- 23.04.1999, 11:52:52
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Wiener Liberale: Experten bestätigen Forderung nach internationalem Wettbewerb für Karlsplatz
Der gesamte Karlsplatz inklusive einer verbesserten Verkehrslösung soll neu gestaltet werden!
Wien (OTS) Bei der gestrigen Veranstaltung der Architektenkammer zum
"Karlsplatz neu" wurde von zahlreichen Experten bestätigt, daß der
vom Künstlerhaus ins Leben gerufene Wettbewerb über den Vorplatz des
Künstlerhauses als Initialzündung gesehen werden sollte, die
tatsächlichen städtebaulichen Probleme des Karlsplatzes endlich in
Angriff zu nehmen. "Das ist eine eindeutige Bestätigung unserer
Forderung nach einem internationalen Ideenwettbewerb für den
Kunstplatz - Karlsplatz", freute sich heute Michaela Hack,
Planungssprecherin des Wiener Liberalen Forums.
Die Kritik der Wiener Liberalen an der derzeit mehr als
unbefriedigenden Lösung der Fußgängerverbindungen zwischen Secession
und Historischem Museum sowie zwischen erstem und viertem Bezirk
wurde von den anwesenden Fachleuten ebenso geteilt wie die Forderung
nach einer Verbesserung der derzeit unbefriedigenden
Verkehrssituation der Wiedner Hauptstraße, die den Platz
durchschneidet. Als "Zäsur" bezeichnete Prof. DDr. Roland Rainer den
Karlsplatz. Er verlangte "mehr freie Lebensräume ohne Verkehr"für
den Karlsplatz und schlug - wie der Wettbewerbsteilnehmer Architekt
Fritz Waclawek - vor, die Wiedner Hauptstraße nach Westen zu
schwenken.
Auch DI Klaus Vatter von der MA 21, der von "faulen Kompromissen am
Platz" sprach, sowie der Planungsdirketor Prof. Arnold Klotz, der
die Situation "als nicht optimal" bezeichnete, bestätigten, daß es
viele Bereiche am Karlsplatz gäbe, die neu gestaltet werden müßten.
"Wir fordern Stadtrat Görg erneut auf, den von uns geforderten
internationalen Wettbewerb über den Karlsplatz noch für dieses Jahr
vorzubereiten", erklärte Hack. Dabei sollen alle Bereiche, die
derzeit laut Planungsdirektor Klotz in Bearbeitung sind (Kunsthalle,
Resselpark, Wienfluß-Kubaturen, Straßenbahnführung Bösendorferstraße
und Kreuzungsplateau Operngasse-B1), gemeinsam und aufeinander
abgestimmt behandelt werden.
Wenn die Neugestaltung des Kunstplatz - Karlsplatz nicht zu einer
ähnlichen Alibihandlung wie der "Wettbewerb" über den
Schwarzenbergplatz werden solle, müßte ein internationaler
Wettbewerb mit einer renommierten Jury ins Leben gerufen werden. So
könne eine Abstimmung der einzelnen Planungsvorhaben am Karlsplatz
ermöglicht werden, stellte die liberale Planungssprecherin in diesem
Zusammenhang fest.
"Leider scheint Stadtrat Görg unser Engagement für den Karlsplatz
bisher nicht zu teilen", so Hack. Anders könne sie sich nicht
erklären, warum Görg sonst der gestrigen Veranstaltung der
Architektenkammer und des Künstlerhauses trotz Terminabstimmung
ferngeblieben sei und statt dessen sich lieber mit einem
"auserwählten Kreis" von Architekten zu "monatlichen Besprechungen"
zurückzog. "Es ist höchste Zeit, daß in Wien endlich etwas für
qualitative Platzgestaltung getan wird und die notwendigen Mittel
dafür aufgebracht werden. Eine weitere "Planungsschlappe" nach dem
Schwarzenbergplatz kann sich Wien jedenfalls nicht leisten", so die
liberale Planungssprecherin abschließend.
(Schluß)
Rückfragehinweis: Liberales Forum - Landtagsklub Wien
Pressestelle
Tel.: 4000-81557
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