- 22.04.1999, 08:05:00
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Sacher: Kremser Gewerbepark ist keine Spekulantenspielwiese!
"Handel raus, Trubel rein"- das ist kein Zukunftskonzept!
St. Pölten, (SPI) - Die Kremser SPÖ tritt vehement dafür ein, bei
Grundverkäufen durch die Stadt im neuen Gewerbepark genauestens zu
prüfen, ob seriöse Bewerber mit ernsthaftem Gründerinteresse ankaufen
wollen oder nur "Immobilienhaie", die eventuell
Grundstücksspekulation betreiben. Aktueller Anlaß ist die Absicht der
ÖVP unter Bürgermeister Hölzl, nahezu den gesamten städtischen
Grundbesitz im Gewerbepark auf einen Schlag einer Maklerfirma zu
verkaufen. "Danach hätte die Stadt keinerlei Einfluß mehr auf die
Auswahl der Betriebe. Sie müßte einer weiteren Eskalation von
Handelsgeschäften tatenlos zusehen, die weiter Kaufkraft aus der
Innenstadt abziehen. Neue, zusätzliche Arbeitsplätze in dem
hochwertig erschlossenen Gebiet würden unter dem Strich kaum
geschaffen, denn sie gehen in den übrigen Stadtteilen verloren. Es
ist längst nicht mehr nur die Altstadt alleine, sondern die
Bevölkerung aller Wohnstadtteile, die unter dem Schwund der
Nahversorgung leidet", so der Kremser Vizebürgermeister und
SP-Landtagsabgeordnete Ewald Sacher.****
Vzbgm. Ewald Sacher: "Wir sind von Anfang an dafür eingetreten,
möglichst neue, zusätzliche Wertschöpfung und damit Arbeitsplätze im
gewerblichen und produzierenden Bereich zu schaffen und unsere
wertvollen Grundflächen für solche Betriebe zu sichern. Von dieser
richtigen Linie gehen wir nicht ab". Dabei differenziert der
SPÖ-Vizebürgermeister sehr wohl: Baufachmärkte etwa, die angesichts
großen Grundbedarfs und Verkehrsaufkommens in der Stadt kaum Platz
finden, passen sehr wohl in das Konzept. Sie stellen auch kaum eine
Konkurrenz zur Nahversorgung dar. Nicht aber eine Aneinanderreihung
von Einzelgeschäften, die in Wahrheit nur die
Raumordnungsbestimmungen über Einkaufszentren umgehen.
Größte Bedenken äußert Sacher weiters über die Haltung führender
ÖVP-Mandatare, die aus jüngsten Äußerungen klar wird: Sie verteidigen
die negative Entwicklung des "Handel raus, Trubel rein" noch. Man
täuscht die Kunden mit Pröll-Aktionen in den Geschäften, betreibt
aber andererseits eine Politik, daß die Geschäfte schließen müssen.
"Noch so viele sogenannte "Events" und von der Stadt finanziell
gestützte "Actions" können den herrlichen Rahmen der Altstadt nicht
retten. Da gehört schon die richtige Wirtschaftspolitik dazu", so
Vbgm. Abg. Ewald Sacher abschließend.
(Schluß) fa
Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ
Tel: 02742/200
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