Auer: Verbesserung der finanziellen Ausstattung der Kindergruppen

Gleichberechtigtes Nebeneinander statt ideologischer Positionierung

St. Pölten, (SPI) - Der Zeitraum vom Ende der Karenzzeit bis zum Kindergarteneintritt stellt für viele Frauen und Familien ein Problem dar. Die Kinderbetreuung ist eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben, die sowohl für das Wohl der Kinder
als auch für die Bedürfnisse und Notwendigkeiten der Lebensgestaltung der Eltern vorrangig ist. Ein besonders enger Zusammenhang besteht zwischen der Arbeitslosigkeit von Frauen und dem Fehlen von ausreichenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung.
Ein Problem, mit dem sich viele Mütter und Väter konfrontiert sehen, ist die Betreuung von Kindern bis zum Eintritt in den Kindergarten. Die neuesten Studien, wie beispielsweise vom
Institut für Arbeitsmarktbetreuung und -forschung, beweisen, daß es bei der Flexibilität der Kinderbetreuung noch viel zu
Verbessern gibt. Ergebnis der Studie: Beim Wiedereinstieg in den Beruf sehen die meisten Frauen vor allem Probleme in der Unvereinbarkeit von Arbeitszeit und Kinderbetreuung.****

"Die NÖ Sozialdemokraten setzten daher in den letzten Monaten gezielte Schwerpunkte in der Frauen und Familienpolitik. Die Anhebung der NÖ Familienhilfe auf die von den Sozialdemokraten geforderte Höhe des Karenzgeldes von mindestens 6.000 Schilling, die Ausweitung des Bezieherkreises der Familienhilfe, das Recht
auf Teilzeitarbeit und die Ausweitung des Karenzgeldbezuges für Alleinerzieher sind hier nur einige Forderungen, die in einem Maßnahmenkatalog von Anträgen im NÖ Landtag eingebracht wurden. Weiters sollen nach dem Willen der SP-NÖ Kleinkinderbetreuungseinrichtungen - sogenannte ”Kiddy-Clubs” -bedarfsdeckend in den nö. Kindergärten eingerichtet werden", so die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten und SPNÖ-Frauenvorsitzende, Abg. Helene Auer.

Die finanzielle Gleichstellung von Kleinkinderbetreuungseinrichtungen mit den Kindergärten oder dem System der Tagesmütter ist eine weitere zentrale Forderung der SPÖ. Diese ist nämlich bei weitem noch nicht erreicht -offensichtlich gibt es noch immer "ideologische" Bedenken der NÖVP gegen die von den Familien gewünschten Kleinkindergruppen. Dabei werden in Kleinkindergruppen die Kinder durch pädagogisch bestens ausgebildetes Personal betreut, was für die spätere Entwicklung der Kinder große Vorteile bringt.

Die NÖ Sozialdemokraten sprechen sich aber auch strickt gegen den Vorschlag der VPNÖ zur Abschaffung des Karenzgeldes aus. "Nach dem Willen der VPNÖ sollen das Karenzgeld, die Kinderbeihilfe und auch der Kinderabsetzbetrag abgeschafft werden und stattdessen ein Kinderbetreuungsscheck in der Höhe des derzeitigen Karenzgeldbezuges eingeführt werden. Unter dem Strich erwartet damit die Familien und die Frauen ein monatlicher
Einkommensverlust von mehreren Tausend Schilling, was nicht akzeptabel ist. Parallel dazu würden sich nämlich die öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen - mit der ebenfalls von der VP geforderten Abschaffung der öffentlichen Subventionen in diesem Bereich - massivst verteuern, womit für viele Frauen eine Kinderbetreuung und damit eine Berufsausübung praktisch unmöglich werden würde", so Abg. Auer abschließend.
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