- 02.04.1999, 09:55:43
- /
- OTS0072
Ozonsaison 1999: Information für alle Bürger
Für alle Vorfälle gerüstet: Vollautomatische Erfassung der Daten
St.Pölten (NLK) - Laut Kalender (und nach dem Gesetz) begann
gestern, 1. April, wieder offiziell die Ozonsaison. Sie dauert bis
30. September und nimmt sozusagen die negativen Ereignisse vorweg,
wenn das Wetter "stimmt": Strahlt die Sonne nämlich genug Wärme aus,
dann bildet sich aus den "Vorläufersubstanzen - zu den wichtigsten
zählen die Stickoxide und die flüchtigen Kohlenwasserstoffe - oft
erstaunlich schnell Ozon. Der wichtigste Produzent dieser
"Vorläufersubstanzen" ist übrigens der Kfz-Verkehr.
Theoretisch, doch eher unwahrscheinlich, kann schon im April die
Ozon-Vorwarnstufe von 0,200 Milligramm pro Kubikmeter Luft
überschritten werden. Viel "belastender" ist freilich der Hochsommer.
Im Vorjahr wurden im Juli und im August einige markante "Ausreißer"
im Großraum Wien und im Weinviertel beobachtet, die teilweise zu
massiven Überschreitungen des Grenzwertes der Ozon-Vorwarnstufe
führten. Wenn das Wetter wie 1996 und 1997 im Sommer sehr schlecht
ausfällt, entfällt die Ozonsaison fast oder zur Gänze. Doch sonst hat
Ozon "Saison", und wir können auch heuer damit rechnen, daß im Sommer
erhöhte Konzentrationen auftreten, sofern er uns mit schönem Wetter
verwöhnt. Die erste Warnstufe von 0,300 Milligramm pro Kubikmeter
Luft wurde allerdings in Niederösterreich noch nicht überschritten,
und auch heuer ist zu erwarten, daß die Ozonwerte unter dieser Marke
bleiben.
Bei Ozonwerten über der Vorwarnstufe sollten empfindliche Personen
wie Kleinkinder, Herz- oder Asthmakranke ungewohnte Anstrengungen im
Freien vermeiden. Der normale Aufenthalt im Freien ist nicht
bedenklich.
Das NÖ Luftgütemeßnetz ist jedenfalls auch heuer wieder für eine
Ozonsaison gerüstet. An 29 Luftgütemeßstellen in Niederösterreich
wird die Ozonbelastung rund um die Uhr vollautomatisch erfaßt und in
kurzfristigen Abständen an die Zentrale übermittelt. Warnungen mit
Personenruf - auch "Pager" genannt - an die Mitarbeiter erfolgen bei
erhöhten Ozonwerten auch außerhalb der Dienstzeit sowie an
Wochenenden und Feiertagen. Wenn die Vorwarnstufe überschritten ist,
wird die Meßnetzzentrale auf alle Fälle besetzt. Informationen werden
so rasch wie möglich an den ORF und andere Radiostationen, an Medien
und an die Meßnetzbetreiber anderer Bundesländer übermittelt. Die
Auslösung der Vorwarnstufe und anderer Warnstufen erfolgt übrigens
gemeinsam mit Wien und dem Burgenland, da sie mit Niederösterreich
zum "Ozonüberwachungsgebiet 1" zusammengefaßt sind. Die Auslösung
geschieht für das gesamte Überwachungsgebiet, ohne Rücksicht darauf,
wo die Belastungsschwerpunkte sind, wenn nur bei mindestens zwei
Meßstellen und anhaltendem Schönwetter die Grenzwerte überschritten
werden.
Die Bürgerinnen und Bürger erfahren am schnellsten über die
Nachrichtensender von der Auslösung der Vorwarnstufe. Das Land
Niederösterreich bemüht sich auch, möglichst rasch über die
Luftgütedaten zu informieren. Daher steht auch heuer das Ozontelefon
unter der Nummer 02742/1580 für aktuelle Daten zur Verfügung. Nicht
nur Ozondaten, sondern auch andere Schadstoffe und das Wetter können
aktuell seit diesem Jahr im Internet unter
www.noel.gv.at/service/bd/luft abgelesen werden. Der tägliche
Luftgütebericht mit einem 24-Stunden-Überblick, der am Vormittag und
bei Ozon-Ereignissen mehrmals am Tag aktualisiert wird, kann unter
der Telefonnummer 02742/200-4444 abgehört werden.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK/NLK