• 01.04.1999, 13:36:19
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  • OTS0179

Das diesjährige Thema des Wiener Stadtverband des MKV ist der Religionsunterricht. Der Wiener Stadtverband des MKV gibt zum diesem Thema und eine Broschüre heraus

Wien (OTS) - Er spricht sich für einen klar konfessionell
definierten Religionsunterricht im Sinne des Konkordats aus. Auch die
Berechtigung von religösen Schulveranstaltungen als ein Stück
gelebter positiver Religionsfreiheit wird angesprochen. Gleichzeitig
begrüßt er einen Ersatzunterricht "Ethik" für diejenigen Schüler,
die an einem konfessionellen Religionsunterricht nicht teilnehmen
können oder wollen. Für diese Schülergruppe ist er eine sinnvolle,
weil für ihre Lebensgestaltung hilfreiche, Verpflichtung.

Es ist nicht einzusehen, daß man sich gerade von jenem Gegenstand,
der die für unsere Gesellschaft immer wichtiger werdende
ethisch-moralische Kompetenz fördert, ersatzlos verabschieden kann.
Die Schüler ohne religiöses Bekenntnis bzw. deren Eltern müssen
selbstverständlich auch weiterhin die Freiheit haben, zwischen den
beiden Angeboten frei zu wählen. Viele werden dem Religionsunterricht
mit seinem klar definierten Inhalt und seiner offengelegten
Botschaften den Vorzug geben.

Für beide Gegenstände, die weniger in Konkurrenz sondern in
konstruktiver Ergänzung zu sehen sind, soll auch im neuen
Lehrplankonzept für die Sekundarstufe I jedenfalls ein
"religiös-ethisch-philosophischer" Bildungsbereich vorgesehen werden.
Gerade in unserer Gesellschaft, die zum Überleben ein festes
gemeinsames ethisch-religiöses Fundament braucht, könnte wirklich
niemand verstehen, daß es zwar einen Bildungsbereich "Kreativität und
Gestaltung" und "Gesundheit und Bewegung" gibt, aber für den
grundlegensten, weil sinnstiftenden und wertevermittelnden Bereich
von Ethik, Religion und Philosophie kein Platz sein soll. Das, was
uns Österreicher durch Jahrhunderte geprägt und ausgezeichnet hat,
tiefe und echte Religiosität, ethische Verantwortung über unsere
Grenzen hinaus und eine stolze philosophische Tradition würde hier
mit einem fürwahr nicht kühnen Streich beiseite geschoben. Es wäre
eine Schande und kein Bildungsverantwortlicher in diesem Land kann
hier wort- und tatenlos zusehen.

Als Abschlußveranstaltung findet am 30. Juni im Christlichen
Vereinshaus in Wien 8, Laudong. 16 eine Diskussion zum Thema statt.
Teilnehmen werden der Erzbischof von Wien, DDr. Christoph Kardinal
Schönborn, der Präsident des Wiener Stadtschulrates, Dr. Kurt Scholz,
der Abg. z. NR Dr. Volker Kier, LIF, sowie der Bildungssprecher der
ÖVP Wien Prof. Walter Strobl. Beginn der Veranstaltung 17.00 Uhr.

Rückfragehinweis: Wiener Stadtverband des MKV
Herbert Fritz
Vorsitzender
Tel.: 0676/500 39 89 oder
216 15 61

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