• 10.03.1999, 12:58:03
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  • OTS0182

Konkrete Katastrophenhilfe für den Tourismus

WKÖ schaltet sich auf Bundesebene ein - "Tourismus Scheck" für die vom Lawinenunglück betroffenen Betriebe

pwk - Die verschiedenen, auf Landesebene sofort eingeleiteten
Hilfsmaßnahmen für die von der Wetterkatastrophe im Februar
betroffenen Betriebe werden jetzt auf Bundesebene massiv
unterstützt. Wo immer es im Interesse der Betriebe und ihrer
Mitarbeiter notwendig erscheint, wird sich die Wirtschaftskammer
Österreich auf Wunsch von Präsident Leopold Maderthaner direkt
einschalten, um eine möglichst rasche und effiziente Hilfe zu
ermöglichen. ****

"Wir haben uns heute einen genauen Überblick verschafft, was
bisher schon geschehen ist, und was, vor allem auf Bundesebene,
noch getan werden kann", erklärte die Vizepräsidentin der
Wirtschaftskammer Österreich, Elisabeth Gürtler, im Anschluß an
ein im Gebäude der Tiroler Wirtschaftskammer in Innsbruck
abgehaltenes Spitzengespräch aller der mit Hilfmaßnahmen befaßten
Organisationen: "Wir stehen Gewehr bei Fuß".

Es sei unglaublich beeindruckend, welche innere Solidarität bei
diesem Zusammentreffen zu spüren war, kommentierte Gürtler die
überaus kooperative Stimmung bei der kurzfristig anberaumten
Sitzung. An der Besprechung unter dem gemeinsamen Vorsitz von
Vizepräsidentin Gürtler sowie der Kammerpräsidenten von Tirol und
Vorarlberg, Hansjörg Jäger und Kuno Riedmann, beteiligten sich
Vertreter der Tirol Werbung, der Sozialversicherung, der
Finanzlandesdirektion, der Tiroler Gebietskrankenkasse, der
Banken, der Tourismusbank und BÜRGES, der Arbeitsmarktverwaltung
sowie der Katastrophenfondshilfe Tirols und des Bundes.

Wie Gürtler betonte, wurde bereits eine Reihe konkreter
Initiativen gesetzt. Ein am 26. Februar von Wirtschaftsminister
Hannes Farnleitner und Bundessektionsobmann Hansjörg Kröll
ausgehandeltes Sofortprogramm umfaßt u.a. die rasche Erfassung der
Schadenssummen, um Mittel aus der Katastrophenhilfe in Anspruch
nehmen zu können sowie Hilfestellungen der ÖHT-Tourismusbank und
der BÜRGES-Förderungsbank (leichterer Zugang zu
Restrukturierungsaktionen zur Bewältigung der Folgeschäden). Die
Sektion Tourismus hat mit der Sektion Geld/Kredit Gespräche über
die Gewährung von Zahlungsmoratorien aufgenommen. Bei der soeben
zu Ende gegangenen weltgrößten Tourismusmesse ITB in Berlin haben
Österreich Werbung und Bundessektion Tourismus zusätzliche
Initativen zur Schadensbegrenzung und Imageförderung auf dem
wichtigen deutschen Markt gesetzt.

Als unmittelbar wirksame Hilfsmaßnahme schlägt die
Bundessektion Tourismus vor, die vom Wirtschaftsministerium
entwickelte "Tourismusscheck"-Aktion (Unterstützung der Betriebe
bei Direktmarketing bzw. Teilnahme an Messeveranstaltungen)
aufzustocken und zu verlängern. Die betroffenen Unternehmen würden
damit die Möglichkeit erhalten, sich verstärkt im Ausland zu
präsentieren. Dabei sollten sie durch ein Sonderprogramm der
Landestourismusämter unterstützt werden.

Als weiterer wichtiger Schritt soll, so BSO Hansjörg Kröll,
auf höchster Ebene über eine Zinsenzuschußaktion für die direkt
betroffenen Betriebe verhandelt werden. Was die Umsetzung der
Katastrophenhilfe betrifft, soll eine möglichst großzügige
Regelung angepeilt werden. Präsident Maderthaner werde in dieser
Frage direkt mit Kanzler und Vizekanzler sprechen.

Bereits wenige Stunden nach der Lawinenkatastrophe wurden über
Initiative der Wirtschaftskammer Österreich drei Lkw mit
Hilfsmitteln in die betroffene Region entsandt und ein
Soforthilfebeitrag von 250.000 Schilling überwiesen. Weiters
wurde, wie Gürtler hervorhebt, ein Spendenkonto (Motto:
"Unternehmer helfen") eingerichtet, auf das bereits namhafte
Beträge eingegangen sind.
(Schluß) hp
Rückfragehinweis: Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

Syndikus Dr. Paul Schimka
Tel. 501 05 DW 3567

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