Schneeberg-Zahnradbahn:

Erste neue Lok und Garnitur kommen morgen

St.Pölten (NLK) - Die erste Lokomotive der "neuen" Schneeberg-Zahnradbahn und die dazugehörige Wagen-Garnitur kommen morgen, Donnerstag, 8. April, in Puchberg am Schneeberg an, um in den kommenden Wochen in Betrieb genommen und getestet zu werden. Die zweite Lok und Wagengarnitur erreichen in zwei bis drei Wochen den Fremdenverkehrsort. Die dritte Lokomotive wird am 6. Mai - leicht verspätet, aber doch rechtzeitig für die neue Saison - nach Puchberg gelangen. Damit ist der Vollzug des Lieferplans komplett.

Geliefert werden die neuen Fahrzeuge von einem Firmenkonsortium:
Von Waagner-Biró kommen die neuen Fahrwerke. Die aus dem Standseilbahnbau bekannte Firma Swoboda in Oberweis bei Gmunden liefert die Wagenkästen. Hunslet Barclay Rail Ltd. aus Kilmarnock in Schottland ist für die Lokomotiven und die Zahnradtechnologie verantwortlich.

Die neuen Triebwagenzüge fahren nicht mit Dampf, sondern mit Diesel. Und im unkonventionellen Feuersalamander-Design. Das hat der Lauda-Air-Designer Hannes Rausch entwickelt, von dem übrigens auch das Wiesel-Design stammt. Der Feuersalamander soll an die Symbiose der Bahn mit dem Berg erinnern, weil die Züge sich gleichsam hinaufschlängeln und wie das Tier vom Aussterben bedroht waren. Das Salamander-Design gehört auch zur Verkaufsstrategie, die zielgruppenorientiert erfolgt und sowohl Bergsteiger, Ausflügler und Kurgäste als auch Eisenbahnliebhaber und technisch Interessierte ansprechen soll. Dazu gehören neben zahlreichen Verkaufsartikeln auch die Verbilligung der Fahrt in den neuen, doppelt so schnellen Triebwagenzügen und die wesentlich besser steuerbare Kapazität der Beförderung.

Schon bald nach dem Start in die neue Saison am 24. April werden jedenfalls die - fast termingerecht gelieferten - zwei Triebwagenzüge mit Loks und insgesamt 240 Sitzplätzen sowie eine dritte Lokomotive die 9 Kilometer lange Strecke und 1.200 Meter Höhenunterschied in 45 Minuten - statt wie bisher in 80 Minuten - vom Bahnhof Puchberg zur Station Hochschneeberg hochfahren. Die Kraft wird von Caterpillar-Motoren geliefert und über eine hydraulische Kupplung auf ein Achsgetriebe übertragen. Bei der Talfahrt sorgt die hydrodynamische Bremse für das "beherrschte" Tempo, und die elektronische Regelung des Motors und die Abgaskatalysatoren bringen zusätzliche Sicherheit und Umweltfreundlichkeit. Der Rad-Durchmesser der Wagen beträgt 544 Millimeter bei der bewährten Spurweite von einem Meter, der Rad-Durchmesser des Triebkopfes 744 Millimeter. Die Caterpillar-Dieselmotoren sorgen für eine maximale Geschwindigkeit von 15 Stundenkilometern.

Neben den neuen Triebwagengarnituren und den erwarteten zusätzlichen 30.000 Fahrgästen werden noch mindestens zwei originale Dampfzüge den Wettbewerb aufnehmen. Die Kosten für die Zahnradbahn sind im internationalen Vergleich fast bescheiden: 55 Millionen Schilling wurden für die neuen Züge ausgegeben, die 22 Millionen Schilling für die Werkstätten - so wurde das alte Heizhaus in Puchberg abgetragen und modern, arbeitnehmerfreundlich neu gebaut -noch nicht mitgerechnet. Die Kosten für diese bahnbrechende Investition übernimmt die NÖSBB, an der die NÖVOG des Landes Niederösterreich und die ÖBB je 50 Prozent der Anteile halten.

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