- 01.04.1999, 12:35:22
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Greenpeace begrüßt Prammers "Aktion scharf" gegen PVC-Kleinkinderspielzeug
Greenpeace an Länder: Produkte rasch vom Markt nehmen
Wien (OTS) - In einer ersten Reaktion begrüßte Greenpeace die
heute startende "Aktion scharf" von Ministerin Prammer gegen
illegales PVC-Kleinkinderspielzeug. Damit würde Prammer endlich gegen
den unhaltbaren Zustand, daß gesundheitsgefährdende und verbotene
Produkte nach wie vor verkauft werden, vorgehen. Greenpeace
appellierte außerdem dringend an die Länder und den Handel, die
illegalen Produkte sofort aus dem Verkehr zu ziehen: ,Unsere Kinder
dürfen nicht zu Opfern von rücksichtlosen Verkaufsinteressen werden",
unterstrich Greenpeace Sprecher Matthias Schickhofer. ,Wenn Produkte
aus gutem Grund verboten sind, dann haben sie in den Regalen einfach
nichts verloren!"
Die steirische Frau Landeshauptmann Waltraud Klasnic hatte am
Dienstag umgehend reagiert und für die Steiermark als erstes
Bundesland angekündigt, die Produkte aus dem Verkehr zu ziehen. Auch
Niederösterreich hat mittlerweile Schritte gegen die illegalen
Baby-Spielsachen eingeleitet. ,Wir fordern nun auch die übrigen
Bundesländer auf, diesen Beispielen zu folgen und dafür zu sorgen,
daß gesundheitsgefährdende PVC-Produkte rasch aus den Regalen
entfernt werden", so Schickhofer weiter.
Greenpeace hatte am Montag Alarm geschlagen: Greenpeace-Tester
waren in ganz Österreich auf illegales PVC-Kleinkinderspielzeug
gestoßen und haben knapp hundert Anzeigen erstattet. Um das seit
Jänner 1999 geltende Verbot für Weichmacher in PVC-Produkten für
Kinder unter drei Jahren zu umgehen, hatten einige Hersteller ihre
Baby-Spielwaren sogar bewußt irreführend als "nicht geeignet für
Kinder unter drei Jahren" deklariert.
Rückfragehinweis: Herwig Schuster, Greenpeace Österreich,
Tel. 01/5454580-41 oder 0664/ 431 92 14 Matthias Schickhofer,
Greenpeace Österreich, Tel: 01/ 5454580-44 oder 0664/ 338 65 03
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