 Prozent aller heimischen Betriebe vor 2002 umstellen werden. 49 Prozent werden mit 1. Jänner 2002 die Umstellung vornehmen", berichtete Haiden. Die Eurobetroffenheit sei bei Großbetrieben natürlich wesentlich größer als bei Klein- und Mittelbetrieben. Doch eine Umstellung der Großkonzerne hat auch Auswirkungen auf die Klein- und Mittelbetriebe, soweit sie als deren Zulieferer agieren. Den Euro-Informationstätigkeiten der Wirtschaftskammern in Österreich, deren Mitglieder ja zum Großteil KMU sind, kommt deshalb besondere Bedeutung zu.

"Wichtig für die Klein- und Mittelbetriebe ist eine sachlich fundierte und objektive Information zur rechten Zeit", betonte Haiden und verwies auf das Euro-Beauftragten Netz der Wirtschaftskammern von 133 Mitarbeitern österreichweit. Seit 1997 wurden von den Wirtschaftskammern rund 15.000 Handbücher, 120.000 Leitfäden, 100.000 Checklisten für Gewerbe, Handel, Dienstleistungsbereiche, Industrie und Tourismuswirtschaft, 390.000 Brancheninformationen für 51 Wirtschaftszweige, 17.000 monatliche Euro-Bulletins publiziert und rund 450 Veranstaltungen (1998) zum Euro durchgeführt.

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