"Sanfte Chemotherapie" im Wilhelminenspital

Wien, (OTS) Neue Wege in der Behandlung brustkrebskranker Frauen geht man an der Abteilung für Gynäkologie- und Geburtshilfe (Vorstand: Univ.Prof. Dr. Heinrich Salzer) im Wilhelminenspital.
Die Präsentation dieses ganzheitlichen Modellprojektes mit Namen "knospe" fand am Mittwoch in Anwesenheit von Gesundheitsstadtrat
Dr. Sepp Rieder, der 2. Präsidentin des Wiener Landtags, Prof. Erika Stubenvoll, sowie der Bezirksvorsteherin des 16. Bezirkes, Ernestine Grassberger, statt.

Ein "Therapie-Wohnzimmer", eine umfassende psychosoziale Angebotspalette sowie ein konstantes "Therapie-Team" sind die drei Säulen des Modellprojektes, das im Vorjahr auch mit dem "Wiener Gesundheitspreis" ausgezeichnet wurde. Zielgruppe sind
Patientinnen, die sich einer klassischen ambulanten Chemo- bzw. Strahlentherapie unterziehen. Zur "sanften Chemotherapie" wird
diese Behandlung durch die drei oben erwähnten Schwerpunkte. Die betroffenen Frauen erhalten ihre Therapie im Rahmen von Tagesaufnahmen über einen Zeitraum von ca. sieben Monaten.

"Nicht nur die Lebenserhaltung, sondern auch die Erhaltung
der Lebensqualität der Patienten muß Ziel der modernen Medizin sein", betonte Rieder. "Besonders Krebspatienten laufen Gefahr, durch ihre Diagnose zusätzlich zur physischen Belastung auch noch in ein ´psychisches Loch´ zu fallen". Das Modellprojekt "knospe" gehe daher besonders auf individuelle Lebenssituation und Fragen
der Lebensqualität der Patientinnen ein. Die Innovation von "knospe" bestehe nicht in teurer und noch modernerer
Medizintechnik, sondern in vernetztem Denken und einer offenen und kreativen Herangehensweise an Probleme, erklärte der Gesundheitspolitiker.****

Räumliches Kernstück von "knospe" ist ein "Therapie-Wohnzimmer", ein von einem Architektenteam gestalteter und durch privates Sponsoring finanzierter Aufenthaltsraum, in dem nichts an seinen Standort, einen Spitalspavillon, erinnert. Das
psychosoziale Angebot der "knospe" erstreckt sich von psychologischen Einzelgesprächen über eine gemischten Patienten-Angehörigen-Gruppe bis hin zu geführten "Entspannungs-Einheiten". Wesentlicher Bestandteil des Teams um die Leiterin der Projektes, Dr. Michaela Riegler-Keil, ist eine Sozialarbeiterin, die den Patientinnen routinemäßig zur Verfügung steht. Regelmäßige Besuche finden auch durch eine Physiotherapeutin statt. Eine Strahlentherapeutin informiert die Krebspatientinnen noch vor
Beginn der eigentlichen Strahlentherapie über diese
Behandlungsform und hilft so, eventuell vorhandene Ängste zu zerstreuen.

Eine weitere wichtige Basis der "knospe" ist das "konstante Therapie-Team". Die Patientinnen werden während des ganzen Therapiezeitraums von der gleichen Personengruppe, die sich aus verschiedenen medizinischen Berufen zusammensetzt, betreut.

Jeweils am ersten Mittwoch im Monat um 19 Uhr veranstaltet
das "knospe"-Team einen Informationsabend im Mehrzweckraum des
Neuen Verwaltungsgebäudes des Wilhelminenspitals für Patientinnen und ihnen nahestehende Personen. Die nächsten Termine finden am 7. April, 5. Mai, 2. Juni, 7. Juli und dem 4. August statt. (Schluß) nk/

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