- 10.03.1999, 12:27:53
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Salcher gegen "FPÖ-Bilderstürmerei"=
Wien, (OTS) Gegen die "FPÖ-Bilderstürmerei", vor allem aber
gegen die Unterstellung seitens einer freiheitlichen Mandatarin,
von der Wiener Kulturpolitik werde die Darstellung von
Kinderpornographie ermöglicht, wandte sich der Vorsitzende des
Gemeinderatsausschusses für Kultur, Gemeinderat Dr. Andreas
Salcher, in einem Pressegespräch am Mittwoch.
Salcher verwies dabei auf den Versuch, diesen Vorwurf anhand
eines Bildes der Kunsthallen-Ausstellung der "Wiener Gruppe" zu
belegen. Abgesehen davon, daß das besagte Bild, das tatsächlich
erschreckend sei, nicht im Sinne der Darstellung oder Gutheißung
der Kinderpornographie zu sehen sei, sondern - im Gegenteil -
dieses Thema abschreckend thematisiere, sei gerade die ÖVP bei der
Bekämpfung von Kinderpornographie und Kindesmißbrauch initiativ
wie kaum eine andere Partei.
Salcher betonte weiters das Bekenntnis seiner Partei zur
Freiheit der Kunst. Ebenso bekenne er sich dazu, daß sich Künstler
wie jeder andere Bürger im Rahmen der österreichischen
Gesetzgebung bewegen müßten. Aufgabe der Politiker könne es aber
nicht sein, "wie es sich manche FPÖ-Mandatare scheinbar
vorstellten", sich in laufende künstlerische Projekte oder
Ausstellungen einzumischen. Direktoren und Kuratoren sollten
jedoch die Verantwortung wahrnehmen, Kinder- und
Jugendschutzbestimmungen für Ausstellungen bezüglich des Zugangs
Jugendlicher wahrzunehmen.
Mit einer Kulturpolitik, die mit Begriffen wie "kranke Kunst"
oder "Kulturschickeria" hantiere und damit ein kunstfeindliches
Klima schüre, wolle die ÖVP jedenfalls nichts zu tun haben.
(Schluß) gab/
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Dr. Martin Gabriel
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