KfV zum tödlichen Unfall auf der Westautobahn: KEIN GURT - HÖHERES RISIKO !

Wien (OTS) - Dachs ausgewichen - gegen die Leitschiene geprallt -nichtangeschnallter Lenker aus dem Fahrzeug auf die Fahrbahn geschleudert - von zwei nachkommenden Fahrzeugen überrollt. So in Kürze die Fakten des tödlichen Pkw-Unfalls auf der Westautobahn Sonntag früh. Die Experten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit empfehlen in diesem Zusammenhang:

*Lebensretter Gurt: Der Sicherheitsgurt kann Leben retten - im aktuellen Fall hätte er verhindert, daß der Lenker auf die Fahrbahn geschleudert und überfahren wird. Sicherheitsreserve Gurt: Das Risiko, bei einem Unfall getötet zu werden, ist für nichtangeschnallte Lenker achtmal höher als für angeschnallte. Erschreckendes Resultat aktueller KfV-Erhebungen: Nur 76% der Lenker und gar nur 36% der erwachsenen Mitfahrer auf dem Rücksitz sind auf Österreichs Autobahnen angeschnallt unterwegs.

*Faktor Sichtbarkeit: Der auf der Fahrbahn liegende Lenker
wurde in der Dunkelheit der frühen Morgenstunden gleich zweimal von nachkommenden Fahrzeugen überfahren. Möglichkeiten, tragische Vorfälle wie diesen zu verhindern, liegen vor allem in der Verwendung des Fernlichts - wichtig dabei: die Wahl einer der Gefahrensichtweite entsprechenden Fahrgeschwindigkeit, also auch bei Fernlicht nur rund 100 km/h - bei Abblendlicht sind es 50 km/h! Gerade die Mehrfachüberrollung des Opfers macht deutlich, daß man sich auf den Vordermann nicht verlassen kann, wenn offensichtlich ist, daß auch dieser nicht auf Sicht fährt. Das kann in folgenden Fällen sein: 100 km/h mit Abblendlicht oder oftmals zu hohes Tempo bei Nebel. Blendschutz für den Verkehr auf der Gegenrichtungsfahrbahn könnte durch technische Einrichtungen oder Bepflanzung des Mittelstreifens erreicht werden.

*Hilfeleistung für Verletzte: Wenn Sie ein Objekt überfahren
haben oder auf der Fahrbahn sehen, verständigen Sie sofort die Autobahnmeisterei oder die Gendarmerie. Anhalten nur auf dem Pannenstreifen! Warnblinkanlage einschalten! Notruf über Handy oder Notrufsäule! Mit dem Pannendreieck Unfallstelle mindestens 250 m gegen die Fahrtrichtung absichern. Machen Sie sich durch eine tragbare Blinkleuchte und eine Sicherheitsweste sichtbar, wenn Sie einem Unfallopfer helfen wollen.

Die Verkehrstoten der Woche vom 1. bis 7. März 1999: Bei insgesamt 10 tödlichen Unfällen auf Österreichs Straßen starben 12 Menschen (10 Pkw-Insassen und 2 Fußgänger) - 8 davon am Wochenende. Zwei getötete Fahrzeuginsassen waren nicht angeschnallt, einer der beiden nachkommenden Fahrzeuglenker beim Unfall auf der Westautobahn beging Fahrerflucht.

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