• 05.04.1999, 12:11:29
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  • OTS0018

Auer: Verbesserung der finanziellen Ausstattung der Kindergruppen

Gleichberechtigtes Nebeneinander statt ideologischer Positionierung

St. Pölten, (SPI) - Der Zeitraum vom Ende der Karenzzeit bis zum
Kindergarteneintritt stellt für viele Frauen und Familien ein
Problem dar. Die Kinderbetreuung ist eine der zentralen
gesellschaftlichen Aufgaben, die sowohl für das Wohl der Kinder
als auch für die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der
Lebensgestaltung der Eltern vorrangig ist. Ein besonders enger
Zusammenhang besteht zwischen der Arbeitslosigkeit von Frauen und
dem Fehlen von ausreichenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung.
Ein Problem, mit dem sich viele Mütter und Väter konfrontiert
sehen, ist die Betreuung von Kindern bis zum Eintritt in den
Kindergarten. Die neuesten Studien, wie beispielsweise vom
Institut für Arbeitsmarktbetreuung und -forschung, beweisen, daß
es bei der Flexibilität der Kinderbetreuung noch viel zu
Verbessern gibt. Ergebnis der Studie: Beim Wiedereinstieg in den
Beruf sehen die meisten Frauen vor allem Probleme in der
Unvereinbarkeit von Arbeitszeit und Kinderbetreuung.****

"Die NÖ Sozialdemokraten setzten daher in den letzten Monaten
gezielte Schwerpunkte in der Frauen und Familienpolitik. Die
Anhebung der NÖ Familienhilfe auf die von den Sozialdemokraten
geforderte Höhe des Karenzgeldes von mindestens 6.000 Schilling,
die Ausweitung des Bezieherkreises der Familienhilfe, das Recht
auf Teilzeitarbeit und die Ausweitung des Karenzgeldbezuges für
Alleinerzieher sind hier nur einige Forderungen, die in einem
Maßnahmenkatalog von Anträgen im NÖ Landtag eingebracht wurden.
Weiters sollen nach dem Willen der SP-NÖ
Kleinkinderbetreuungseinrichtungen - sogenannte ”Kiddy-Clubs” -
bedarfsdeckend in den nö. Kindergärten eingerichtet werden", so
die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten und SPNÖ-
Frauenvorsitzende, Abg. Helene Auer.

Die finanzielle Gleichstellung von
Kleinkinderbetreuungseinrichtungen mit den Kindergärten oder dem
System der Tagesmütter ist eine weitere zentrale Forderung der
SPÖ. Diese ist nämlich bei weitem noch nicht erreicht -
offensichtlich gibt es noch immer "ideologische" Bedenken der NÖVP
gegen die von den Familien gewünschten Kleinkindergruppen. Dabei
werden in Kleinkindergruppen die Kinder durch pädagogisch bestens
ausgebildetes Personal betreut, was für die spätere Entwicklung
der Kinder große Vorteile bringt.

Die NÖ Sozialdemokraten sprechen sich aber auch strickt gegen den
Vorschlag der VPNÖ zur Abschaffung des Karenzgeldes aus. "Nach dem
Willen der VPNÖ sollen das Karenzgeld, die Kinderbeihilfe und auch
der Kinderabsetzbetrag abgeschafft werden und stattdessen ein
Kinderbetreuungsscheck in der Höhe des derzeitigen
Karenzgeldbezuges eingeführt werden. Unter dem Strich erwartet
damit die Familien und die Frauen ein monatlicher
Einkommensverlust von mehreren Tausend Schilling, was nicht
akzeptabel ist. Parallel dazu würden sich nämlich die öffentlichen
Kinderbetreuungseinrichtungen - mit der ebenfalls von der VP
geforderten Abschaffung der öffentlichen Subventionen in diesem
Bereich - massivst verteuern, womit für viele Frauen eine
Kinderbetreuung und damit eine Berufsausübung praktisch unmöglich
werden würde", so Abg. Auer abschließend.
(Schluß) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200/2794

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