Ozonsaison 1999: Information für alle Bürger

Für alle Vorfälle gerüstet: Vollautomatische Erfassung der Daten

St.Pölten (NLK) - Laut Kalender (und nach dem Gesetz) begann gestern, 1. April, wieder offiziell die Ozonsaison. Sie dauert bis 30. September und nimmt sozusagen die negativen Ereignisse vorweg, wenn das Wetter "stimmt": Strahlt die Sonne nämlich genug Wärme aus, dann bildet sich aus den "Vorläufersubstanzen - zu den wichtigsten zählen die Stickoxide und die flüchtigen Kohlenwasserstoffe - oft erstaunlich schnell Ozon. Der wichtigste Produzent dieser "Vorläufersubstanzen" ist übrigens der Kfz-Verkehr.

Theoretisch, doch eher unwahrscheinlich, kann schon im April die Ozon-Vorwarnstufe von 0,200 Milligramm pro Kubikmeter Luft überschritten werden. Viel "belastender" ist freilich der Hochsommer. Im Vorjahr wurden im Juli und im August einige markante "Ausreißer" im Großraum Wien und im Weinviertel beobachtet, die teilweise zu massiven Überschreitungen des Grenzwertes der Ozon-Vorwarnstufe führten. Wenn das Wetter wie 1996 und 1997 im Sommer sehr schlecht ausfällt, entfällt die Ozonsaison fast oder zur Gänze. Doch sonst hat Ozon "Saison", und wir können auch heuer damit rechnen, daß im Sommer erhöhte Konzentrationen auftreten, sofern er uns mit schönem Wetter verwöhnt. Die erste Warnstufe von 0,300 Milligramm pro Kubikmeter Luft wurde allerdings in Niederösterreich noch nicht überschritten, und auch heuer ist zu erwarten, daß die Ozonwerte unter dieser Marke bleiben.

Bei Ozonwerten über der Vorwarnstufe sollten empfindliche Personen wie Kleinkinder, Herz- oder Asthmakranke ungewohnte Anstrengungen im Freien vermeiden. Der normale Aufenthalt im Freien ist nicht bedenklich.

Das NÖ Luftgütemeßnetz ist jedenfalls auch heuer wieder für eine Ozonsaison gerüstet. An 29 Luftgütemeßstellen in Niederösterreich wird die Ozonbelastung rund um die Uhr vollautomatisch erfaßt und in kurzfristigen Abständen an die Zentrale übermittelt. Warnungen mit Personenruf - auch "Pager" genannt - an die Mitarbeiter erfolgen bei erhöhten Ozonwerten auch außerhalb der Dienstzeit sowie an Wochenenden und Feiertagen. Wenn die Vorwarnstufe überschritten ist, wird die Meßnetzzentrale auf alle Fälle besetzt. Informationen werden so rasch wie möglich an den ORF und andere Radiostationen, an Medien und an die Meßnetzbetreiber anderer Bundesländer übermittelt. Die Auslösung der Vorwarnstufe und anderer Warnstufen erfolgt übrigens gemeinsam mit Wien und dem Burgenland, da sie mit Niederösterreich zum "Ozonüberwachungsgebiet 1" zusammengefaßt sind. Die Auslösung geschieht für das gesamte Überwachungsgebiet, ohne Rücksicht darauf, wo die Belastungsschwerpunkte sind, wenn nur bei mindestens zwei Meßstellen und anhaltendem Schönwetter die Grenzwerte überschritten werden.

Die Bürgerinnen und Bürger erfahren am schnellsten über die Nachrichtensender von der Auslösung der Vorwarnstufe. Das Land Niederösterreich bemüht sich auch, möglichst rasch über die Luftgütedaten zu informieren. Daher steht auch heuer das Ozontelefon unter der Nummer 02742/1580 für aktuelle Daten zur Verfügung. Nicht nur Ozondaten, sondern auch andere Schadstoffe und das Wetter können aktuell seit diesem Jahr im Internet unter www.noel.gv.at/service/bd/luft abgelesen werden. Der tägliche Luftgütebericht mit einem 24-Stunden-Überblick, der am Vormittag und bei Ozon-Ereignissen mehrmals am Tag aktualisiert wird, kann unter der Telefonnummer 02742/200-4444 abgehört werden.

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