- 08.03.1999, 12:34:09
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KfV zum tödlichen Unfall auf der Westautobahn: KEIN GURT - HÖHERES RISIKO !
Wien (OTS) - Dachs ausgewichen - gegen die Leitschiene geprallt -
nichtangeschnallter Lenker aus dem Fahrzeug auf die Fahrbahn
geschleudert - von zwei nachkommenden Fahrzeugen überrollt. So in
Kürze die Fakten des tödlichen Pkw-Unfalls auf der Westautobahn
Sonntag früh. Die Experten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit
empfehlen in diesem Zusammenhang:
*Lebensretter Gurt: Der Sicherheitsgurt kann Leben retten - im
aktuellen Fall hätte er verhindert, daß der Lenker auf die Fahrbahn
geschleudert und überfahren wird. Sicherheitsreserve Gurt: Das
Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, ist für
nichtangeschnallte Lenker achtmal höher als für angeschnallte.
Erschreckendes Resultat aktueller KfV-Erhebungen: Nur 76% der Lenker
und gar nur 36% der erwachsenen Mitfahrer auf dem Rücksitz sind auf
Österreichs Autobahnen angeschnallt unterwegs.
*Faktor Sichtbarkeit: Der auf der Fahrbahn liegende Lenker
wurde in der Dunkelheit der frühen Morgenstunden gleich zweimal von
nachkommenden Fahrzeugen überfahren. Möglichkeiten, tragische
Vorfälle wie diesen zu verhindern, liegen vor allem in der Verwendung
des Fernlichts - wichtig dabei: die Wahl einer der Gefahrensichtweite
entsprechenden Fahrgeschwindigkeit, also auch bei Fernlicht nur rund
100 km/h - bei Abblendlicht sind es 50 km/h! Gerade die
Mehrfachüberrollung des Opfers macht deutlich, daß man sich auf den
Vordermann nicht verlassen kann, wenn offensichtlich ist, daß auch
dieser nicht auf Sicht fährt. Das kann in folgenden Fällen sein: 100
km/h mit Abblendlicht oder oftmals zu hohes Tempo bei Nebel.
Blendschutz für den Verkehr auf der Gegenrichtungsfahrbahn könnte
durch technische Einrichtungen oder Bepflanzung des Mittelstreifens
erreicht werden.
*Hilfeleistung für Verletzte: Wenn Sie ein Objekt überfahren
haben oder auf der Fahrbahn sehen, verständigen Sie sofort die
Autobahnmeisterei oder die Gendarmerie. Anhalten nur auf dem
Pannenstreifen! Warnblinkanlage einschalten! Notruf über Handy oder
Notrufsäule! Mit dem Pannendreieck Unfallstelle mindestens 250 m
gegen die Fahrtrichtung absichern. Machen Sie sich durch eine
tragbare Blinkleuchte und eine Sicherheitsweste sichtbar, wenn Sie
einem Unfallopfer helfen wollen.
Die Verkehrstoten der Woche vom 1. bis 7. März 1999: Bei insgesamt 10
tödlichen Unfällen auf Österreichs Straßen starben 12 Menschen (10
Pkw-Insassen und 2 Fußgänger) - 8 davon am Wochenende. Zwei getötete
Fahrzeuginsassen waren nicht angeschnallt, einer der beiden
nachkommenden Fahrzeuglenker beim Unfall auf der Westautobahn beging
Fahrerflucht.
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Rückfragehinweis: KfV / Öffentlichkeitsarbeit / Mag. Eveline
Wögerbauer / Dr. Rudolf Grünzweig Tel.: 01/71770-161 DW e-Mail:
[email protected] Internet: http://www.kfv.or.at Bitte beachten Sie auch
die Aussendung des BM für Inneres (OTS0040) unter http://www.bmi.gv.at
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