SPÖ-Bundesgeschäftsführer Rudas greift Verteidigungsminister Fasslabend an

Rudas in FORMAT: "Fasslabend kommt seinen Aufgaben nicht nach"

Wien (OTS) - Am Montag berät der Landesverteidigungsrat im Parlament über den Ankauf von Transporthubschraubern für das Bundesheer. In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT attackiert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Andreas Rudas Verteidigungsminister Werner Fasslabend (ÖVP) schwer. Rudas: Der miserable Ausrüstungsstand des österrreichischen Bundesheeres habe nichts mit dem knappen Budget zu tun, sondern sei allein die Schuld Fasslabends. Rudas wörtlich: "Dort sitzt ein Minister, der seinen Aufgaben nicht nachkommt. Wir hätten ohne weiteres schon früher Hubschrauber kaufen können, statt dessen haben wir veraltete, riesengroße Panzer gekauft ? für eine Panzerschlacht im Osten, die nie stattfinden wird. Wir haben viel zu große Kasernen und wahrscheinlich, ironisch gesagt, mehr Generäle als aktive Soldaten. Fasslabend hat nie einen Schritt in Richtung einer effizienten Strukturreform gesetzt."

Die SPÖ habe dem sogenannten MECH-Paket damals zwar zugestimmt, aber: "die politische Entscheidung kam vom zuständigen Minister und ich halte sie für falsch". Rudas: "Wir haben schon oft gesagt, verkauft diese Kasernen, damit man mit dem Geld Ausrüstung kaufen kann. Das passiert alles nicht."

Zusätzliche Budgetmittel für den Ankauf von Hubschraubern schloß Rudas aus: "Fasslabend hat genug Geld, er muß endlich Prioritäten setzen. Er ist der längstdienende Minister. Er hätte das schon lange in die Wege leiten können. Ich erwarte, daß er eine Lösung findet."

Rudas nahm im FORMAT-Interview auch Stellung zur jüngsten parteiinternen Kritik an der roten Europaliste und an seiner Person. Der Spitzenkandidat, Journalist Hans-Peter Martin sei "eine innovative Lösung", die Liste sei "gut vorbereitet" gewesen. Rudas über seine eigene Rolle in der Partei: "Der Bundesgeschäftsführer muß manchmal im Interesse der Partei Maßnahmen setzen, die in der ersten Einschätzung nicht den Parteigewohnheiten entsprechen."

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