Wiener Liberale: Experten bestätigen Forderung nach internationalem Wettbewerb für Karlsplatz

Der gesamte Karlsplatz inklusive einer verbesserten Verkehrslösung soll neu gestaltet werden!

Wien (OTS) Bei der gestrigen Veranstaltung der Architektenkammer zum "Karlsplatz neu" wurde von zahlreichen Experten bestätigt, daß der vom Künstlerhaus ins Leben gerufene Wettbewerb über den Vorplatz des Künstlerhauses als Initialzündung gesehen werden sollte, die tatsächlichen städtebaulichen Probleme des Karlsplatzes endlich in Angriff zu nehmen. "Das ist eine eindeutige Bestätigung unserer Forderung nach einem internationalen Ideenwettbewerb für den Kunstplatz - Karlsplatz", freute sich heute Michaela Hack, Planungssprecherin des Wiener Liberalen Forums.

Die Kritik der Wiener Liberalen an der derzeit mehr als unbefriedigenden Lösung der Fußgängerverbindungen zwischen Secession und Historischem Museum sowie zwischen erstem und viertem Bezirk wurde von den anwesenden Fachleuten ebenso geteilt wie die Forderung nach einer Verbesserung der derzeit unbefriedigenden Verkehrssituation der Wiedner Hauptstraße, die den Platz durchschneidet. Als "Zäsur" bezeichnete Prof. DDr. Roland Rainer den Karlsplatz. Er verlangte "mehr freie Lebensräume ohne Verkehr"für den Karlsplatz und schlug - wie der Wettbewerbsteilnehmer Architekt Fritz Waclawek - vor, die Wiedner Hauptstraße nach Westen zu schwenken.

Auch DI Klaus Vatter von der MA 21, der von "faulen Kompromissen am Platz" sprach, sowie der Planungsdirketor Prof. Arnold Klotz, der die Situation "als nicht optimal" bezeichnete, bestätigten, daß es viele Bereiche am Karlsplatz gäbe, die neu gestaltet werden müßten.

"Wir fordern Stadtrat Görg erneut auf, den von uns geforderten internationalen Wettbewerb über den Karlsplatz noch für dieses Jahr vorzubereiten", erklärte Hack. Dabei sollen alle Bereiche, die derzeit laut Planungsdirektor Klotz in Bearbeitung sind (Kunsthalle, Resselpark, Wienfluß-Kubaturen, Straßenbahnführung Bösendorferstraße und Kreuzungsplateau Operngasse-B1), gemeinsam und aufeinander abgestimmt behandelt werden.

Wenn die Neugestaltung des Kunstplatz - Karlsplatz nicht zu einer ähnlichen Alibihandlung wie der "Wettbewerb" über den Schwarzenbergplatz werden solle, müßte ein internationaler Wettbewerb mit einer renommierten Jury ins Leben gerufen werden. So könne eine Abstimmung der einzelnen Planungsvorhaben am Karlsplatz ermöglicht werden, stellte die liberale Planungssprecherin in diesem Zusammenhang fest.

"Leider scheint Stadtrat Görg unser Engagement für den Karlsplatz bisher nicht zu teilen", so Hack. Anders könne sie sich nicht erklären, warum Görg sonst der gestrigen Veranstaltung der Architektenkammer und des Künstlerhauses trotz Terminabstimmung ferngeblieben sei und statt dessen sich lieber mit einem "auserwählten Kreis" von Architekten zu "monatlichen Besprechungen" zurückzog. "Es ist höchste Zeit, daß in Wien endlich etwas für qualitative Platzgestaltung getan wird und die notwendigen Mittel dafür aufgebracht werden. Eine weitere "Planungsschlappe" nach dem Schwarzenbergplatz kann sich Wien jedenfalls nicht leisten", so die liberale Planungssprecherin abschließend.

(Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 4000-81557

Liberales Forum - Landtagsklub Wien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | LKW/LKW