Ausstellung über Kamptalbahn und ihre Brücken

Langenlois: Bis 26. Oktober geöffnet

St.Pölten (NLK) - Seit 110 Jahren - das genaue Datum der Eröffnung ist der 16. Juli 1889 - verbindet die Bahnstrecke Hadersdorf und Sigmundsherberg. Grund genug, heuer das Eisenbahnjubiläum und das "Rundherum" in den Gemeinden der Region in den Mittelpunkt zu stellen. Vergangenen Donnerstag, 25. März, wurde eine sehenswerte Ausstellung in der Phönix-Halle der Stahlbaufirma Renner in Langenlois eröffnet. Die Ausstellung ist noch bis 26. Oktober täglich von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

Bereits im Jahr 1862 forderten beinahe alle Gemeinden zwischen Weitra, Zwettl, Horn, Gars am Kamp und Langenlois für die Franz-Josefs-Bahn auch eine Trasse durch das Kamptal. Nach der Fertigstellung fiel die Bahn besonders durch die mehr als 40 Brücken auf, auf die der Schienenweg den Kamp überquerte. Die Diskussion um die Brücken, besonders über die historischen Stahlfachwerk-Brücken, im Jahr 1998 führte bekanntlich dazu, daß sehenswerte Bauwerke erhalten blieben. Eine Bürgerinitiative hatte letztlich Erfolg: Drei Brücken in Stiefern, Plank und Rosenburg werden - einer Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll folgend - nach langen Verhandlungen mit den ÖBB buchstäblich in letzter Minute rekonstruiert bzw. saniert, wofür 20 Millionen Schilling ausgegeben werden. Erbauer der 44 Kilometer langen Strecke, die das Waldviertel mit dem Donautal verband, war die Österreichische Lokaleisenbahngesellschaft (ÖLEG), die in Böhmen und in Mähren eine Reihe von Nebenstrecken und auf österreichischem Gebiet, außer Hadersdorf - Sigmundsherberg, auch die Linien Tulln - St.Pölten und Herzogenburg - Krems betrieben.

Außer der Bahn-Darstellung wird in der Phönix-Halle der Firma Renner dem Besucher auch ein Stück Heimatgeschichte vermittelt, eingebettet in die Arbeitswelt einer Stahl- und Metallbaufirma, die selbst im Brückenbau engagiert ist. Der Besucher kann also selbst während der Ausstellung in einem eisenverarbeitenden Betrieb zuschauen, wie gearbeitet wird. Die Ausstellung kann auch an Wochenenden und Feiertagen nach Vereinbarung besucht werden. Nähere Informationen bietet Ausstellungsleiter Josef Hadrbolec unter der Telefonnummer 02734/2218-22. Die Eintrittspreise betragen für Erwachsene 30 Schilling, für Schüler und Pensionisten 20 Schilling.

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