ots Ad hoc-Service: RINOL AG <DE0007051807> Bericht zum Geschäftsjahr 1998 / Wir sind auf dem richtigen Weg! Trotz geringerer Erträge im Inland

Rennigen (ots Ad hoc-Service) - Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich

Die RINOL Gruppe, in Europa
führender Anbieter von Industrieböden und Beschichtungen mit Sitz in Renningen bei Stuttgart, hat ihren erfolgreichen Expansionskurs auch in 1998 fortgesetzt. Nach sieben Jahren kontinuierlicher Steigerung wesentlicher Meßgrößen des Erfolges konnte der Konzernumsatz 1998 mehr als verdoppelt und auf die neue Rekordmarke von 579 Millionen DM gesteigert werden. Der Auslandsanteil am Umsatz der Gruppe erreichte 1998 bereits 46% des Gesamtumsatzes. Damit hat RINOL das für das Jahr 2000 angestrebte Ziel, die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu erwirtschaften, vorzeitig verwirklicht. Entsprechend waren von der Gesamtzahl der 1.683 Mitarbeiter in 1998 bereits 42% im Ausland beschäftigt (Vorjahr 6%).

Dennoch ist der Vorstand nicht mit dem Erreichten zufrieden. Die selbst gesteckten hohen Ertragsziele konnten nicht erreicht werden. Nach einem guten Verlauf des ersten Halbjahres kam es Ende des dritten und insbesondere im vierten Quartal und vor allem im Inland durch eine ungewöhnlich große und in diesem Maße nicht vorhersehbare Anzahl von negativen Faktoren zu einer Beeinträchtigung des Planergebnisses. Für das Gesamtunternehmen ergibt sich ein Ergebnis nach DVFA/SG von 18,3 Mio. DM. Damit liegt das Ergebnis je Aktie nach DVFA/SG bei 3,12 DM (Vorjahr 3,45 DM). Der Jahresüberschuß für das Geschäftsjahr 1998 beträgt 12,75 Mio. DM nach 17,88 Mio. DM in 1997. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt bei 19,44 Mio. DM (Vorjahr 27,74 Mio.DM).

Für das Nicht-Erreichen des Ergebniszieles sieht der Vorstand -neben den einmaligen Kosten für die Integration der ROCLAND Gruppe -vor allem Ursachen, die in der Entwicklung des Marktes im Inland begründet sind. Die RINOL Gruppe konnte ihre Marktposition in Deutschland ausbauen. Dies ging in dem stagnierenden bzw. gerade in den Neuen Bundesländern rückläufigen Markt zu Lasten der Marge. Zudem mußten besonders diejenigen Beteiligungsgesellschaften, die sich stark auf den ostdeutschen Markt konzentrieren, zum Ende des Jahres ungewöhnlich hohe Forderungsverluste aufgrund einer insbesondere im Osten Deutschlands gestiegenen Firmen-Konkursquote hinnehmen. Dementsprechend hat die Unternehmensführung die Risikovorsorge deutlich erhöht. Die deutschlandweite Einführung von SAP/R3 als Standardsoftware, die künftig zu Einsparungen führen wird, verursachte im Geschäftsjahr 1998 zunächst erhöhte Aufwendungen.

Der Vorstand der RINOL AG hat auf die Verschlechterung der allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland frühzeitig reagiert. Wie bereits bei der Übernahme der ROCLAND Gruppe aNgekündigt, soll das Deutschlandgeschäft gebündelt werden, sollen Synergien noch effektiver genutzt und die Konzentration auf RINOL Kernkompetenzen verstärkt werden. Aufgrund der Entwicklung der Unternehmen, die von den negativen Faktoren besonders betroffen waren, hat der Vorstand der RINOL AG strategische Maßnahmen entwickelt. Viele dieser Maßnahmen sInd unabdingbar. Natürlich ist sich die Unternehmensführung der sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern bewußt. Doch die RINOL Gruppe muß sich den veränderten Rahmenbedingungen und Perspektiven im Inland anpassen. Beteiligungen, die nicht mehR profitabel sind, werden umstrukturiert, aufgelöst oder verkauft.

Strategische Maßnahmen:

1. Schaffung optimaler Betriebsgrößen und Straffung der Firmenstandorte mit dem Ziel, die Strukturkosten im Inland deutlich zu reduzieren. Zwei Standorte in den Neuen Bundesländern - Dresden und Gera - wurden 1999 aufgelöst, die Stützpunkte in Bitterfeld und Berlin werden, der geringeren Nach- frage entsprechend, stark reduziert.

