• 30.03.1999, 10:47:45
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ots Ad hoc-Service: RINOL AG <DE0007051807> Bericht zum Geschäftsjahr 1998 / Wir sind auf dem richtigen Weg! Trotz geringerer Erträge im Inland=

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Rennigen (ots Ad hoc-Service) - Die RINOL Gruppe, in Europa
führender Anbieter von Industrieböden und Beschichtungen mit Sitz in
Renningen bei Stuttgart, hat ihren erfolgreichen Expansionskurs auch
in 1998 fortgesetzt. Nach sieben Jahren kontinuierlicher Steigerung
wesentlicher Meßgrößen des Erfolges konnte der Konzernumsatz 1998
mehr als verdoppelt und auf die neue Rekordmarke von 579 Millionen DM
gesteigert werden. Der Auslandsanteil am Umsatz der Gruppe erreichte
1998 bereits 46% des Gesamtumsatzes. Damit hat RINOL das für das Jahr
2000 angestrebte Ziel, die Hälfte des Umsatzes im Ausland zu
erwirtschaften, vorzeitig verwirklicht. Entsprechend waren von der
Gesamtzahl der 1.683 Mitarbeiter in 1998 bereits 42% im Ausland
beschäftigt (Vorjahr 6%).

Dennoch ist der Vorstand nicht mit dem Erreichten zufrieden. Die
selbst gesteckten hohen Ertragsziele konnten nicht erreicht werden.
Nach einem guten Verlauf des ersten Halbjahres kam es Ende des
dritten und insbesondere im vierten Quartal und vor allem im Inland
durch eine ungewöhnlich große und in diesem Maße nicht vorhersehbare
Anzahl von negativen Faktoren zu einer Beeinträchtigung des
Planergebnisses. Für das Gesamtunternehmen ergibt sich ein Ergebnis
nach DVFA/SG von 18,3 Mio. DM. Damit liegt das Ergebnis je Aktie nach
DVFA/SG bei 3,12 DM (Vorjahr 3,45 DM). Der Jahresüberschuß für das
Geschäftsjahr 1998 beträgt 12,75 Mio. DM nach 17,88 Mio. DM in 1997.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt bei 19,44 Mio.
DM (Vorjahr 27,74 Mio.DM).

Für das Nicht-Erreichen des Ergebniszieles sieht der Vorstand -
neben den einmaligen Kosten für die Integration der ROCLAND Gruppe -
vor allem Ursachen, die in der Entwicklung des Marktes im Inland
begründet sind. Die RINOL Gruppe konnte ihre Marktposition in
Deutschland ausbauen. Dies ging in dem stagnierenden bzw. gerade in
den Neuen Bundesländern rückläufigen Markt zu Lasten der Marge. Zudem
mußten besonders diejenigen Beteiligungsgesellschaften, die sich
stark auf den ostdeutschen Markt konzentrieren, zum Ende des Jahres
ungewöhnlich hohe Forderungsverluste aufgrund einer insbesondere im
Osten Deutschlands gestiegenen Firmen-Konkursquote hinnehmen.
Dementsprechend hat die Unternehmensführung die Risikovorsorge
deutlich erhöht. Die deutschlandweite Einführung von SAP/R3 als
Standardsoftware, die künftig zu Einsparungen führen wird,
verursachte im Geschäftsjahr 1998 zunächst erhöhte Aufwendungen.

Der Vorstand der RINOL AG hat auf die Verschlechterung der
allgemeinen Rahmenbedingungen in Deutschland frühzeitig reagiert. Wie
bereits bei der Übernahme der ROCLAND Gruppe aNgekündigt, soll das
Deutschlandgeschäft gebündelt werden, sollen Synergien noch
effektiver genutzt und die Konzentration auf RINOL Kernkompetenzen
verstärkt werden. Aufgrund der Entwicklung der Unternehmen, die von
den negativen Faktoren besonders betroffen waren, hat der Vorstand
der RINOL AG strategische Maßnahmen entwickelt. Viele dieser
Maßnahmen sInd unabdingbar. Natürlich ist sich die
Unternehmensführung der sozialen Verantwortung gegenüber den
Mitarbeitern bewußt. Doch die RINOL Gruppe muß sich den veränderten
Rahmenbedingungen und Perspektiven im Inland anpassen. Beteiligungen,
die nicht mehR profitabel sind, werden umstrukturiert, aufgelöst oder
verkauft.

Strategische Maßnahmen:

1. Schaffung optimaler Betriebsgrößen und Straffung der
Firmenstandorte mit dem Ziel, die Strukturkosten im Inland deutlich
zu reduzieren. Zwei Standorte in den Neuen Bundesländern - Dresden
und Gera - wurden 1999 aufgelöst, die Stützpunkte in Bitterfeld und
Berlin werden, der geringeren Nach- frage entsprechend, stark
reduziert.

