Ausbildung für BeamtInnen aus Zentralasien und dem Südkaukasus

Wien, (OTS) Die Stadt Wien und der Österreichische Städtebund bilden PolitikerInnen und hohe BeamtInnen aus den Ländern Zentralasiens und des Südkaukasus aus: unter dem Titel "Föderalismus und Selbstverwaltung im politischen Alltag" wurden von 1997 bis heute bereits sechs je einwöchige Seminare
abgehalten. Dabei wurden Parlamentarier, Kommunalpolitiker und
hohe Beamte aus Turkmenistan, Usbekistan, Kirgisistan, Aserbaidschan, Armenien und Georgien in Theorie und Praxis -flexibel an den wesentlichen Problembereichen dieser Länder orientiert - über österreichische Erfahrungen informiert.

Diese Seminare für jeweils rund zehn Führungskräfte wurden -über Initiative des Presse- und Informationsdienstes der Stadt
Wien und in Zusammenarbeit mit der für die entsprechenden Länder zuständigen österreichischen Botschafterin Dr. Heidemarie Gürer -vom "Know How Transfer Center" des Österreichischen Städtebundes und vom Internationalen Büros der Magistratsdirektion gemeinsam
mit dem PID durchgeführt. Begonnen wurde 1997 mit einem Seminar für Vertreter der Administration Turkmenistans.****

Im Jänner 1999 waren Vertreter Armeniens und im Februar Vertreter Georgiens Teilnehmer dieser Seminare, die nicht nur ausbilden, sondern auch künftige, regionale Kooperationen politischer, ökonomischer und kultureller Natur anregen und vorbereiten sollen.

Jedes der bisherigen Seminare gab einen theoretischen Überblick und praktischen Erfahrungsbericht über den Föderalismus und die Selbstverwaltung in Österreich (Referent: Univ.-Prof. Dr. Manfried Welan), weiters über Erfolge und Probleme der Dezentralisierung in Wien, Kompetenzverlagerungen von der Stadtverwaltung zu den Wiener Bezirken, sowie über die sehr wesentlichen, aber komplizierten finanziellen Grundvoraussetzungen und Rahmenbedingungen; jeweils von ausgesuchten, hervorragenden Wiener Experten dargelegt und diskutiert. Der Besuch eines Wiener Bezirkes, der möglichst viele Parallelen mit städtischen Strukturen im jeweiligen Teilnehmerland aufweisen soll, ist ebenfalls Fixpunkt.

Weiters wird ein österreichisches Bundesland, dessen Landeshauptstadt sowie eine kleine Gemeinde besucht, um in der Praxis Föderalismus und Selbstverwaltung anhand symptomatischer Beispiele studieren zu können. Tourismus und Landwirtschaft sowie Ölindustrie (für Turkmenistan und Aserbaidschan), Umweltschutz, städtische Erneuerung, Revitalisierung, Altstadterhaltung, Energieversorgung, industrielle und generell wirtschaftliche Innovationen, Gesundheitswesen, Kinderbetreuung und Altersversorgung, sozialer und politischer Interessensausgleich, etc. sind Hauptthemenbereiche, anhand derer das Generalthema verständlich und ideenanregend werden soll.

Bisher haben sich aus diesen Kontakten bereits
Partnerschaften entwickelt, bzw. deren Zustandekommen zeichnet
sich ab; ebenso sind weitere Politikerkontakte auf
parlamentarischer wie auch auf Gemeinde- und Bezirksebene erfolgt, bzw. in Aussicht gestellt. Darüberhinaus werden konkrete Initiativen bezüglich gemeinsamer wirtschaftlicher Projekte im Rahmen des EU-TACIS-Programmes geprüft.

Die Länder Zentralasiens und des Südkaukasus sind nicht nur historisch sehr interessant, sondern vor allem potentiell sehr reiche, strategisch und politisch jedoch noch instabile, daher konfliktanfällig, für Europa aber in Zukunft sehr wichtige Nachbarn, die nach über 80 Jahren unter russischer, bzw. dann sowjetischer Kolonialherrschaft einiges aufzuholen haben. Es wird auch wesentlich in der Verantwortung Europas liegen, wie sich
diese Länder künftig politisch und ökonomisch orientieren und entwickeln.

Kasachstan und Tadschikistan sind für die eben geschilderten Seminare der Stadt Wien und des Österreichischen Städtebundes noch vorgesehen. (Schluß) rst/rr

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