Unfallzahlen steigen wieder

Zahl der Toten stagniert und Anstieg der Verletzten

Wien (OTS) - Bereits vor Ende des Rückreiseverkehrs steht fest, daß Ostern 1999 mehr Verletzte als im Vorjahr zu beklagen sind. Am Osterwochenende (von Karfreitag bis einschließlich Ostersonntag 0.00 Uhr) starben auf Österreichs Straßen nach vorläufigen Zahlen 8 Menschen, das heißt es gab genau soviel Tote wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist allerdings von 250 auf 287, die der Verletzten von 345 im Vorjahr auf 396 gestiegen.

Um die Hauptunfallursache "nichtangepaßte Geschwindigkeit" in den Griff zu bekommen, ist die Einführung des Punkteführerscheins unumgänglich. Heuer mußten 27.710 Lenker wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit angezeigt bzw. mit einem Organmandat bestraft werden. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 26.068.

Das vom Kuratorium für Verkehrssicherheit vorgeschlagenen Modell zum Punkteführerschein nach international, bewährten Vorbildern wurde allerdings im Entwurf des neuen Führerscheingesetzes überhaupt nicht aufgenommen. "Sollte das Gesetz in dieser Vorlage im Parlament beschlossen werden, kommt es vielmehr zu einem Rückschritt in der Verkehrssicherheit, da der sofortige Führerscheinentzug durch die Exekutive bei Geschwindigkeitsexzessen nicht mehr möglich ist", warnt Dir. Dr. Othmar Thann.

"Ein Punkteführerscheinsystem, das jährlich bis zu 100 Menschen das Leben retten kann, muß einerseits die Möglichkeit des Erwerbs von Gutpunkten durch freiwillige Schulungen, andererseits eine konsequente Systematik in der Punktevergabe bieten", betont das KfV.

Der positive Trend in der Unfallbilanz des letzten Jahres -erstmals gab es weniger als 1.000 Tote - darf sich nicht wieder umkehren. Um auf ein international vergleichbares Niveau von höchstens 600 bis 700 Verkehrstoten zu kommen, ist es notwendig alle Sicherheitsreserven auszuschöpfen.

(Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Kuratorium für Verkehrssicherheit
Abt. f. Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Barbara Pirklbauer
e-Mail: pr@kfv.or.at
Internet: http://www.kfv.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEE/OTS