ARBÖ: Auch ein stehender Pkw kann gelenkt werden

Wien (ARBÖ) - Auch das Anschieben eines Autos in
alkoholisiertem Zustand kann zum Verlust des Führerscheins und einer hohen Geldstrafe führen, warnt die ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert nach einem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofs.

Ein Fahrzeuglenker wurde für schuldig befunden, einen Pkw in einem durch Alkohol beeinträchtigten Zustand gelenkt und dadurch eine Verwaltungsübertretung begangen zu haben. Vehement bestritt der Lenker, den Pkw gelenkt zu haben. Er habe den Zündschlüssel ins Schloß des Fahrzeuges gesteckt, die Lenkradsperre und die Automatik gelöst, wobei er so "halb" im Fahrzeug gesessen und mit einem Fuß im Fahrzeug und mit dem anderen auf der Straße gewesen sei. Er habe die Lenkung bedient und mit einer oder mehreren Personen das Fahrzeug in eine Gasse zurückgeschoben. Der Motor des Fahrzeuges sei dabei nicht gelaufen.

Der Verwaltungsgerichtshof schloß sich den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht an und stellte eindeutig fest: Wer einen Pkw mit Hilfe einer oder mehrerer Personen derart zurückschiebt, daß er sich selbst mit einem Fuß im Pkw mit dem anderen auf der Straße befindet und dabei die Lenkung bedient, lenkt dieses Kfz im Sinne des § 5 Abs. 1 Straßenverkehrsordnung, auch wenn der Motor nicht läuft.

Unter dem Begriff "lenken" nach § 5 Abs. 1 StVO ist jedenfalls eine aktive Handlung, nämlich die Betätigung der hiefür vorgesehenen Einrichtung eines in Bewegung befindlichen Fahrzeuges zu verstehen. Die ARBÖ-Verkehrsjuristin: "Dabei ist es gleichgültig, ob der Motor läuft oder nicht."

Abschließender Rat von Mag. Renate Göppert vom ARBÖ: "Setzen Sie sich in alkoholisiertem Zustand sofort auf den Beifahrersitz
und übergeben Sie den Zündschlüssel einer nüchternen Person Ihres Vertrauens, die Sie sicher nach Hause chauffiert."

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