Die Firma Helmut Knöller Fußbodentechnik GmbH wird rückwirkend zum
01.01.1999 mit der ebenfalls in Nürnberg ansässigen Plößl, Megerle &
Partner GmbH (PMP) verschmolzen. Dadurch verbessert sich die Relation
von Strukturkosten zu Umsatz- erlösen und Betriebsgröße drastisch.

2. Optimierung der Produktportfolios: Aufgabe von
Standardprodukten, die starkem Preisdruck und Vergleichbarkeit der
Anbieter unterliegen. Dagegen konzentrieren wir die RINOL
Tochterunternehmen stärker auf Spezial- und Nischenprodukte, bei
denen wir über Qualitätsvorteile gegenüber Mitbewerbern verfügen und
die somit höhere Margen einbringen. Im Falle von PMP/Knöller wurde
aus diesem Grunde die Abteilung Estrich und Ober- beläge mit
sofortiger Wirkung aufgelöst.

3. Konzentration auf die RINOL Kernkompetenzen bzw. Trennung von
artfremden Geschäftsfeldern. Die Anteile an der Termer Decotec
Gesellschaft für Dekontaminierungstechnik mbH wurden im März 1999
veräußert.

4. Restrukturierung betrieblicher Organisations- und
Managementstrukturen im Hinblick auf höhere Effektivität und
geringere Strukturkosten. Beispielsweise wurde bei der Firma Duralit
Industrieboden GmbH bereits zu Beginn des Jahres die gesamte
Ablauforganisation und Managementstruktur neu geordnet. 5.
Begleitende Maßnahmen zur Erhöhung der Risikovorsorge:

Verbessertes Forderungs-Management und verfeinerte Mechanismen im
Bereich des Management-Informations-Systemes auf der Basis von
SAP/R3. Bei dieser ersten Welle von Restrukturierungen im Inland
wurden bis Ende März 1999 Personalanpassungen um 55 Mitarbeiter
vorgenommen. Konsolidierung im Inland - Expansion im Ausland:

Die Entwicklung auf dem Inlandsmarkt hat unsere Strategie
bestätigt, unser Geschäft zu internationalisieren und die vorhandenen
Wachstumschancen im Ausland wahrzunehmen. Im Gegensatz zur
Konzentration im Inland führen wir unsere Expansions-Strategie im
Ausland konsequent fort. Wir sind sicher, mit diesem Konzept unseren
Börsenwert wieder nachhaltig zu erhöhen. Unsere Aktie ist deutlich
unterbewertet. Der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat,trotz der
verbreiterten Kapitalbasis eine Dividende von 1,00 DM je Stammaktie
auszu- schütten, unterstreicht die ergebnisorientierte
Dividendenpolitik der RINOL AG. Diese Dividende stammt ausschließlich
aus EK 045 und ist damit mit einer vollen Steuergutschrift versehen.

Das Jahr 1999 nehmen wir als Aufforderung und Chance
gleichermaßen, auf unserem Wege zur Weltmarktführerschaft im Inland
ein Stabilisierungs- und Konsolidierungsjahr einzulegen, im Ausland
aber weiter zu expandieren. Nachdem wir im abgelaufenen Geschäftsjahr
in Deutschland erfolgreich unseren Marktanteil ausbauen konnten,
steht in 1999 die Ertragssteigerung im Vordergrund.

Die Planungen der RINOL Gruppe für 1999 sehen Umsatzerlöse in Höhe
von 530 Mio. DM oder 270,30 Mio. EURO vor. Ferner sind für das
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 24 Mio. DM oder 12,24
Mio. EURO geplant. Diese Planung bezieht sich auf den
Konsolidierungskreis zum 31.12.1998. Zusammenfassend:

- RINOL ist 1998 wieder kräftig gewachsen ! Aber:
Das Wachstum im stagnierenden Inlandsmarkt kostete Marge!

- Der Auslandsanteil hat nahezu 50% des Konzernumsatzes
erreicht und liegt damit über den Planungen

- Die ROCLAND Gruppe hat bereits 1998 ihre Planzahlen und
damit die Erwartungen übertroffen.

- Die weltweite Dezentralisierungs- und Stützpunktpolitik der
RINOL Installations- und Produktionsfirmen hat sich bewährt
und wird konsequent fortgesetzt. Sie ist langfristig
angelegt.

Ende der Mitteilung Im Internet recherchierbar:
http://www.newsaktuell.de

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