- 10.03.1999, 10:30:16
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Apotheker garantieren Sicherhiet bei der Selbstmedikation der Bevölkerung
Bevölkerung will im Gesundheitsbereich immer mehr selbst entscheiden
Linz (OTS) - "Der Trend zu mehr Selbstmedikation entspricht dem
Wunsch der Bevölkerung bei der Gesundheit mehr selbst entscheiden zu
wollen. Damit gerade im Umgang mit Arzneimittel die Sicherheit
weiterhin gewährleistet bleibt, stehen der Bevölkerung in Österreich
bei der Selbstmedikation 4200 Apothekerinnen und Apotheker als die
ausgebildeten Experten für Arzneimittel als Berater zur Verfügung."
Das betonte heute der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer,
Dr. Herbert Cabana, zur jüngsten, diesbezüglichen Diskussion.
Viele heute übliche Behandlungsmethoden haben ihren Ursprung nicht
im Angebot durch die Fachleute sondern im Verlangen der Bevölkerung
danach. So hätten ohne die Nachfrage der Bevölkerung Homöopathie,
pflanzliche Arzneien, Chinesische Medizin, Akupunktur, Chiropraktik,
etc. nie den heutigen Stellenwert. Ebenso ist es der Wunsch der
Bevölkerung bei Befindlichkeitsstörungen wie etwa
* Erkältungen, Husten, Schnupfen, Halsschmerzen
* allergischer Schnupfen
* Magenverstimmungen, Durchfall, Verstopfung
* leichte und mittelschwere Schmerzen, wie z.B. Kopf und Muskel,
sowie Menstruationsbeschwerden
* leichte und mittelschwere Hautprobleme, wie etwa Warzen,
Pilzinfektionen und Sonnenbrand
gemeinsam mit dem Apotheker das richtige Medikament auszuwählen.
Diese Entwicklung gibt es in ganz Europa. In diesem Sinne gibt es auf
EU-Ebene den Konsens (Konsenspapier vom 27.2.1997) von Apothekern,
Ärzten und Industrie diesem Wunsch der Bevölkerung zu folgen.
Studie beweist: Selbstmedikation hilft Zeit und Kosten sparen
Die sozialen Krankenversicherungen würden sich durch eingesparte
Arztbesuche - der Patient benötigt kein Rezept für das Medikament -
1,2 Mrd. Schilling ersparen. Das ist das Ergebnis einer Studie von
Univ.-Prof. Dr. Engelbert Theurl vom Finanzwissenschftlichen Institut
der Universität Innsbruck. Weiters verliert, so die Studie, die
Volkswirtschaft durch z.B. Fehlzeiten am Arbeitsplatz durch
Arztbesuche zur Verschreibung von Medikamenten 1,5 Mrd. Schilling.
Dazu kommen noch jene Kosten, die den Patienten durch den Zeitverlust
entstehen, der durch das Anfahren zum Arzt, das Warten im Wartezimmer
und das Heimfahren - insgesamt oft mehrere Stunden - entstehen.
Nur Apotheker garantieren umfassende Versorgung mit Medikamenten
Cabana: "Mehr Selbstmedikation bedeutet auf der einen Seite mehr
Selbständigkeit für die Bevölkerung und Kostenersparnis. Auf der
anderen Seite bleibt durch die Rolle des Apothekers bei der Abgabe
von Medikamenten die in Österreich traditionell hohe
Arzneimittelsicherheit weiterhin gewährleistet. Nur wir Apotheker
garantieren eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit
Arzneimitteln. Nur wir haben 1. die fachliche Ausbildung und das
Personal, 2. das bis zu 7000 verschiedene Medikamente umfassende
Sortiment, 3. täglich bis zu 10 Stunden geöffnet und 4. während 52
Wochen im Jahr.
Rückfragehinweis: Österr. Apothekerkammer,
Pressereferat, Tel.: 01/40414/600
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