Im Auftrag von Nicolazzo and Associates / Pavlo Lazarenko, ehemaliger Premierminister der Ukraine, sagt vor US-Einwanderungsrichter aus, er laufe bei Auslieferung Gefahr, gefoltert zu werden

San Francisco - (ots/PRNewswire) - Einen ganzen Tag lang wurden Zeugenaussagen angehört und Berufung eingelegt. Die Zeugenaussagen untermauern die Behauptung des ehemaligen ukrainischen Premierministers.

Pawlo Lazarenko, ehemaliger Premierminister der Ukraine, der schrittweise Reformen befürwortet, die zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation in seiner Heimat führen sollen, sagte am Montag vor einem US-Einwanderungsrichter aus, daß er gefoltert und möglicherweise getötet werden könnte, falls man ihn zur Rückkehr in die Ukraine zwinge. Lazarenko, der 1996 ein Attentat in der Ukraine überlebte, erschien für einen ganzen Tag mit seinen Anwälten vor Gericht, um auszusagen. Seit seinem Antrag auf politisches Asyl in den USA wird er im Auftrag des US-Immigration and Naturalization Services (INS) (Einwanderungs- und Einbürgerungsamt) in Haft gehalten.

In einer Aussage, teilte Lazarenko mit:
"Am Montag, den 12. April 1999, bat ich das Gericht, gemäß der Bestimmungen des International Convention Against Torture, meine Rückführung in die Ukraine zurückzustellen. Das Gericht hat Aussagen gehört, denen zufolge ich gefoltert werden könnte, wenn ich in die Ukraine deportiert würde. Dem Gericht wurden viele Berichte von internationalen, nicht-staatlichen Organisationen übergeben, die Fälle von Folter und Gewalt durch ukrainische Beamte dokumentieren, die zu körperlichen Verletzungen und - in einigen Fällen - zum Tode geführt haben. Bestätigt wurde die weitverbreitete Anwendung von Folter im ukrainischen Justizvollzugssystem in einem Bericht des US-State Department vom 26. Februar 1999.

Ich bin besonders besorgt darüber, daß mein Status als hochrangiger politischer Gegner vom ukrainischen Staatspräsidenten Kuchma mich intensivem körperlichen und psychologischen Zwang aussetzen wird und daß meine Menschenrechte verletzt werden.

Wie ich bereits bei früheren Gelegenheiten gesagt habe, bleibe ich zuversichtlich, daß wenn den US-Behörden die Tatsachen in diesem Falle eindeutig klar werden, sie meiner Bitte, in diesem Lande zu bleiben, entsprechen werden. Diejenigen, die weiterhin falsche Gerüchte über mich in der Ukraine verbreiten, sind dieselben, die versucht haben, mich und meine politische Partei zu diskreditieren. Diese Berichte nehme ich nicht unwidersprochen hin, und ich bleibe Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober.

Seit meiner Abreise aus der Ukraine schikanieren Kutschmas Untersuchungsbeamte meine Verwandten illegal und beleidigend. Mein Zuhause und mein Büro in der Ukraine wurden mehrmals durchsucht, und mein Eigentum wurde unter Mißachtung gesetzlicher Vorschriften beschlagnahmt.

Ich möchte noch einmal meinen vielen Anhängern in der Ukraine, den Ukrainern in der ganzen Welt und der US-Öffentlichkeit bestätigen, daß der vom ukrainischen Staatsanwalt gegen mich ausgestellte Haftbefehl völlig grundlos ist. Ich bin das Opfer politischer Verfolgung durch die Regierung von Leonid Kuchma. Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft in der Ukraine sind Bestandteil einer systematischen, politisch motivierten Verschwörung, die Opposition zu unterdrücken.

In Wirklichkeit hat das Kuchma-Regime im Zuge seiner fortgesetzten Unterdrückung oppositioneller Parteien sehr viele Medien geschlossen sowie Oppositionsführer inhaftiert. Das beweist weiterhin, wie Kuchma seine Macht konsolidiert und eine Kampagne lanciert, um jeden, der gegen ihn ist, zu diskreditieren. Ich lasse mich durch eine solche Taktik nicht einschüchtern."

ots Originaltext: Nicolazzo and Associates
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