• 23.03.1999, 12:10:56
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  • OTS0135

Mieten und Eigentumspreise weiter im Sinkflug (2)=

Wien (PWK) - Bis auf eine Stagnation in Bregenz sind die Mieten in
allen Landeshauptstädten gesunken. Am stärksten war der Rückgang in
Salzburg (-9,7%), Linz (-6,5%) und Innsbruck (-5%), Klagenfurt (-
4,8%) zu spüren. Im "Mittelfeld" liegen Graz (-4,1%) und Wien (-
3,1%), während die Talfahrt in St. Pölten (-2,5%) und Eisenstadt (-
2%) eher sanft ausfiel. ****

Quasi im Formationsflug mit den Wohnungsmieten sind auch die
Preise für Eigentumswohnungen um durchschnittlich 3,7% gesunken.
Deutlich erschwinglicher wurden Eigentumswohnungen in Graz (-9%),
Linz (-8,5%), St. Pölten (-6,9%) Bregenz (-5,9%) und Wien (-4,3%).
Etwas ruhiger ging es in Innsbruck und Klagenfurt (jeweils 2,3%) und
in Eisenstadt (-1,3%) zu.

In diesem Bereich ist das Ende der Talfahrt in weite Ferne
gerückt. Die Büromieten fielen - außer bei den "modernen" Büros, die
alle zukunftsorientierten Erfordernisse erfüllen - nochmals um 4,5 %
auf durchschnittlich 92 Schilling pro mý. Betroffen davon waren vor
allem Büros in sehr guter Lage (-6,3%) und guter Lage (-3,6%). In
mäßiger Lage verlief die Entwicklung etwas moderater (-1,8%).

Besonders dramatisch hat sich die Situation bei den
Geschäftslokalen entwickelt. Hier sackten die Mieten um 10,8 % auf
durchschnittlich 227 Schilling pro mý ab. Auch hier waren es die
Preise für Lokale in sehr guter Lage (-13,3%) und guter Lage (-7,2),
die am stärksten nachgaben. Die Preise in mäßigen Lagen blieben
dagegen nahezu stabil (-0,8).

In der Sparte Reihenhäuser gibt es zwei signifikante "Ausreißer".
Während die Preise in Linz um 10,4% abrutschten, wurden Reihenhäuser
in Bregenz um 4,7% teurer. Insgesamt sanken die Preise
durchschnittlich um 3,5%.

Die Preise für Eigenheime sind mit einem Rückgang von 2,3% im
Durchschnitt etwas geringer gesunken als die Preise für
Eigentumswohnungen oder die Wohnungsmieten. Zugreifen sollten derzeit
"Neohausbesitzer" in Linz (-9,2%), Bregenz (-6%) und Graz (-5,8%).
Erschwinglicher sind die Eigenheime mittlerweile auch in Wien (-
4,3%), St. Pölten (-4,0%), Innsbruck (-3,3%), Salzburg (-2,7%) und
Eisenstadt (-2%). Teurer sind Eigentumshäuser lediglich in Bregenz
(2,4%) geworden.

Eine frohe Botschaft gibt es für angehende Häuselbauer: die
Grundstückspreise haben gegenüber dem Vorjahr um rund 10%
nachgegeben. Wer sich jetzt ein Grundstück sichern will, sollte rasch
in Linz (-21,5%), Graz (-12,1%) und Innsbruck (-7%) zuschlagen.
Attraktiver als noch im Vorjahr sind Baugründe auch in St. Pölten (-
4,8%), Salzburg (-3,7%) und Bregenz (-3,4%). Zu spät gekommen sind
zukünftige Bauherren in Eisenstadt (+3,4%), Klagenfurt (+1,3%) und
Wien (+0,1%).

Die schwierige wirtschaftliche Lage spiegelt sich auch in den
Preisen für Betriebsgrundstücke wider. Während Gewerbegrundstücke um
1,7% günstiger zu haben waren, sackten die Preise für Industriegründe
um 11,6% ab.

"Es wäre ein großer Fehler, wenn nun die Immobilienwirtschaft in
eine Art Schweinezyklus verfallen würde und keine Wohnungen mehr
gebaut würden. Ganz im Gegenteil, die Bauträger sind mehr denn je
gefordert", warnt Steller. Es müssen - nicht zuletzt durch verstärkte
Subjektförderung - leistbare Wohnungen ohne Qualitätsverlust gebaut
werden, die den Erfordernissen günstiger Betriebskosten und
zeitgemäßer Ausstattung gerecht werden. Auch im Bereich der
Sanierungen steht ein großes Betätigungsfeld offen. Und gerade hier
sollte die Wohnbauförderung verstärkt greifen.

Die anhaltenden realen Einkommenszuwächse von 1,5% bis 2% (Pro-
Kopf-Einkommen der unselbständig Erwerbstätigen nach VGR) werden sich
nach den Rückschlägen in den letzten Jahren positiv auf die Preise am
Immobilienmarkt auswirken. Wertvolle Impulse erwartet sich die
Immobilienwirtschaft auch vom anhaltend stabilen europäischen
Wirtschaftswachstum von jährlich 2-3%, der EU-Osterweiterung und von
einer verstärkten Mobilität innerhalb der Europäischen Union, die
sich bereits heute schon deutlich auf den Wohnungsmarkt auswirkt.

Der Immobilienpreisspiegel basiert auf Erhebungen von Bundesinnung
und Bundes-WIFI in Wien und in den Landeshauptstädten. Er ist seit
seinem erstmaligen Erscheinen im Jahr 1989 zu einer häufig von
Sachverständigen, Gerichten und Behörden benützten Informationsquelle
über den österreichischen Immobilienmarkt geworden, die auch
international zitiert wird. Der Immobilienspiegel gibt keine
definitiven Verkaufspreise an, sondern die nach Lage- und
Ausstattungskategorie errechneten durchschnittlichen Maximal- und
Minimalpreise für Büros, Geschäftslokale, Eigentumswohnungen,
Eigenheime, Reihenhäuser, Baugründe und Wohnungen.
(Schluß) MH
Rückfragehinweis: Bundesinnung der Immobilien- und

Vermögenstreuhänder
Tel: 01-5222591

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

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