• 10.03.1999, 10:03:36
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  • OTS0071

Hochsaison und große Pläne in der Wiener Schule in Südafrika=

Beginn des neues Schuljahres mit über 160 SchülerInnen

Wien, (OTS) Dutzende Kinder mit strahlenden Gesichtern
tummeln sich in der Schulpause im Hof der Wiener Schule im
südafrikanischen Township Orange Farm. Einige drücken das erste
Mal und voller Erwartungen die Schulbank des Masibambane College,
was soviel heißt wie gemeinsam Arbeiten. Seit dem offiziellen
Schulbeginn im Jänner bietet das Bildungszentrum nunmehr 167
SchülerInnen eine Möglichkeit zu einer soliden und guten
Ausbildung. Für die hohe Qualität garantiert in Patronanz eine der
renommiertesten Schulen des Landes, das St. John´s College in
Johannesburg.

Zur Geschichte der Partnerschaft zwischen Wien und Südafrika:
Mit über 7 Millionen Schilling hatte die Stadt zusammen mit
privaten Sponsoren den Bau der Schule ermöglicht. Damit konnten
eine große Versammlungshalle mit mehreren Unterrichtsräumen sowie
sechs weitere Klassenräume samt einer Sanitäranlage gebaut werden.
Der Erfolg läßt sich sehen: Die Schule ist mehr als ausgelastet.
Die Klassenräume von zwei Vorschulklassen, zwei 1. und zwei 2.
Klassen sind voll, sechs LehrerInnen wurden ausgebildet und geben
ihr Wissen an die Kleinen weiter.****

Solide Schulbildung als Schlüssel zum sozialen Aufstieg

Wie sich eine kleine Abordnung aus Wien unter der Leitung von
einem der "Gründungsväter" des Projektes, Klubobmann Mag.
Christoph Chorherr, jüngst vor Ort überzeugen konnte, hört die
Performance des Colleges in dem 750.000 EinwohnerInnen zählenden
Township 40 km südlich von Johannesburg damit nicht auf. "Gerade
in einem Land mit so enormen wirtschaftlichen Unterschieden
zwischen Arm und Reich ist der Schlüssel zum sozialen Aufstieg der
Zugang zur Bildung", so Chorherr. Daher werden zusätzlich zum
regulären Unterricht weitere Kids unterrichtet. Jeden Samstag
erhalten 200 wissbegierige Kinder so Grundzüge im Lesen, Schreiben
und Rechnen beigebracht.

Alphabetisierung für Erwachsene: 200 Personen profitieren

Outreach Programm nennen die Verantwortlichen eine
Alphabetisierungskampagne, durch welche an vier Nachmittagen pro
Woche rund 50 Personen Lesen und Schreiben lernen. Den Erfolg
dieser Erwachsenenbildungsinitiative begründet der Bildungsmanager
der Trägerorganisation Education Africa, James Urdang: "Damit
erarbeiten sich sehr viele eine Zusatzqualifikation. Sie erhöhen
die Chancen auf einen besseren Job." Außerdem: Regelmäßig treffen
sich dienstags an die 30 JunglehrerInnen zur pädagogischen
Fortbildung. Sie geben in Folge ihr Knowledge an ca. 2.000 Kindern
weiter.

Errgeizige Pläne werden geschmiedet: Eine Zahn- und
Augenklinik, neue Sportplätze und, und, und...

"Die Schule ist für uns nicht nur als Bildungsinstitution für
unsere Kinder wichtig. Unser Township wächst sehr rasch. Mit dem
Masibambane College erhalten wir so etwas wie ein
Gemeindezentrum", sagt ein Bewohner nach dem Sonntagsgottesdienst.
Durch die große Versammlungshalle hat Orange Farm nun einen
sozialen Treffpunkt - für religiöse Feiern der vielfältigen
christlichen Religionen, für Hochzeiten oder auch Begräbnisfeiern.
Die in großen Teilen fehlende Gesundheitsversorgung soll alsbald
verbessert werden. Eine mobile Augen- und Zahnklinik wird Kindern
und Erwachsenen für Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungen zur
Verfügung gestellt.

Einmalig für die unzähligen Townships in Südafrika hat ein
großer US-Sportartikelkonzern die Errichtung von weitreichenden
Sportmöglichkeiten finanziert. Fleissig wird derzeit am Bau von
Tennisplätzen, Fußball- oder auch Rugbyfeldern, direkt neben der
Wiener Schule, gebaut. Künftig werden sich dort die SchülerInnen
austoben können.

Unterstützungskomitee "Freunde der Wiener Schule"
organisiert Spenden und Sponsoring

Ein Wiener Proponentenkomitee, bestehend aus den vielen
Müttern und Vätern dieses Vorzeigeprojekts, bemüht sich seit rund
zwei Jahren, für die Schule im Süden weitere Hilfe durch
Spendensammlungen oder Sponsoring zu organisieren. Dadurch könnte
das gesteckte Ziel erreicht werden, noch heuer rund 450.000
Schilling zu sammeln. Damit würde der Bau eines für die 2. Phase
fehlenden Klassenraumes abgeschlossen.

Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner, neben Klubobmann
Mag. Chorherr, dem EU-Abgeordneten Dr. Swoboda, dem Wiener
Wirtschaftskammerpräsidenten Nettig sowie GR Schieder und anderen,
eine der tatkräftigen UnterstützerInnen, ist sehr optimistisch,
daß man dabei helfen könne, mit Sponsoren und Spendenevents der
Schule heuer wieder unter die Arme zu greifen. Vorbildlich
exerziere dies Austrian Airlines vor. "Auf allen Flügen von
Südafrika nach Wien werden", wie der AUA-Manager Mag. Thomas Zilk
in Johannesburg berichtet, "erfolgreich Restgelder der Passagiere
gesammelt".

Brauner schloß gegenüber der Rathauskorrespondenz mit dem
Appell: "Die Wiener Schule verdient unsere Aufmerksamkeit und
Unterstützung. Daß bisher jeder Schilling, der von Wien nach
Südafrika transferiert wurde, hunderten Kindern dort eine Zukunft
ermöglicht, sollte uns zusätzlich motivieren, am Masibambane
College weiterzubauen."

Unmittelbare Aufmerksamkeit, so die Stadträtin, verdiene
derzeit noch das Theaterstück "Die Insel" vom südafrikanischen
Autor Athol Fugard. Es wird Mittwoch, den 10. März, Donnerstag,
den 11. März, Freitag, den 12. März und als letzte Vorstellung am
Samstag, dem 13. März jeweils um 19.30 wird im Pygmalion Theater,
8., Alserstraße 43, aufgeführt. Dabei werde mit viel
künstlerischem Engagement und Herz für die Wiener Schule
gesammelt. (Schluß) wb

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz: www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

Mag. Wolfgang Briem
Tel.: 4000/81 853
e-mail: brw@gif.magwien.gv.at

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