Das diesjährige Thema des Wiener Stadtverband des MKV ist der Religionsunterricht. Der Wiener Stadtverband des MKV gibt zum diesem Thema und eine Broschüre heraus

Wien (OTS) - Er spricht sich für einen klar konfessionell definierten Religionsunterricht im Sinne des Konkordats aus. Auch die Berechtigung von religösen Schulveranstaltungen als ein Stück gelebter positiver Religionsfreiheit wird angesprochen. Gleichzeitig begrüßt er einen Ersatzunterricht "Ethik" für diejenigen Schüler, die an einem konfessionellen Religionsunterricht nicht teilnehmen können oder wollen. Für diese Schülergruppe ist er eine sinnvolle, weil für ihre Lebensgestaltung hilfreiche, Verpflichtung.

Es ist nicht einzusehen, daß man sich gerade von jenem Gegenstand, der die für unsere Gesellschaft immer wichtiger werdende ethisch-moralische Kompetenz fördert, ersatzlos verabschieden kann. Die Schüler ohne religiöses Bekenntnis bzw. deren Eltern müssen selbstverständlich auch weiterhin die Freiheit haben, zwischen den beiden Angeboten frei zu wählen. Viele werden dem Religionsunterricht mit seinem klar definierten Inhalt und seiner offengelegten Botschaften den Vorzug geben.

Für beide Gegenstände, die weniger in Konkurrenz sondern in konstruktiver Ergänzung zu sehen sind, soll auch im neuen Lehrplankonzept für die Sekundarstufe I jedenfalls ein "religiös-ethisch-philosophischer" Bildungsbereich vorgesehen werden. Gerade in unserer Gesellschaft, die zum Überleben ein festes gemeinsames ethisch-religiöses Fundament braucht, könnte wirklich niemand verstehen, daß es zwar einen Bildungsbereich "Kreativität und Gestaltung" und "Gesundheit und Bewegung" gibt, aber für den grundlegensten, weil sinnstiftenden und wertevermittelnden Bereich von Ethik, Religion und Philosophie kein Platz sein soll. Das, was uns Österreicher durch Jahrhunderte geprägt und ausgezeichnet hat, tiefe und echte Religiosität, ethische Verantwortung über unsere Grenzen hinaus und eine stolze philosophische Tradition würde hier mit einem fürwahr nicht kühnen Streich beiseite geschoben. Es wäre eine Schande und kein Bildungsverantwortlicher in diesem Land kann hier wort- und tatenlos zusehen.

Als Abschlußveranstaltung findet am 30. Juni im Christlichen Vereinshaus in Wien 8, Laudong. 16 eine Diskussion zum Thema statt. Teilnehmen werden der Erzbischof von Wien, DDr. Christoph Kardinal Schönborn, der Präsident des Wiener Stadtschulrates, Dr. Kurt Scholz, der Abg. z. NR Dr. Volker Kier, LIF, sowie der Bildungssprecher der ÖVP Wien Prof. Walter Strobl. Beginn der Veranstaltung 17.00 Uhr.

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