Bürgerurkunde der Stadt Wien für Hofrat Paul Grosz

Wien, (OTS) Bürgermeister Dr. Michael Häupl überreichte am Freitag Hofrat Paul Grosz, dem Ehrenpräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, die Bürgerurkunde der Stadt Wien. An der Ehrung nahmen zahlreiche prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und der jüdischen Religionsgemeinschaft teil.****

Hofrat Paul Grosz wurde 1925 in Wien geboren, besuchte hier
das Realgymnasium und wurde 1938 interniert. 1948 begann er nach
der Matura eine Pelzhändlerlehre und ging zwei Jahre später in die USA, wo er bis 1955 als Kürschner arbeitete. Anschließend kam er nach Wien zurück und übernahm das Pelzgeschäft seines Vaters.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit arbeitete er stets aktiv
in der jüdischen Gemeinde mit und wurde 1972 als Vertreter des "Bundes jüdischer Verfolgter des Naziregimes" in den
Kultusvorstand entsandt. 1987 trat Grosz die Nachfolge von Hofrat Dr. Ivan Hacker als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde
an. Er suchte stets den Dialog mit der Stadt Wien und leitete
somit eine neue Ära der Sachlichkeit in den gegenseitigen Beziehungen ein. Während seiner Präsidentschaft, die bis 1998 dauerte, war es sein vorrangiges Bestreben, die jüdischen Werte innerhalb der Gemeinde hochzuhalten, aber auch fruchtbringende Beziehungen zur nichtjüdischen Öffentlichkeit und anderen Religionsgemeinschaften zu schaffen. Zahlreiche wichtige Vorhaben, wie die Modernisierung des Maimonides-Zentrums oder neue
Schulbauten gehen auf seine Initiative zurück.

Hofrat Grosz hat maßgeblich an der Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses zwischen Menschen anderer Religionsbekenntnissen und jüdischer Mitbürger mitgewirkt und somit einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung antisemitischer Vorurteile geleistet.

Sowohl Bürgermeister Dr. Häupl als auch Hofrat Grosz betonten die gute Zusammenarbeit und die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Stadt Wien und Israelitischer Kultusgemeinde. Grosz bezeichnete es als sein weiteres Ziel, die Vertrauensbasis von Menschen der jüdischen und nichtjüdischen Welt zu festigen. (Schluß) du/vo

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