Schlögl: Verstärkte Überwachung des Straßenverkehrs am Osterwochenende

Wien (OTS) - Die Polizei und Gendarmerie wird sich in der Zeit
vom 2. 4. 1999 bis 6. 4. 1999 verstärkt der Verkehrsüberwachung widmen. Der fließende Verkehr wird durch den Einsatz aller verfügbaren Beamten und Geräte kontrolliert werden. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Einhaltung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit und das Feststellen und Verhindern des Lenkens von Fahrzeugen in alkoholisiertem Zustand gelegt werden, stellte heute Innenminister Mag. Karl Schlögl fest.

Den Beamten stehen ca. 2.000 Streifenfahrzeuge, 250 Verkehrsstreifen, 530 Motorräder und 75 Zivilstreifenfahrzeuge zur Verfügung. 82 Zivilstreifenfahrzeuge - darunter auch Motorräder -sind mit einer Video-Verkehrsüberwachungsanlage ausgestattet. 1.298 Lasergeräte, 76 mobile Radargeräte und 79 stationäre Anlagen, die wechselweise in 371 Radarschutzkabinen eingebaut werden können, unterstützen die Arbeit der Exekutivbeamten.

1.488 Alkomaten stehen den Sicherheitswache- und Gendarmeriebeamten zur Messung des Atemalkoholgehaltes von Fahrzeuglenkern zur Verfügung. Zur Verkehrslenkung, -steuerung und -überwachung werden auch 8 Hubschrauber und 3 Flächenflugzeuge des Innenministeriums eingesetzt.

Im vergangenen Jahr waren am Osterwochenende bei 302 Unfällen 13 Verkehrsteilnehmer tödlich verunglückt und 423 verletzt worden. 1992 und 1995 wurde mit 8 Verkehrstoten das günstigste Ergebnis seit Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1968) verzeichnet. Zum Vergleich dazu mußten im bisher schlimmsten Jahr 39 Tote am Osterwochenende 1976 beklagt werden.

Von der Exekutive wurden im Vorjahr zu Ostern 36.007 Fahrzeugslenker wegen Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit beanstandet, 2.003 Alkotests mit dem Alkomat vorgenommen, wobei in 570 Fällen Anzeige wegen Alkoholisierung erstattet werden mußte. Österreichweit wurden insgesamt 326 Führerscheine vorläufig abgenommen.

Aus Anlaß des zu erwartenden starken Osterreiseverkehrs, vor allem auf den traditionellen Ausflugsrouten und auf allen Transit- und Hauptverkehrsstraßen, rief Schlögl die Kraftfahrer dazu auf, die Fahrgeschwindigkeit den jeweiligen Witterungs-, Straßen- und Lichtverhältnissen anzupassen und keine waghalsigen Überholmanöver durch risikoreiches und schnelles Fahren zu erzwingen.

Weiters sollten die Fahrzeuglenker auf den vernünftigen Umgang mit Alkohol unbedingt achten, durch Einhaltung von Ruhepausen, die zahlreichen Übermüdungsunfälle vermeiden und nicht zuletzt auf die besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer, Fußgänger und Mopedfahrer vermehrt Rücksicht nehmen.

Die Unfallsituation seit Beginn dieses Jahres stellt sich -nachdem im Vorjahr erstmals seit 46 Jahren weniger als 1000 Verkehrsopfer verzeichnet wurden - wieder leicht negativ dar. Die vorläufige Zahl der 174 Verkehrstoten seit 1. Jänner dieses Jahres bedeutet um 10 oder 6 % mehr gegenüber 1998. Auch bei den Gesamtunfällen mit Personenschaden sowie den Verletzten ergibt sich für den Jänner 1999 ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Deshalb rief Innenminister Schlögl die Verkehrsteilnehmer zu einem noch verantwortungsbewußteren Verhalten auf und hofft, auch durch die vestärkten Überwachungsmaßnahmen, die Zahl der Unfallopfer weiter zu senken.

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