Die Firma Helmut Knöller Fußbodentechnik GmbH wird rückwirkend zum 01.01.1999 mit der ebenfalls in Nürnberg ansässigen Plößl, Megerle & Partner GmbH (PMP) verschmolzen. Dadurch verbessert sich die Relation von Strukturkosten zu Umsatz- erlösen und Betriebsgröße drastisch.

2. Optimierung der Produktportfolios: Aufgabe von Standardprodukten, die starkem Preisdruck und Vergleichbarkeit der Anbieter unterliegen. Dagegen konzentrieren wir die RINOL Tochterunternehmen stärker auf Spezial- und Nischenprodukte, bei denen wir über Qualitätsvorteile gegenüber Mitbewerbern verfügen und die somit höhere Margen einbringen. Im Falle von PMP/Knöller wurde aus diesem Grunde die Abteilung Estrich und Ober- beläge mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

3. Konzentration auf die RINOL Kernkompetenzen bzw. Trennung von artfremden Geschäftsfeldern. Die Anteile an der Termer Decotec Gesellschaft für Dekontaminierungstechnik mbH wurden im März 1999 veräußert.

4. Restrukturierung betrieblicher Organisations- und Managementstrukturen im Hinblick auf höhere Effektivität und geringere Strukturkosten. Beispielsweise wurde bei der Firma Duralit Industrieboden GmbH bereits zu Beginn des Jahres die gesamte Ablauforganisation und Managementstruktur neu geordnet. 5. Begleitende Maßnahmen zur Erhöhung der Risikovorsorge:

Verbessertes Forderungs-Management und verfeinerte Mechanismen im Bereich des Management-Informations-Systemes auf der Basis von SAP/R3. Bei dieser ersten Welle von Restrukturierungen im Inland wurden bis Ende März 1999 Personalanpassungen um 55 Mitarbeiter vorgenommen. Konsolidierung im Inland - Expansion im Ausland:

Die Entwicklung auf dem Inlandsmarkt hat unsere Strategie bestätigt, unser Geschäft zu internationalisieren und die vorhandenen Wachstumschancen im Ausland wahrzunehmen. Im Gegensatz zur Konzentration im Inland führen wir unsere Expansions-Strategie im Ausland konsequent fort. Wir sind sicher, mit diesem Konzept unseren Börsenwert wieder nachhaltig zu erhöhen. Unsere Aktie ist deutlich unterbewertet. Der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat,trotz der verbreiterten Kapitalbasis eine Dividende von 1,00 DM je Stammaktie auszu- schütten, unterstreicht die ergebnisorientierte Dividendenpolitik der RINOL AG. Diese Dividende stammt ausschließlich aus EK 045 und ist damit mit einer vollen Steuergutschrift versehen.

Das Jahr 1999 nehmen wir als Aufforderung und Chance gleichermaßen, auf unserem Wege zur Weltmarktführerschaft im Inland ein Stabilisierungs- und Konsolidierungsjahr einzulegen, im Ausland aber weiter zu expandieren. Nachdem wir im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland erfolgreich unseren Marktanteil ausbauen konnten, steht in 1999 die Ertragssteigerung im Vordergrund.

Die Planungen der RINOL Gruppe für 1999 sehen Umsatzerlöse in Höhe von 530 Mio. DM oder 270,30 Mio. EURO vor. Ferner sind für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 24 Mio. DM oder 12,24 Mio. EURO geplant. Diese Planung bezieht sich auf den Konsolidierungskreis zum 31.12.1998. Zusammenfassend:

- RINOL ist 1998 wieder kräftig gewachsen ! Aber:
Das Wachstum im stagnierenden Inlandsmarkt kostete Marge!

- Der Auslandsanteil hat nahezu 50% des Konzernumsatzes
erreicht und liegt damit über den Planungen

- Die ROCLAND Gruppe hat bereits 1998 ihre Planzahlen und
damit die Erwartungen übertroffen.

- Die weltweite Dezentralisierungs- und Stützpunktpolitik der RINOL Installations- und Produktionsfirmen hat sich bewährt
und wird konsequent fortgesetzt. Sie ist langfristig
angelegt.

Ende der Mitteilung Im Internet recherchierbar:
http://www.newsaktuell.de

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/OTS AD HOC-SERVI