• 01.04.1999, 10:41:03
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  • OTS0090

Schlögl: Verstärkte Überwachung des Straßenverkehrs am Osterwochenende

Wien (OTS) - Die Polizei und Gendarmerie wird sich in der Zeit
vom 2. 4. 1999 bis 6. 4. 1999 verstärkt der Verkehrsüberwachung
widmen. Der fließende Verkehr wird durch den Einsatz aller
verfügbaren Beamten und Geräte kontrolliert werden. Der Schwerpunkt
wird dabei auf die Einhaltung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit und
das Feststellen und Verhindern des Lenkens von Fahrzeugen in
alkoholisiertem Zustand gelegt werden, stellte heute Innenminister
Mag. Karl Schlögl fest.

Den Beamten stehen ca. 2.000 Streifenfahrzeuge, 250
Verkehrsstreifen, 530 Motorräder und 75 Zivilstreifenfahrzeuge zur
Verfügung. 82 Zivilstreifenfahrzeuge - darunter auch Motorräder -
sind mit einer Video-Verkehrsüberwachungsanlage ausgestattet. 1.298
Lasergeräte, 76 mobile Radargeräte und 79 stationäre Anlagen, die
wechselweise in 371 Radarschutzkabinen eingebaut werden können,
unterstützen die Arbeit der Exekutivbeamten.

1.488 Alkomaten stehen den Sicherheitswache- und
Gendarmeriebeamten zur Messung des Atemalkoholgehaltes von
Fahrzeuglenkern zur Verfügung. Zur Verkehrslenkung, -steuerung und
-überwachung werden auch 8 Hubschrauber und 3 Flächenflugzeuge des
Innenministeriums eingesetzt.

Im vergangenen Jahr waren am Osterwochenende bei 302 Unfällen 13
Verkehrsteilnehmer tödlich verunglückt und 423 verletzt worden. 1992
und 1995 wurde mit 8 Verkehrstoten das günstigste Ergebnis seit
Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1968)
verzeichnet. Zum Vergleich dazu mußten im bisher schlimmsten Jahr 39
Tote am Osterwochenende 1976 beklagt werden.

Von der Exekutive wurden im Vorjahr zu Ostern 36.007
Fahrzeugslenker wegen Überschreitung der zulässigen
Höchstgeschwindigkeit beanstandet, 2.003 Alkotests mit dem Alkomat
vorgenommen, wobei in 570 Fällen Anzeige wegen Alkoholisierung
erstattet werden mußte. Österreichweit wurden insgesamt 326
Führerscheine vorläufig abgenommen.

Aus Anlaß des zu erwartenden starken Osterreiseverkehrs, vor allem
auf den traditionellen Ausflugsrouten und auf allen Transit- und
Hauptverkehrsstraßen, rief Schlögl die Kraftfahrer dazu auf, die
Fahrgeschwindigkeit den jeweiligen Witterungs-, Straßen- und
Lichtverhältnissen anzupassen und keine waghalsigen Überholmanöver
durch risikoreiches und schnelles Fahren zu erzwingen.

Weiters sollten die Fahrzeuglenker auf den vernünftigen Umgang mit
Alkohol unbedingt achten, durch Einhaltung von Ruhepausen, die
zahlreichen Übermüdungsunfälle vermeiden und nicht zuletzt auf die
besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, Fußgänger und
Mopedfahrer vermehrt Rücksicht nehmen.

Die Unfallsituation seit Beginn dieses Jahres stellt sich -
nachdem im Vorjahr erstmals seit 46 Jahren weniger als 1000
Verkehrsopfer verzeichnet wurden - wieder leicht negativ dar. Die
vorläufige Zahl der 174 Verkehrstoten seit 1. Jänner dieses Jahres
bedeutet um 10 oder 6 % mehr gegenüber 1998. Auch bei den
Gesamtunfällen mit Personenschaden sowie den Verletzten ergibt sich
für den Jänner 1999 ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Deshalb rief Innenminister Schlögl die Verkehrsteilnehmer zu einem
noch verantwortungsbewußteren Verhalten auf und hofft, auch durch die
vestärkten Überwachungsmaßnahmen, die Zahl der Unfallopfer weiter zu
senken.

Rückfragehinweis: BM f. Inneres
Tel.: 531 26-2042

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