• 05.04.1999, 13:25:06
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  • OTS0027

Unfallzahlen steigen wieder

Zahl der Toten stagniert und Anstieg der Verletzten

Wien (OTS) - Bereits vor Ende des Rückreiseverkehrs steht fest,
daß Ostern 1999 mehr Verletzte als im Vorjahr zu beklagen sind. Am
Osterwochenende (von Karfreitag bis einschließlich Ostersonntag 0.00
Uhr) starben auf Österreichs Straßen nach vorläufigen Zahlen 8
Menschen, das heißt es gab genau soviel Tote wie im
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Unfälle mit
Personenschaden ist allerdings von 250 auf 287, die der Verletzten
von 345 im Vorjahr auf 396 gestiegen.

Um die Hauptunfallursache "nichtangepaßte Geschwindigkeit" in den
Griff zu bekommen, ist die Einführung des Punkteführerscheins
unumgänglich. Heuer mußten 27.710 Lenker wegen Überschreitung der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit angezeigt bzw. mit einem Organmandat
bestraft werden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 26.068.

Das vom Kuratorium für Verkehrssicherheit vorgeschlagenen Modell
zum Punkteführerschein nach international, bewährten Vorbildern wurde
allerdings im Entwurf des neuen Führerscheingesetzes überhaupt nicht
aufgenommen. "Sollte das Gesetz in dieser Vorlage im Parlament
beschlossen werden, kommt es vielmehr zu einem Rückschritt in der
Verkehrssicherheit, da der sofortige Führerscheinentzug durch die
Exekutive bei Geschwindigkeitsexzessen nicht mehr möglich ist", warnt
Dir. Dr. Othmar Thann.

"Ein Punkteführerscheinsystem, das jährlich bis zu 100 Menschen
das Leben retten kann, muß einerseits die Möglichkeit des Erwerbs von
Gutpunkten durch freiwillige Schulungen, andererseits eine
konsequente Systematik in der Punktevergabe bieten", betont das KfV.

Der positive Trend in der Unfallbilanz des letzten Jahres -
erstmals gab es weniger als 1.000 Tote - darf sich nicht wieder
umkehren. Um auf ein international vergleichbares Niveau von
höchstens 600 bis 700 Verkehrstoten zu kommen, ist es notwendig alle
Sicherheitsreserven auszuschöpfen.

(Schluß)

Rückfragehinweis: Kuratorium für Verkehrssicherheit
Abt. f. Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Barbara Pirklbauer
e-Mail: [email protected]
Internet: http://www.kfv.or.at

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